Test: Jaguar F-Pace D300 AWD SE

15. Juli 2021
631 Views
Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Jaguar
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:300 PS
Testverbrauch:8,2 l/100km
Modelljahr:2021
Grundpreis:84.812 Euro

Fünf Jahre hat der F-Pace bereits auf dem Katzenbuckel, vor kurzem gönnte Jaguar seinem großem SUV eine umfangreiche Modellpflege. Optisch sind die Änderungen vor allem vorne zu erkennen: Leuchten, Schürze, Grill, Motorhaube – alles neu. Am meisten tat sich allerdings im Interieur, das Cockpit zeigt sich nicht nur optisch umgekrempelt, sondern in Sachen Haptik extrem verbessert – so ein Lenkrad, so ein hochwertiger Touchscreen und so feine Materialien (Holz, Leder, Metall) würden auch einem Bentley stehen. Dazu ist der Automatik-Wählhebel nun nicht mehr als ­Drehregler ausgeführt, sondern als konventioneller Stick, außerdem wanderte die Fensterheber-Klaviatur an einen besseren Platz an der Fahrertür-Verkleidung.

Auch antriebstechnisch tat sich einiges, neben einem Plug-In-Hybrid gibt es Mildhybrid-Support für alle Triebwerke bis auf den Basis-Benziner – so auch für den neuen Top-Diesel. Drei Liter Hubraum hat er nach wie vor, doch die sechs Zylinder stehen nun in Reihe und nicht im V. Bei unverändert 300 PS nahm das Drehmoment etwas ab, doch es steht nun deutlich früher an – und zusätzlichen Elektro-Schub gibt es ja auch noch wie erwähnt. Alles eitel Wonne also? Nicht ganz, beim Praxis-Verbrauch bilanzierte der D300 doch spürbar über seinem Vorgänger. 

Motor & Getriebe – Der laufruhige Reihensechszylinder-Diesel bietet vom Leerlauf weg (unterstützt vom E-Motor des Mildhybrid-Systems) mehr als genug Punch, die Automatik schaltet weich und halbwegs flott.

Fahrwerk & Traktion – Trotz straffer Abstimmung selbst mit den optionalen 21-Zöllern nicht unkomfortabel. Im Grenzbereich sicher untersteuernd, aber nicht lastwechsel-immun. Sehr gute Bremsleistung. Lenkung prä­zise und für einen SUV durchaus direkt, dank Allrad keine Traktions-Probleme.

Bedienung & Multimedia – Tadellose Sitzposition, gut ablesebare Digital-Instrumente, das Multimediasystem mit dem großen hochauflösenden Touchscreen ist rasch durchschaut. Mittelmäßige Sprachsteuerung. Die vielen Softtouch-Tasten verlangen nach festem Druck (v.a. am Lenkrad). Smartphone-Spiegelung Serie, induktives Handyladen um 360 Euro, WiFi-Hotspot um 432 Euro, USB-Slots im Fond um 177 Euro. Viele Ablagen. Rundumkameras zum Glück Serie. 

Innen- & Kofferraum – Mit Ausnahme der mäßigen Fond-Kopffreiheit tadellose Innen-Maße, der gut nutzbare Kofferraum (mit großem Kellerfach) rangiert vom Volumen her überm Klassenschnitt. Keine Stufe nach Umlegen der 2:1:2-Fondlehnen. Um 300 Euro gibt es ein ­Paket mit Schienen, Trenn-Netz und vom Gepäckraum aus entriegelbaren Fondlehnen.  

Dran & Drin – In der dritten von vier Ausstattungsstufen schon sehr gut bestückt (Leder, Navi, E-Sitze, 20-Zöller), dennoch gibt es einige Extras. Saubere und solide Verarbeitung, überaus hochwertige Materialien.

Schutz & Sicherheit – Mittelmäßige Mitgift an Luftpolstern und E-Helfern, das Fahrassistenz-Paket sollte man sich allein des Abstandsregel-Tempomaten wegen nehmen.

Preis & Kosten – Die etwas kleineren BMW X3 und Audi Q5 sind deutlich billiger, ebenfalls günstiger gibt es den stärkeren Mercedes GLC, in Sachen Ausstattung sind die Deutschen freilich weit weniger luxuriös. Etwas teurer: Plattform-Bruder Range Rover Velar. Fein: drei Jahre Garantie, in dieser Zeit auch Gratis-Service, lange Inspektions-Intervalle. Minus: dünnes Werkstatt-Netz. Verbrauch gerade noch im Rahmen.

Das Cockpit des F-Pace gewann mit der Modellpflege extrem an Stil, die Material-Qualität sucht ihresgleichen.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Fünf Jahre hat der F-Pace bereits auf dem Katzenbuckel, vor kurzem gönnte Jaguar seinem großem SUV eine umfangreiche Modellpflege. Optisch sind die Änderungen vor allem vorne zu erkennen: Leuchten, Schürze, Grill, Motorhaube – alles neu. Am meisten tat sich allerdings im Interieur, das Cockpit zeigt sich nicht nur optisch umgekrempelt, sondern in Sachen Haptik extrem verbessert – so ein Lenkrad, so ein hochwertiger Touchscreen und so feine Materialien (Holz, Leder, Metall) würden auch einem Bentley stehen. Dazu ist der Automatik-Wählhebel nun nicht mehr als ­Drehregler ausgeführt, sondern als konventioneller Stick, außerdem wanderte die Fensterheber-Klaviatur an einen besseren Platz an der Fahrertür-Verkleidung. Auch antriebstechnisch tat sich einiges, neben einem Plug-In-Hybrid gibt es Mildhybrid-Support für alle Triebwerke bis auf den Basis-Benziner – so auch für den neuen Top-Diesel. Drei Liter Hubraum hat er nach wie vor, doch die sechs Zylinder stehen nun in Reihe und nicht im V. Bei unverändert 300 PS nahm das Drehmoment etwas ab, doch es steht nun deutlich früher an – und zusätzlichen Elektro-Schub gibt es ja auch noch wie erwähnt. Alles eitel Wonne also? Nicht ganz, beim Praxis-Verbrauch bilanzierte der D300 doch spürbar über seinem Vorgänger. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der laufruhige Reihensechszylinder-Diesel bietet vom Leerlauf weg (unterstützt vom E-Motor des Mildhybrid-Systems) mehr als genug Punch, die Automatik schaltet weich und halbwegs flott. Fahrwerk & Traktion - Trotz straffer Abstimmung selbst mit den optionalen 21-Zöllern nicht unkomfortabel. Im Grenzbereich sicher untersteuernd, aber nicht lastwechsel-immun. Sehr gute Bremsleistung. Lenkung prä­zise und für einen SUV durchaus direkt, dank Allrad keine Traktions-Probleme. Bedienung & Multimedia - Tadellose Sitzposition, gut ablesebare Digital-Instrumente, das Multimediasystem mit dem großen hochauflösenden Touchscreen ist rasch durchschaut. Mittelmäßige Sprachsteuerung. Die vielen Softtouch-Tasten verlangen nach festem Druck (v.a. am Lenkrad). Smartphone-Spiegelung Serie, induktives Handyladen um 360 Euro, WiFi-Hotspot um 432 Euro, USB-Slots im Fond um 177 Euro. Viele Ablagen. Rundumkameras zum Glück Serie.  Innen- & Kofferraum - Mit Ausnahme der mäßigen Fond-Kopffreiheit tadellose Innen-Maße, der gut nutzbare Kofferraum (mit großem Kellerfach) rangiert vom Volumen her überm Klassenschnitt. Keine Stufe nach Umlegen der 2:1:2-Fondlehnen. Um 300 Euro gibt es ein ­Paket mit Schienen, Trenn-Netz und vom Gepäckraum aus entriegelbaren Fondlehnen.   Dran & Drin - In der dritten von vier Ausstattungsstufen schon sehr gut bestückt (Leder, Navi, E-Sitze, 20-Zöller), dennoch gibt es einige Extras. Saubere und solide Verarbeitung, überaus hochwertige Materialien. Schutz & Sicherheit - Mittelmäßige Mitgift an Luftpolstern und E-Helfern, das Fahrassistenz-Paket sollte man sich allein des Abstandsregel-Tempomaten wegen nehmen. Preis & Kosten - Die etwas kleineren BMW X3 und Audi Q5 sind deutlich billiger, ebenfalls günstiger gibt es den stärkeren Mercedes GLC, in Sachen Ausstattung sind die Deutschen freilich weit weniger luxuriös. Etwas teurer: Plattform-Bruder Range Rover Velar. Fein: drei Jahre Garantie, in dieser Zeit auch Gratis-Service, lange Inspektions-Intervalle. Minus: dünnes Werkstatt-Netz. Verbrauch gerade noch im Rahmen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1626347299968{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1626346827880{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Das Cockpit des F-Pace gewann mit der Modellpflege extrem an Stil, die Material-Qualität sucht ihresgleichen.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43ef1d-ef79"][vc_column_text]R6, 24V, Doppel-Turbo, 2996…

7.1

FAZIT

Luxuriöser & hochwertiger Familien-SUV

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R6, 24V, Doppel-Turbo, 2996 ccm, 300 PS (221 kW) bei 4000/min, max. Drehmoment 650 Nm bei 1500–2500/min, 48V-Mildhybrid, E-Motor 20 PS (15 kW), Achtgang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4747/1936/1664 mm, Radstand 2874 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,9 m, Reifendimension 255/50 R 20 (Testwagen-Bereifung 265/45 R 21), Tankinhalt 66 l (AdBlue: 17 l), Reichweite 805 km, Kofferraumvolumen 650–1740 l, Leergewicht (EU) 2083 kg, zul. Gesamtgewicht 2660 kg, max. Anh.-Last 2400 kg, 0–100 km/h 6,4 sec, Spitze 230 km/h, Steuer (jährl.) € 2090,88, Werkstätten in Österreich 18, Service alle 32.000 km (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Normverbrauch kombiniert 7,6 l, Testverbrauch 8,2 l Diesel, CO2 (Norm/Test) 197/216 g/km

sechs Airbags, Spurverlassens-Warner, Notbrems- und Toterwinkel-Assistent, Verkehrszeichenerkennung, LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automatik, Tempomat, Einparkhilfe v+h, Rundumkameras, Spiegel autom. abblend., Lederpolsterung, Holz-Dekor, E-Sitzverstellung, el. klappb. Außenspiegel, Navigation, Audiosystem mit DAB-Tuner und 6 LS, Sprachsteuerung, Multimedia-System mit 12,3 Zoll-Touchscreen, schlüsselloser Zugang, E-Vordersitze mit Memory, el. verstellb. Lenksäule, 20 Zoll-Aluräder, E-Heckklappe etc.

Fahrassistenz-Paket (adaptive Geschwindigkeitsregelung plus Heckkollisions-Vermeidungssystem etc.) € 1408,–, Headup-Display € 1103,–, Einpark-Assistent € 283,–, Sensorsteuerung für E-Heckklappe € 154,–, HiFi-Sound ab € 716,–, 21/22 Zoll-Aluräder ab € 1028,–/3085,–, abgedunkelte Fondscheiben € 441,–, Lenkradheizung € 267,– (inkl. heizb. Windschutzscheibe € 668,–), Massage-Sitze € 770,–, Sitzheizung/-klimatisierung v € 412,–/1285,–, Alu-Dekor € 308,–, Panorama-dach € 1284,– (-schiebedach € 1605,–), E-Fondlehnen € 308,– (inkl. Sitzheizung h € 720,–), Adaptiv-Fahrwerk € 193,–, Metallic-Lack ab € 991,– etc.

Kommentar abgeben