Test: Fiat 500 Elektro 3+1 La Prima

20. April 2022
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Fiat
Klasse:Kleinwagen
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Elektro
Leistung:118 PS
Testverbrauch:16,5 kWh/100km
Modelljahr:2022
Grundpreis:37.590 Euro

Als vor rund einem Jahr der neue Fiat 500 als reiner Stromer auf den Markt kam, sorgte vor allem eine Karosserie-Variante für Gesprächsstoff: Neben dem klassischen Dreitürer und dem Stoffdach-Cabrio wurde auch die Version „3+1“ angekündigt, die nun endlich zum Test antreten konnte. Das Alleinstellungsmerkmal: Eine hinten angeschlagene Zusatztür auf der Beifahrerseite erleichtert den Zustieg in den Fond entschei­dend und sorgt so für ein deutliches Alltags-Plus – durch den einseitigen Entfall der B-Säule schaut der 3+1 bei geöffneten Türen zudem richtig spannend aus. Dabei gibt es aus technischer Sicht keinerlei negative Begleiterscheinungen: Durch die im Boden untergebrachten Batterien ist die nötige Karosseriesteifigkeit gegeben (einer der ­Vorteile eines Elektroautos).

Einziger Nachteil: Da diese Version nur mit dem größeren der beiden verfügbaren Akkus samt stärkerem Motor und bloß in den oberen zwei Ausstattungsstufen verfügbar ist, werden mindestens 32.490 Euro fällig. Ein vergleichbarer Dreitürer ist 2000 Euro billiger, das Cabrio kostet hingegen einen Tausender mehr. Und noch etwas zum Thema Preis: Für unseren voll ausgestatteten Testwagen in der aktuell verfügbaren Sonderversion La Prima verlangt Fiat fast 40.000 Euro – Mamma mia! 

Motor & Getriebe – Kräftiger Elektromotor, im Modus „Normal“ wird nur wenig rekuperiert, in „Range“ ist das Bremspedal dagegen meist überflüssig – die Kriechfunktion ist dann jedoch deaktiviert, was Rangieren erschwert. 

Fahrwerk & Traktion – Trotz kurzem Radstand erstaunlich guter Federungskomfort. Flink in Kurven, am Limit sanft untersteuernd, niemals giftig. Indirekte, aber feinfühlige Lenkung. Gute Bremsen, Traktion weitgehend ­vorhanden.  

Bedienung & Multimedia – Bequeme Sitze. Gut abzulesende Digital-Instru­mente. Touchscreen im Breitformat mit guter Reaktionszeit und hoher Auflösung. Etwas verspieltes, aber leicht durchschaubares Multimediasystem. Klima- und Lautstärken-Verstellung über große Tasten bzw. Drehregler zwischen den Vordersitzen. City-Plus: kleiner Wendekreis. Ausreichend Ablagen.

Innen- & Kofferraum – Vorne ausreichend Platz, im Fond geht es aber eng zu – immerhin einfacher Zustieg über die Zusatztür. Kleiner, gut nutzbarer Kofferraum. Ladeboden nach Umlegen der 1:1-Fondlehne mit großer Stufe.  

Dran & Drin – Als „La Prima“ ziemlich gut ausgestattet, dazu optisch hochwertig (z. B. Armaturenbrett und Sitzbezüge in Ledernachbildung). Außerdem Serie: schlüsselloser Zugang und 17-Zöller. 10,25 Zoll Touchscreen, DAB-Tuner, Smartphone-Anbindung, Navi und Klimaautomatik sind freilich schon beim 5100 Euro billigeren „Icon“ an Bord.

Schutz & Sicherheit – Voll ausgerüstet: Adaptiv-Tempomat, Querverkehrs- und Spurhalte- bzw. Spurfolge-Assistent sowie Verkehrszeichenerkennung – alles serienmäßig. Dazu übliches Airbag-Aufgebot.

Reichweite & Laden – In Sachen Verbrauch konnte die niedrige Werksangabe nicht ganz erreicht werden, mit immer noch braven 16,5 kWh sind aber 250 Kilometer realistisch. Lobenswert: Dank 85 kW-Gleichstrom-Lademöglichkeit in rund einer halben Stunde zu 80 Prozent voll. 

Preis & Kosten – Die fünftürigen Peugeot 208 und Honda e sind in der jeweiligen Top-Version eine Spur teurer, der dreitürige und stärkere Mini Cooper S ist bei schlechterer Ausstattung etwas günstiger. Für das verpflichtende Jahresservice stehen zahlreiche Betriebe parat. Mäßige zwei Jahre Garantie, Wertentwicklung schwer einzuschätzen.  

Luxus-Feeling dank „La Prima“-Trimm: Zweifarben-­Bezüge, moderner Multi­media-Schirm, induktives ­Handyladen, volle Assistenz-Ausstattung. 

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Als vor rund einem Jahr der neue Fiat 500 als reiner Stromer auf den Markt kam, sorgte vor allem eine Karosserie-Variante für Gesprächsstoff: Neben dem klassischen Dreitürer und dem Stoffdach-Cabrio wurde auch die Version „3+1“ angekündigt, die nun endlich zum Test antreten konnte. Das Alleinstellungsmerkmal: Eine hinten angeschlagene Zusatztür auf der Beifahrerseite erleichtert den Zustieg in den Fond entschei­dend und sorgt so für ein deutliches Alltags-Plus – durch den einseitigen Entfall der B-Säule schaut der 3+1 bei geöffneten Türen zudem richtig spannend aus. Dabei gibt es aus technischer Sicht keinerlei negative Begleiterscheinungen: Durch die im Boden untergebrachten Batterien ist die nötige Karosseriesteifigkeit gegeben (einer der ­Vorteile eines Elektroautos). Einziger Nachteil: Da diese Version nur mit dem größeren der beiden verfügbaren Akkus samt stärkerem Motor und bloß in den oberen zwei Ausstattungsstufen verfügbar ist, werden mindestens 32.490 Euro fällig. Ein vergleichbarer Dreitürer ist 2000 Euro billiger, das Cabrio kostet hingegen einen Tausender mehr. Und noch etwas zum Thema Preis: Für unseren voll ausgestatteten Testwagen in der aktuell verfügbaren Sonderversion La Prima verlangt Fiat fast 40.000 Euro – Mamma mia! [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Kräftiger Elektromotor, im Modus „Normal“ wird nur wenig rekuperiert, in „Range“ ist das Bremspedal dagegen meist überflüssig – die Kriechfunktion ist dann jedoch deaktiviert, was Rangieren erschwert.  Fahrwerk & Traktion - Trotz kurzem Radstand erstaunlich guter Federungskomfort. Flink in Kurven, am Limit sanft untersteuernd, niemals giftig. Indirekte, aber feinfühlige Lenkung. Gute Bremsen, Traktion weitgehend ­vorhanden.   Bedienung & Multimedia - Bequeme Sitze. Gut abzulesende Digital-Instru­mente. Touchscreen im Breitformat mit guter Reaktionszeit und hoher Auflösung. Etwas verspieltes, aber leicht durchschaubares Multimediasystem. Klima- und Lautstärken-Verstellung über große Tasten bzw. Drehregler zwischen den Vordersitzen. City-Plus: kleiner Wendekreis. Ausreichend Ablagen. Innen- & Kofferraum - Vorne ausreichend Platz, im Fond geht es aber eng zu – immerhin einfacher Zustieg über die Zusatztür. Kleiner, gut nutzbarer Kofferraum. Ladeboden nach Umlegen der 1:1-Fondlehne mit großer Stufe.   Dran & Drin - Als „La Prima“ ziemlich gut ausgestattet, dazu optisch hochwertig (z. B. Armaturenbrett und Sitzbezüge in Ledernachbildung). Außerdem Serie: schlüsselloser Zugang und 17-Zöller. 10,25 Zoll Touchscreen, DAB-Tuner, Smartphone-Anbindung, Navi und Klimaautomatik sind freilich schon beim 5100 Euro billigeren „Icon“ an Bord. Schutz & Sicherheit - Voll ausgerüstet: Adaptiv-Tempomat, Querverkehrs- und Spurhalte- bzw. Spurfolge-Assistent sowie Verkehrszeichenerkennung – alles serienmäßig. Dazu übliches Airbag-Aufgebot. Reichweite & Laden - In Sachen Verbrauch konnte die niedrige Werksangabe nicht ganz erreicht werden, mit immer noch braven 16,5 kWh sind aber 250 Kilometer realistisch. Lobenswert: Dank 85 kW-Gleichstrom-Lademöglichkeit in rund einer halben Stunde zu 80 Prozent voll.  Preis & Kosten - Die fünftürigen Peugeot 208 und Honda e sind in der jeweiligen Top-Version eine Spur teurer, der dreitürige und stärkere Mini Cooper S ist bei schlechterer Ausstattung etwas günstiger. Für das verpflichtende Jahresservice stehen zahlreiche Betriebe parat. Mäßige zwei Jahre Garantie, Wertentwicklung schwer einzuschätzen.  [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1650461580169{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1650461318863{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Luxus-Feeling dank „La Prima“-Trimm: Zweifarben-­Bezüge, moderner Multi­media-Schirm, induktives ­Handyladen, volle Assistenz-Ausstattung. [/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43d736-998d"][vc_column_text]Synchronmotor, Spitzenleistung 118 PS (87 kW), Dauerleistung 58 PS…

7.8

FAZIT

Gelungen, aber teuer: der bislang praktischste Elektro-500er.

Motor & Getriebe
Motor & Getriebe
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Reichweite & Laden
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
8

Synchronmotor, Spitzenleistung 118 PS (87 kW), Dauerleistung 58 PS (43 kW), max. Drehmoment 220 Nm, Akku (netto) 37,3 kWh, Vorderradantrieb mit fixer Übersetzung, Scheibenbremsen v (bel.), L/B/H 3632/1683/1527 mm, Radstand 2322 mm, 4 Sitze, Wendekreis 9,7 m, Reifendim. 205/45 R 17, Kofferraumvol. 185–550 l, Leergewicht (EU) 1470 kg, zul. Gesamtgewicht 1795 kg, 0–100 km/h 9,0 sec, 60–100 km/h 4,9 sec, Spitze 150 km/h, Steuer (jährl.) keine, Werkstätten in Österreich 145, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbr. kombiniert 14,6 kWh, Testverbrauch 16,5 kWh, Reichweite Norm/Test 305/255 km, Ladedauer bei 11 kW (100%) 4,25 Std, bei 85 kW Gleichstrom (80%) 35 Min

sechs Airbags, Notbrems-, Spurhalte-, Spurführungs- und Toterwinkel-Assistent, Adaptiv-Tempomat, Verkehrszeichen-Erkennung, LED-Scheinwerfer, Licht-, Regen- und Fernlicht-Sensor, Digital-Instrumente, 10,25 Zoll-Touchscreen-Multimediasystem, 2x USB, Android Auto und Apple CarPlay, Navigation, DAB-Tuner, induktives Smartphone-Laden, Klimaautomatik, Innenspiegel aut. abblendbar, akust. Einparkhilfe v+h, Rückfahrkamera, Einparkhilfe rundum, schlüsselloser Zugang, Kunstlederpolsterung, 17 Zoll-Aluräder, „Mode 3“-Kabel etc.

Stau-Assistent (Spurführungs-Assistent sowie Adaptiv-Tempomat mit Stop & Go-Funktion) € 300,–, Alarmanlage € 348,–, Panoramaglasdach € 600,–, abgedunkelte Fondscheiben € 180,–, Vordersitze und Windschutzscheibe heizbar € 420,–, Metallic-/Dreischicht-Lack € 600,–/1920,– etc. 

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