Test: Fiat Punto Evo 1,4 MultiAit T-Jet Sport

2. März 2010
Keine Kommentare
5.058 Views
Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Fiat
Klasse:Kleinwagen
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:135 PS
Testverbrauch:7,4 l/100km
Modelljahr:2010
Grundpreis:19.190 Euro

Grande Punto war einmal. In Zeiten wie diesen hielt Fiat den großen Namens-Zu­satz für wenig verkaufsfördernd und evolutionierte seinen Viermeter-Kleinwagen zum Punto Evo. Dafür, dass das neue Anhängsel keine falschen Hoffnungen weckt, sorgt beim Testwagen, dem Spitzenmodell der Palette, ein 1400er-Turbo mit revo­lutionärer MultiAir-Technik – wir erinnern uns: Da fehlt die Einlass-No­cken­welle, die Beatmungs-Ventile werden elektrohydraulisch gesteuert.

Richtig umfangreich, um nicht zu sagenverwirrend, ist in jedem Fall die Punto-Palette. Es gibt noch den Ur-Punto namens Classic, den Nachfolger Grande Punto – und jetzt eben noch zusätzlich den daraus abgeleiteten Evo. Diesen wiederum kann man in einer Normal-Version haben oder in der dy­nami­sche­ren Linea Spor­tiva, hier wie dort wahlweise mit drei oder fünf Türen.

Das einst großzügige Raumangebot ist aufgrund stark gewordener Mitbewerber nicht mehr ganz so beeindruckend, dafür wirkt der Punto ausgereifter denn je, wenn­gleich nicht frei von kleinen Schwächen. Preislich freilich kann Fiats Punkt punkten wie eh und je – selbst als Turbo-Topmodell.

Fahren & Fühlen – Bullig und spontan geht der 1400er-Turbo zur Sache. Die Schaltung dürfte ruhig weniger hakelig sein, die durc­h­aus direkte Lenkung verlor mit der Modellpflege an Schwam­mig­keit. Sport­­fahr­werk mit ausreichend Restkomfort, polterfrei, aber mit leichter Stucker-Nei­gung. Sicher unter­steuernd in schnellen Kurven, keine Last­wechsel-Tücken. Trak­tion OK. Brem­sen nicht ganz fein zu dosieren, aber wir­kungsvoll & standfest. Gute Sportsitze mit mittelmäßigem Seitenhalt.

Platz & Nutz – Ordentliche Platzverhältnisse für vier Passagiere. Kofferraum ebenfalls überm Klas­­­senschnitt, da stört nur die hohe Ladekante. Nur kleine Stufen nach Fondsitze-Umlegen. Genug brauchbare Ablagen, einige praktische Features (Bergan­fahrhilfe, Komfort-Blinken, One Touch-Fensterheber etc.), gute Sitz­posi­tion. Minus: Tank­deckel extra zu sperren.

Dran & Drin – Der 710 Euro teurere „Sport“ toppt den „Sportiva“ u. a. mit größeren Alus, diversen Optik-Gimmicks und Sportsitzen sowie einer Bluetooth- und USB-Schnittstelle. Fair gepreiste Extras, optischer Individualisierungs-Spielraum fast wie bei Mase­rati. Schickes Design, besonders innen, Materialien fast durchgehend hochwertig, Ver­arbei­tung recht solide. Auch dreitürig zu haben (minus 600 Euro).

Sicher & Grün – Airbag-Anzahl überm Klassenschnitt, dazu die üblichen E-Helfer und Isofix. Gegen Aufpreis: Reifendruckkontrolle sowie aktive Kopfstützen vorne und dritte Fond-Kopf­stütze hinten. Umwelt-Plus: Start/Stopp-System und Schaltanzeige. Verbrauch angemessen, wenn auch deutlich über der optimistischen Werksangabe.

Preis & Kosten – Ausstattungsbereinigt kosten ähnlich viele PS bei der Kleinwagen-Konkurrenz durch­wegs mehr. Mittelmäßiger Garantie-Umfang, dafür lange Service-Intervalle. Wiederverkauf ob starkem Benziner nicht unproblematisch.

#1

Punto-Innenraum: Charmant umgestylt, allein die Hartplastik-Oberfläche wirkt etwas billig.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Grande Punto war einmal. In Zeiten wie diesen hielt Fiat den großen Namens-Zu­satz für wenig verkaufsfördernd und evolutionierte seinen Viermeter-Kleinwagen zum Punto Evo. Dafür, dass das neue Anhängsel keine falschen Hoffnungen weckt, sorgt beim Testwagen, dem Spitzenmodell der Palette, ein 1400er-Turbo mit revo­lutionärer MultiAir-Technik – wir erinnern uns: Da fehlt die Einlass-No­cken­welle, die Beatmungs-Ventile werden elektrohydraulisch gesteuert. Richtig umfangreich, um nicht zu sagenverwirrend, ist in jedem Fall die Punto-Palette. Es gibt noch den Ur-Punto namens Classic, den Nachfolger Grande Punto – und jetzt eben noch zusätzlich den daraus abgeleiteten Evo. Diesen wiederum kann man in einer Normal-Version haben oder in der dy­nami­sche­ren Linea Spor­tiva, hier wie dort wahlweise mit drei oder fünf Türen. Das einst großzügige Raumangebot ist aufgrund stark gewordener Mitbewerber nicht mehr ganz so beeindruckend, dafür wirkt der Punto ausgereifter denn je, wenn­gleich nicht frei von kleinen Schwächen. Preislich freilich kann Fiats Punkt punkten wie eh und je – selbst als Turbo-Topmodell.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Fahren & Fühlen - Bullig und spontan geht der 1400er-Turbo zur Sache. Die Schaltung dürfte ruhig weniger hakelig sein, die durc­h­aus direkte Lenkung verlor mit der Modellpflege an Schwam­mig­keit. Sport­­fahr­werk mit ausreichend Restkomfort, polterfrei, aber mit leichter Stucker-Nei­gung. Sicher unter­steuernd in schnellen Kurven, keine Last­wechsel-Tücken. Trak­tion OK. Brem­sen nicht ganz fein zu dosieren, aber wir­kungsvoll & standfest. Gute Sportsitze mit mittelmäßigem Seitenhalt. Platz & Nutz - Ordentliche Platzverhältnisse für vier Passagiere. Kofferraum ebenfalls überm Klas­­­senschnitt, da stört nur die hohe Ladekante. Nur kleine Stufen nach Fondsitze-Umlegen. Genug brauchbare Ablagen, einige praktische Features (Bergan­fahrhilfe, Komfort-Blinken, One Touch-Fensterheber etc.), gute Sitz­posi­tion. Minus: Tank­deckel extra zu sperren. Dran & Drin - Der 710 Euro teurere „Sport“ toppt den „Sportiva“ u. a. mit größeren Alus, diversen Optik-Gimmicks und Sportsitzen sowie einer Bluetooth- und USB-Schnittstelle. Fair gepreiste Extras, optischer Individualisierungs-Spielraum fast wie bei Mase­rati. Schickes Design, besonders innen, Materialien fast durchgehend hochwertig, Ver­arbei­tung recht solide. Auch dreitürig zu haben (minus 600 Euro). Sicher & Grün - Airbag-Anzahl überm Klassenschnitt, dazu die üblichen E-Helfer und Isofix. Gegen Aufpreis: Reifendruckkontrolle sowie aktive Kopfstützen vorne und dritte Fond-Kopf­stütze hinten. Umwelt-Plus: Start/Stopp-System und Schaltanzeige. Verbrauch angemessen, wenn auch deutlich über der optimistischen Werksangabe. Preis & Kosten - Ausstattungsbereinigt kosten ähnlich viele PS bei der Kleinwagen-Konkurrenz durch­wegs mehr. Mittelmäßiger Garantie-Umfang, dafür lange Service-Intervalle. Wiederverkauf ob starkem Benziner nicht unproblematisch.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1493712881750{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1493712451692{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Punto-Innenraum: Charmant umgestylt, allein die Hartplastik-Oberfläche wirkt etwas billig.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-3247e1ce-ac61"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1368 ccm, 99 kW (135 PS) bei 5000/min, max. Drehmoment 206 Nm bei 1750/min, Fünfgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4065/1687/1490 mm, Radstand 2510 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,9 m, Reifen­dimension 205/45 R 17, Tankinhalt 45 l, Reichweite (bis Tankreserve) 515 km, Koffer­raumvolumen 275–1030 l, Leergewicht 1170 kg, zul. Gesamtgewicht 1730 kg, max. Anh.-Last 1000 kg, 0–100 km/h 8,9 sec, 60–100 km/h (im 4. Gang) 8,3 sec, Spitze 200 km/h, Steuer (jährl.) € 495,–, Werkstätten in Österreich 158, Inspek­tion/Öl­wechsel alle 30.000/30.000 km, Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 7,3/4,6/5,6 l, Testver­brauch…

7.6

FAZIT

Kein pubertärer GTI, sondern ein souverän motorisierter Kleinwagen.

Fahren & Fühlen
Platz & Nutz
Dran & Drin
Sicher & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : Sei der Erste !
8

R4, 16V, Turbo, 1368 ccm, 99 kW (135 PS) bei 5000/min, max. Drehmoment 206 Nm bei 1750/min, Fünfgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4065/1687/1490 mm, Radstand 2510 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,9 m, Reifen­dimension 205/45 R 17, Tankinhalt 45 l, Reichweite (bis Tankreserve) 515 km, Koffer­raumvolumen 275–1030 l, Leergewicht 1170 kg, zul. Gesamtgewicht 1730 kg, max. Anh.-Last 1000 kg, 0–100 km/h 8,9 sec, 60–100 km/h (im 4. Gang) 8,3 sec, Spitze 200 km/h, Steuer (jährl.) € 495,–, Werkstätten in Österreich 158, Inspek­tion/Öl­wechsel alle 30.000/30.000 km, Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 7,3/4,6/5,6 l, Testver­brauch 7,4 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 129/178 g/km

Front- und vordere Seitenairbags, durchgehende Kopfairbag-Vor­hän­ge, Knieairbag fahrerseitig, el. Stabilitätskontrolle, Start/Stopp-System, Isofix-Halte­run­gen, Berganfahrhilfe, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht, Kli­maanlage, beheizbare E-Außenspiegel, 17 Zoll-Aluräder, Sportfahrwerk, Sportsitze, E-Fenster­heber v, Bord­computer, CD-Ra­dio mit 6 LS sowie USB-Anschluss und Lenkrad-FB, Bluetooth-Frei­sprecheinrichtung etc.

dritte Fond-Kopfstütze € 69,–, aktive Kopfstützen v € 189,–, Reifendruckkontrol­le € 277,–, E-Fensterheber h € 204,–, E-Panoramadach € 945,–, Einparkhilfe h € 189,–, Metallic-Lackierung € 428,–, Bremssättel rot € 170,–, Komfort-Paket (Sitz­hei­zung v, E-Fensterheber h, Regensensor, autom. abblend. Innenspiegel) € 365,–, 160W-Hifi-Anlage plus 60W-Subwoofer € 353,–, Spracheingabe-Navi € 340,–, Zweizonen-Kli­ma­automatik € 479,–, Mittelarmlehne vorne plus E-Lendenwirbelstütze fahrer­seitig € 378,– (inkl. Lederpolsterung € 1827,–), abgedunkelte Fond-Scheiben € 101,–, Aluräder „Bicolore“ € 95,–, Tem­pomat € 252,– etc.

Zubehör: Kofferraum-Netze € 114,–, TomTom-Aufsteck-Navi € 349,–, iPod/iPhone-Schnittstelle € 90,– etc.