Test BYD Seal Excellence AWD

12. Mai 2024
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:BYD
Klasse:Limousine
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Elektro
Leistung:530 PS
Testverbrauch:19,4 kWh/100km
Modelljahr:2024
Grundpreis:51.380 Euro

Test BYD Seal: Tesla verkaufte hierzulande von seiner Mittelklasse-Limousine Model 3 im Vorjahr fast 2000 Stück – und damit mehr als Audi vom A4 oder VW vom Passat, mehr als Fiat vom 500 und doppelt so viel wie alle Alfas zusammen. Jetzt droht den Amis Ungemach aus China, und zwar in Form des BYD Seal. Die Marke, die vom heimischen Autohandels-Riesen Denzel vertrieben wird, startete bei uns im Vorjahr, hat ­mittlerweile ein durchaus breites Portfolio – und einen beachtlichen Bekanntheitsgrad. Der Seal (zu Deutsch: Robbe) ist quasi die goldene Mitte, zu haben ist der klassische Viertürer in zwei Varianten, entweder als 313 PS starker Hecktriebler oder als Allradler, dann arbeitet vorne zusätzlich ein 218 PS starker E-Motor.

Der AWD gastierte auch im Test bei uns, im Aufpreis von 3000 Euro sind noch Headup-Display und Adaptiv-Dämpfer inkludiert. Kein Wunder, dass 70 Prozent der Kunden zur Top-Version greifen. Und vielleicht auch der eine oder andere Model 3-Interes­sent schwach werden könnte, denn um ähnliches Geld gibt es bei BYD mehr Power, mehr Ausstattung – und obendrein mehr Service-Stützpunkte. Die ­Sechsjahres-Garantie und das starke Aftersales-Service des Importeurs könnten Zweifler ebenfalls überzeugen – und über so manche kleine Schwäche des Seal hinwegsehen lassen. 

Die genaue Bewertung des Test BYD Seal lesen Sie unten. Dieser Test erschien übrigens mit vielen weiteren in der Ausgabe April 2024 von Alles Auto, hier online zu bestellen.

Foto: Robert May

Motor & Getrieb

Die beiden leisen E-Motoren schieben massiv, aber nie aggressiv an. Nur zwei Rekuperationsstufen, mit der stärkeren ist kein Ein-Pedal-Fahren möglich.

Fahrwerk & Traktion

Die Adaptiv-Dämpfer arbeiten auch im ­Sport-Modus durchaus komfortabel. In flotten Kurven recht ­lang neutral, aber lastwechselanfällig. ­Gelungene Lenkung, gut dosierbare Bremsen, Top-Traktion. 

Bedienung & Multimedia

Dank vielfach verstellbarem Piloten-Sessel gute Sitzposition. Scharfe, gut ablesbare Displays – der ­große zentrale Touchscreen ist rasch durchschaut, reagiert aber nicht immer auf „Wischen“. Dazu gute Sprachsteuerung plus genug echte Knöpfe und Drehregler. Fein: zwei induktive Ladeschalen, USB-Slots auch hinten, Vehicle-to-Load, via App Vorklimatisieren möglich (inklusive Sitz- und Lenkrad-Heizung).

Innen- & Kofferraum

Ordentliche Platzverhältnisse, Fond-Passagiere ­haben mehr als genug Kniefreiheit, sitzen aber ob der Akkus mit stärker angewinkelten Beinen. Kofferraum gut nutzbar, ausreichend groß, kleine ­Stufe nach Umlegen der 2:1-Lehnen. Dazu unter der vorderen Haube brauchbarer „Frunk“.

Dran & Drin

In der einzigen Ausstattungs-Variante ziemlich lückenlos bestückt – da geht einem kaum etwas ab. Spezieller Grau-Lack als einziges Extra. Solide Verarbeitung, überraschend hochwertige Materialien.

Schutz & Sicherheit

Reichhaltiges Airbag-Aufkommen, dazu praktisch alle klassenüblichen Assistenzsysteme an Bord – die auch recht gut funktionieren.

Sauber & Grün

Praxis-Reichweite mehr als brauchbar – an Gleichstrom können bis zu 150 kW gezogen werden (37 Minuten dauert dann eine 80 Prozent-Füllung), in Sachen Wechselstrom ist bei 11 kW Schluss. 

Preis & Kosten

Bei etwas mehr Mitgift preislich auf dem Niveau des schwächeren Tesla Model 3, deutlich teurer kommt ein vergleichbarer BMW i4. Fein: sechs Jahre oder 150.000 Kilometer Garantie (Batterie acht Jahre bzw. 200.000 Kilometer). Strom-Verbrauch recht at-traktiv. Im Vergleich zu Tesla dichtes Werkstatt-Netz. 

Feine Materialien, genug echte Knöpfe, Kunstleder wahlweise schwarz oder hellblau, der große Touchscreen lässt sich elektrisch auf Hochformat drehen. 

[vc_row][vc_column][vc_column_text css=""]Test BYD Seal: Tesla verkaufte hierzulande von seiner Mittelklasse-Limousine Model 3 im Vorjahr fast 2000 Stück – und damit mehr als Audi vom A4 oder VW vom Passat, mehr als Fiat vom 500 und doppelt so viel wie alle Alfas zusammen. Jetzt droht den Amis Ungemach aus China, und zwar in Form des BYD Seal. Die Marke, die vom heimischen Autohandels-Riesen Denzel vertrieben wird, startete bei uns im Vorjahr, hat ­mittlerweile ein durchaus breites Portfolio – und einen beachtlichen Bekanntheitsgrad. Der Seal (zu Deutsch: Robbe) ist quasi die goldene Mitte, zu haben ist der klassische Viertürer in zwei Varianten, entweder als 313 PS starker Hecktriebler oder als Allradler, dann arbeitet vorne zusätzlich ein 218 PS starker E-Motor. Der AWD gastierte auch im Test bei uns, im Aufpreis von 3000 Euro sind noch Headup-Display und Adaptiv-Dämpfer inkludiert. Kein Wunder, dass 70 Prozent der Kunden zur Top-Version greifen. Und vielleicht auch der eine oder andere Model 3-Interes­sent schwach werden könnte, denn um ähnliches Geld gibt es bei BYD mehr Power, mehr Ausstattung – und obendrein mehr Service-Stützpunkte. Die ­Sechsjahres-Garantie und das starke Aftersales-Service des Importeurs könnten Zweifler ebenfalls überzeugen – und über so manche kleine Schwäche des Seal hinwegsehen lassen.  Die genaue Bewertung des Test BYD Seal lesen Sie unten. Dieser Test erschien übrigens mit vielen weiteren in der Ausgabe April 2024 von Alles Auto, hier online zu bestellen. Foto: Robert May[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text css="" el_class="testkategorien"] Motor & Getrieb Die beiden leisen E-Motoren schieben massiv, aber nie aggressiv an. Nur zwei Rekuperationsstufen, mit der stärkeren ist kein Ein-Pedal-Fahren möglich. Fahrwerk & Traktion Die Adaptiv-Dämpfer arbeiten auch im ­Sport-Modus durchaus komfortabel. In flotten Kurven recht ­lang neutral, aber lastwechselanfällig. ­Gelungene Lenkung, gut dosierbare Bremsen, Top-Traktion.  Bedienung & Multimedia Dank vielfach verstellbarem Piloten-Sessel gute Sitzposition. Scharfe, gut ablesbare Displays – der ­große zentrale Touchscreen ist rasch durchschaut, reagiert aber nicht immer auf „Wischen“. Dazu gute Sprachsteuerung plus genug echte Knöpfe und Drehregler. Fein: zwei induktive Ladeschalen, USB-Slots auch hinten, Vehicle-to-Load, via App Vorklimatisieren möglich (inklusive Sitz- und Lenkrad-Heizung). Innen- & Kofferraum Ordentliche Platzverhältnisse, Fond-Passagiere ­haben mehr als genug Kniefreiheit, sitzen aber ob der Akkus mit stärker angewinkelten Beinen. Kofferraum gut nutzbar, ausreichend groß, kleine ­Stufe nach Umlegen der 2:1-Lehnen. Dazu unter der vorderen Haube brauchbarer „Frunk“. Dran & Drin In der einzigen Ausstattungs-Variante ziemlich lückenlos bestückt – da geht einem kaum etwas ab. Spezieller Grau-Lack als einziges Extra. Solide Verarbeitung, überraschend hochwertige Materialien. Schutz & Sicherheit Reichhaltiges Airbag-Aufkommen, dazu praktisch alle klassenüblichen Assistenzsysteme an Bord – die auch recht gut funktionieren. Sauber & Grün Praxis-Reichweite mehr als brauchbar – an Gleichstrom können bis zu 150 kW gezogen werden (37 Minuten dauert dann eine 80 Prozent-Füllung), in Sachen Wechselstrom ist bei 11 kW Schluss.  Preis & Kosten Bei etwas mehr Mitgift preislich auf dem Niveau des schwächeren Tesla Model 3, deutlich teurer kommt ein vergleichbarer BMW i4. Fein: sechs Jahre oder 150.000 Kilometer Garantie (Batterie acht Jahre bzw. 200.000 Kilometer). Strom-Verbrauch recht at-traktiv. Im Vergleich zu Tesla dichtes Werkstatt-Netz. [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1715545413647{margin-top: 0px…

8.3

FAZIT

Luxuriöse Mittelklasse-Limousine mit ­potentem Akku-Antrieb.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Reichweite & Laden
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
8

Asynchronmotor v, Synchronmotor h, Spitzenleistung 530 PS (390 kW), Dauerleistung 197 PS (145 kW), max. Drehmoment 670 Nm, Akku (netto) 82,5 kWh, Allradantrieb mit fixer Übersetzung, Scheibenbremsen v/h (bel.)

L/B/H 4800/1875/1460 mm, Radstand 2920 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,4 m, Reifendimension 235/45 R 19, Kofferraumvolumen v/h 53/400 l, Leergewicht (EU) 2185 kg, zul. Gesamtgewicht 631 kg, max. Anh.-Last 1500 kg

0–100 km/h 3,8 sec, 60–100 km/h 3,4 sec, Spitze 180 km/h, Steuer (jährl.) keine, Werkstätten in Österreich 28, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert 18,2 kWh, Testverbrauch 19,4 kWh, Reichweite Norm/Test 520/425 km, Ladedauer bei 11 kW (100%) 7:30 Std, bei 150 kW Gleichstrom (80%) 37 Min

sechs Airbags plus Zentral-Airbag und Seitenairbags hinten, Notbrems-, Spurhalte-, Spurführungs-, Spurwechsel- und Stau-Assistent, Adaptiv-Tempomat, Toterwinkel- und Querverkehrs-Warner, Verkehrszeichen-Erkennung, Headup-Display, LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automatik, digitale Instrumente 10,25 Zoll, Navigation mit Echtzeit-Verkehrsinfos, 15,6-Zoll-Touchscreen, „Dynaudio“-Soundsystem mit 12 LS, 4x USB, Sprachsteuerung, induktives Handyladen, Zweizonen-Klimaautomatik, Lederpolsterung, el. klappbare Außenspiegel, aut. abblendende Innenspiegel, Vordersitze el. verstell- und klimatisierbar (fahrerseitig mit Memory), heizbares Multifunktions-Lederlenkrad, Licht- und Regensensor, schlüsselloser Zugang, E-Heckklappe, Rückfahrkamera, Rundumkameras, Einparkhilfe v+h, Alarmanlage, 19 Zoll-Aluräder, Wärmepumpe, abgedunkelte Fondscheiben, Metallic-Lackierung blau, schwarz, grau oder weiß, Glas-Panoramadach etc.

Metallic-Lackierung „Shadow Grey“ € 1000,–