Test: Hyundai IONIQ Elektro Level 6

30. Januar 2020
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Hyundai
Klasse:Kompaktwagen
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Elektro
Leistung:136 PS
Testverbrauch:14,0 kWh/100km
Modelljahr:2020
Grundpreis:40.690 Euro

Nach drei Jahren gönnte Hyundai seiner Wundertüte IONIQ eine Auffrischung. Wundertüte deshalb, weil erstens in drei Versionen erhältlich – Hybrid, ­Plug-In-Hybrid und Elektro –, und weil zweitens die elegante Liftback-Gestalt ein unerwartet gutes Platzangebot offeriert. Neu ist die Nase, deren Kühlergrill deutlich eleganter wirkt und auch mehr kann als zuvor: Zwei unauffällige Klappen sorgen dafür, dass im Fall größeren Kühlbedarfs mehr Luft ans Gerät kommt.

Innen fällt der vergrößerte und nunmehr tablet-artig aufgesetzte Touchscreen auf, der deutlich besser im Sichtfeld liegt als beim Vorgänger. Rekuperiert wird wie gehabt vierstufig, von null („Segeln“) bis drei (sehr stark). Damit kann man nach wie vor manuell über Schaltpaddels spielen, oder man verlässt sich auf die neue Automatik, die die Rekuperation bei Bergabfahrt oder beim Heranrollen an langsamere Fahrzeuge selbsttätig erhöht – was hervorragend funktioniert. 

Nett, dass der neue IONIQ um 16 PS aufgepowert wurde, viel netter aber ist die um gut 10 kWh vergrößerte Batterie-Kapazität, die jetzt praxistaugliche Reichweiten an die 300 Kilometer zulässt. Bei kühlen Herbsttemperaturen reichte es in unserem Test immerhin noch für 275 Kilometer. 

Motor & Getriebe – Durchaus temperamentvoller (besonders im Sport-Modus), definitiv drehmomentstarker Elektromotor. Naturgemäß keine Schaltrucke – ebenso dezent: die Geräuschkulisse im Innenraum.

Fahrwerk & Traktion – Ausgewogener Federungskomfort, im Grenzbereich recht neutral, ESP regelt früh und rigoros. Agil-direkte, aber um die Mittellage etwas synthetische Lenkung. Solide, nicht besonders feinfühlig ansprechende Bremsen, Traktion ohne Tadel.

Cockpit & Bedienung – Der vergrößerte Touchscreen im Tablet-Stil liegt im optimalen Sichtfeld, die Bedienung ist logisch und intuitiv. Sehr gut: die intelligente Rekuperation. Über die neue „BlueLink“-App kann man z. B. Ladevorgänge von außen steuern. Gute Sitze, bescheidene Sicht nach hinten.

Innen- & Kofferraum – Viel Ellbogen- und Beinfreiheit, nur für die Köpfe der Fondpassagiere wird es knapp – mit Aufpreis-Schiebedach auch für jene der vorne Sitzenden. Der Kofferraum ist gut zugänglich, vernünftig groß und ohne Stufe 2:1 erweiterbar. Genügend Ablagen.

Dran & Drin – Mit Level 6 erhält man die „Wunschlos glücklich“-Vollausstattung. Weniger Verwöhnte geben sich mit Level 3, 4 oder 5 zufrieden und sparen bis zu 5000 Euro. Als Extra ist die Wärmepumpe (stromsparendes Heizen) empfehlenswert. Gute Materialqualität, Top-Verarbeitung.

Schutz & Sicherheit – Sieben Airbags plus jede Menge an Assistenzsystemen serienmäßig dabei. Der EuroNCAP-Crashtest verlief ebenfalls hervorragend.

Reichweite & Laden – Die Batterie wurde größer, ist deshalb aber nicht groß – Reichweiten an die 300 Kilometer sind bei milden Außentemperaturen möglich. Laden mit Gleichstrom via CCS-Stecker gelingt mit bis zu 50 kWh, Wechselstrom-Laden wird vom Onboard-Wandler mit mäßigen 7 kWh limitiert.

Preis & Kosten – Das Facelift des IONIQ kostet etwas mehr als der Nissan Leaf (150 PS). Bescheidener Verbrauch, selbst bei höherem Tempo. Konservative Service-Intervalle, großzügige Garantie, dichtes Werkstatt-Netz.

IONIQ-Cockpit: trotz vieler Funktionen vorbildlich übersichtlich und intuitiv bedienbar.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Nach drei Jahren gönnte Hyundai seiner Wundertüte IONIQ eine Auffrischung. Wundertüte deshalb, weil erstens in drei Versionen erhältlich – Hybrid, ­Plug-In-Hybrid und Elektro –, und weil zweitens die elegante Liftback-Gestalt ein unerwartet gutes Platzangebot offeriert. Neu ist die Nase, deren Kühlergrill deutlich eleganter wirkt und auch mehr kann als zuvor: Zwei unauffällige Klappen sorgen dafür, dass im Fall größeren Kühlbedarfs mehr Luft ans Gerät kommt. Innen fällt der vergrößerte und nunmehr tablet-artig aufgesetzte Touchscreen auf, der deutlich besser im Sichtfeld liegt als beim Vorgänger. Rekuperiert wird wie gehabt vierstufig, von null („Segeln“) bis drei (sehr stark). Damit kann man nach wie vor manuell über Schaltpaddels spielen, oder man verlässt sich auf die neue Automatik, die die Rekuperation bei Bergabfahrt oder beim Heranrollen an langsamere Fahrzeuge selbsttätig erhöht – was hervorragend funktioniert.  Nett, dass der neue IONIQ um 16 PS aufgepowert wurde, viel netter aber ist die um gut 10 kWh vergrößerte Batterie-Kapazität, die jetzt praxistaugliche Reichweiten an die 300 Kilometer zulässt. Bei kühlen Herbsttemperaturen reichte es in unserem Test immerhin noch für 275 Kilometer. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Durchaus temperamentvoller (besonders im Sport-Modus), definitiv drehmomentstarker Elektromotor. Naturgemäß keine Schaltrucke – ebenso dezent: die Geräuschkulisse im Innenraum. Fahrwerk & Traktion - Ausgewogener Federungskomfort, im Grenzbereich recht neutral, ESP regelt früh und rigoros. Agil-direkte, aber um die Mittellage etwas synthetische Lenkung. Solide, nicht besonders feinfühlig ansprechende Bremsen, Traktion ohne Tadel. Cockpit & Bedienung - Der vergrößerte Touchscreen im Tablet-Stil liegt im optimalen Sichtfeld, die Bedienung ist logisch und intuitiv. Sehr gut: die intelligente Rekuperation. Über die neue „BlueLink“-App kann man z. B. Ladevorgänge von außen steuern. Gute Sitze, bescheidene Sicht nach hinten. Innen- & Kofferraum - Viel Ellbogen- und Beinfreiheit, nur für die Köpfe der Fondpassagiere wird es knapp – mit Aufpreis-Schiebedach auch für jene der vorne Sitzenden. Der Kofferraum ist gut zugänglich, vernünftig groß und ohne Stufe 2:1 erweiterbar. Genügend Ablagen. Dran & Drin - Mit Level 6 erhält man die „Wunschlos glücklich“-Vollausstattung. Weniger Verwöhnte geben sich mit Level 3, 4 oder 5 zufrieden und sparen bis zu 5000 Euro. Als Extra ist die Wärmepumpe (stromsparendes Heizen) empfehlenswert. Gute Materialqualität, Top-Verarbeitung. Schutz & Sicherheit - Sieben Airbags plus jede Menge an Assistenzsystemen serienmäßig dabei. Der EuroNCAP-Crashtest verlief ebenfalls hervorragend. Reichweite & Laden - Die Batterie wurde größer, ist deshalb aber nicht groß – Reichweiten an die 300 Kilometer sind bei milden Außentemperaturen möglich. Laden mit Gleichstrom via CCS-Stecker gelingt mit bis zu 50 kWh, Wechselstrom-Laden wird vom Onboard-Wandler mit mäßigen 7 kWh limitiert. Preis & Kosten - Das Facelift des IONIQ kostet etwas mehr als der Nissan Leaf (150 PS). Bescheidener Verbrauch, selbst bei höherem Tempo. Konservative Service-Intervalle, großzügige Garantie, dichtes Werkstatt-Netz.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1580384821897{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1580383281633{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]IONIQ-Cockpit: trotz vieler Funktionen vorbildlich übersichtlich und intuitiv bedienbar.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43eda6-a398"][vc_column_text]Permanent-Synchronmotor, Spitzenleistung 136 PS (100 kW), Dauerleistung 34,4 PS (25,3 kW), max. Drehmoment 295 Nm, Lithium-Ionen-Akku 38,3 kWh, Vorderradantrieb mit fixer Übersetzung, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4470/1820/1450 mm,…

7.8

FAZIT

Gelungener Strom-Allrounder, nach der Modellpflege wieder topmodern.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Reichweite & Laden
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
8

Permanent-Synchronmotor, Spitzenleistung 136 PS (100 kW), Dauerleistung 34,4 PS (25,3 kW), max. Drehmoment 295 Nm, Lithium-Ionen-Akku 38,3 kWh, Vorderradantrieb mit fixer Übersetzung, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4470/1820/1450 mm, Radstand 2700 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m, Reifendimension 205/60 R 16 (Testwagen-Bereifung Bridgestone Blizzak LM005), Reichweite 275 km, Kofferraumvolumen 357–1417 l, Leergewicht 1575 kg, zul. Gesamtgewicht 1970 kg, max. Anh.-Last –, 0–100 km/h 9,9 sec, 60–100 km/h 5,4 sec, Spitze 165 km/h, Steuer (jährl.) keine, Werkstätten in Österreich 147, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Norm-/Testverbrauch 13,8/14,0 kWh, Ladedauer bei 4,6 kW (100%) 9 Std., bei 50 kW Gleichstrom (80%) 57 min

Front- und vordere Seiten­airbags, durchgehende Kopfairbag-Vorhänge, Fahrer-Knieairbag, Notbrems-Assistent inkl. Fußgänger- und Radfahrer-Erkennung, Spurhalte-, Spurfolge- und Toterwinkel-Assistent, Müdigkeits- und Verkehrszeichen-Erkennung, Querverkehrswarner h, Radar-Tempomat, Berganfahr-Hilfe, LED-Scheinwerfer, Navigationssystem mit 10,25 Zoll-Touch­ screen, Klimaautomatik, Lederpolsterung, HiFi-Audiosystem mit 8 LS, DAB-Tuner und USB-An­schluss, Bluetooth mit Spracherkennung für Telefon und Audio, induktives Smartphone-Laden, Apple CarPlay & Android Auto, Digital-Cockpit, aut. abblend. Innenspiegel, el. klappbare Außenspiegel, Licht-, Regen- und Fernlicht-Sensor, Rückfahrkamera, akust. Einparkhilfe v+h, schlüsselloser Zugang, Lenkradheizung, Alarmanlage, Ambiente-Beleuchtung, E-Fahrersitz mit Memory, Sitzheizung v+h, Sitzbelüftung v, abgedunkelte Scheiben h, Ladekabel für Schuko und Typ 2, Alufelgen etc.

E-Glasschiebedach € 700,–, Wärmepumpe € 1200,–

1 Kommentare

  1. 275 Kilometer für über 40.000 Eier ist ein Witz ……..

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