Test: Jaguar XE D180 RWD HSE

7. Oktober 2019
2.005 Views
Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Jaguar
Klasse:Limousine
Antrieb:Hinterrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:180 PS
Testverbrauch:7,4 l/100km
Modelljahr:2019
Grundpreis:54.600 Euro

Wenig überraschend bekommt der Jaguar XE im Zuge des Facelifts neben optischen Neuerungen auch die Technik-Neuheiten des britisch/indischen Konzerns verpasst. Fahrzeug-Einstellungen (z.B. Klima) werden auf dem neuen ­zentralen Display über der Mittelkonsole angezeigt, adjustiert wird alles mittels mehrfach nutzbaren Dreh-und-Drück-Reglern sowie über die beiden Touchscreens. Schaut chic aus, braucht aber etwas Gewöhnung. Der obere Schirm sowie die digitalen Armaturen wurden ebenso erneuert. Weitere Änderungen: ein konventioneller Getriebewahlhebel satt des Drehknopfs und ein sportlicheres Lenkrad mit moderneren Tasten. 

Außerdem bekommt die Raubkatze frische Motoren. Wir testen den Einstiegs-Diesel, der an sich eine solide Wahl darstellt und im Sport-Modus auch für recht passablen Vortrieb sorgt. Doch ist er insgesamt recht laut und nach dem Erwachen aus dem Start/Stopp auch unkultiviert. Abseits davon bleibt der XE ein dynamischer Vertreter seiner Klasse, der vor allem mit der sportlichen Abstimmung dem Ruf der Marke gerecht wird. Noch dazu ist er auf der Langstrecke auch ausreichend komfortabel, wenn auch ob der großen 19-Zöller recht viel Abrollgeräusche in den Innenraum dringen.

Motor & Getriebe – Ausreichend starker Diesel, braucht allerdings Drehzahl um in Fahrt zu kommen, dann aber gute Kraftentfaltung. Die ziemlich weich schaltende Automatik könnte früher hochschalten.

Fahrwerk & Traktion – Sportlich abgestimmtes Fahrwerk mit viel Restkomfort, keine Lastwechsel-Tücken, Heck bricht dank Top-Traktion auf Trockenem nie aus. ­Gute Bremsen gleichermaßen sportliche wie ­fein­­fühlige Lenkung.

Cockpit & Bedienung – Sehr gut Ergonomie, sportliche Sitzposition. Klare (digitale) Anzeigen, das neue Touchscreen-Bediensystem ist freilich ­gewöhnungsbedürftig. Relativ wenig Ablagen, schlechte Sicht nach hinten. Ruppiges Start/Stopp-System.

Innen- & Kofferraum – Gute Platzverhältnisse vorne, hinten etwas geringe Kopffreiheit. Relativ verschachtelter, ob kleiner Öffnung auch schwer zu beladender Kofferraum – immerhin erweiterbar über 2:1- Umlege-Lehnen.

Dran & Drin – Als Topversion HSE gut bestückt, aber auch die Basisversion kann schon mit ­LED-Lichtern, elektrisch verstellbaren Sitzen und Rückfahrkamera punkten. Beim HSE fällt vor allem das feine „Windsor“-Leder auf, auch sonst überwie­gend ansprechende Materialien. Gegen 3200 Euro extra mit Allrad.

Schutz & Sicherheit – Viele Assistenzsysteme serienmäßig, weitere dazukaufbar. Auf der Autobahn nervt ab und an die schlechte Verkehrszeichen-Erkennung. Alle gängigen Luftpolster bis auf Knieairbags vorhanden.

Preis & Kosten – Der Praxis-Verbrauch geht gerade noch in Ordnung. Unterm Strich günstiger als die deutsche Premium-Konkurrenz à la 3er-BMW und Merce­des C. Günstigere Italo-Alternative: Alfa Romeo Giulia. Diesel-Limousinen momentan mit mäßiger Werthaltung. Top: drei Jahre Garantie mit inkludiertem Service.

Das modernisierte Cockpit schafft eine sportlich-luxuriöse Umgebung – vor allem beim HSE dank feinem Windsor-Leder.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wenig überraschend bekommt der Jaguar XE im Zuge des Facelifts neben optischen Neuerungen auch die Technik-Neuheiten des britisch/indischen Konzerns verpasst. Fahrzeug-Einstellungen (z.B. Klima) werden auf dem neuen ­zentralen Display über der Mittelkonsole angezeigt, adjustiert wird alles mittels mehrfach nutzbaren Dreh-und-Drück-Reglern sowie über die beiden Touchscreens. Schaut chic aus, braucht aber etwas Gewöhnung. Der obere Schirm sowie die digitalen Armaturen wurden ebenso erneuert. Weitere Änderungen: ein konventioneller Getriebewahlhebel satt des Drehknopfs und ein sportlicheres Lenkrad mit moderneren Tasten.  Außerdem bekommt die Raubkatze frische Motoren. Wir testen den Einstiegs-Diesel, der an sich eine solide Wahl darstellt und im Sport-Modus auch für recht passablen Vortrieb sorgt. Doch ist er insgesamt recht laut und nach dem Erwachen aus dem Start/Stopp auch unkultiviert. Abseits davon bleibt der XE ein dynamischer Vertreter seiner Klasse, der vor allem mit der sportlichen Abstimmung dem Ruf der Marke gerecht wird. Noch dazu ist er auf der Langstrecke auch ausreichend komfortabel, wenn auch ob der großen 19-Zöller recht viel Abrollgeräusche in den Innenraum dringen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Ausreichend starker Diesel, braucht allerdings Drehzahl um in Fahrt zu kommen, dann aber gute Kraftentfaltung. Die ziemlich weich schaltende Automatik könnte früher hochschalten. Fahrwerk & Traktion - Sportlich abgestimmtes Fahrwerk mit viel Restkomfort, keine Lastwechsel-Tücken, Heck bricht dank Top-Traktion auf Trockenem nie aus. ­Gute Bremsen gleichermaßen sportliche wie ­fein­­fühlige Lenkung. Cockpit & Bedienung - Sehr gut Ergonomie, sportliche Sitzposition. Klare (digitale) Anzeigen, das neue Touchscreen-Bediensystem ist freilich ­gewöhnungsbedürftig. Relativ wenig Ablagen, schlechte Sicht nach hinten. Ruppiges Start/Stopp-System. Innen- & Kofferraum - Gute Platzverhältnisse vorne, hinten etwas geringe Kopffreiheit. Relativ verschachtelter, ob kleiner Öffnung auch schwer zu beladender Kofferraum – immerhin erweiterbar über 2:1- Umlege-Lehnen. Dran & Drin - Als Topversion HSE gut bestückt, aber auch die Basisversion kann schon mit ­LED-Lichtern, elektrisch verstellbaren Sitzen und Rückfahrkamera punkten. Beim HSE fällt vor allem das feine „Windsor“-Leder auf, auch sonst überwie­gend ansprechende Materialien. Gegen 3200 Euro extra mit Allrad. Schutz & Sicherheit - Viele Assistenzsysteme serienmäßig, weitere dazukaufbar. Auf der Autobahn nervt ab und an die schlechte Verkehrszeichen-Erkennung. Alle gängigen Luftpolster bis auf Knieairbags vorhanden. Preis & Kosten - Der Praxis-Verbrauch geht gerade noch in Ordnung. Unterm Strich günstiger als die deutsche Premium-Konkurrenz à la 3er-BMW und Merce­des C. Günstigere Italo-Alternative: Alfa Romeo Giulia. Diesel-Limousinen momentan mit mäßiger Werthaltung. Top: drei Jahre Garantie mit inkludiertem Service.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1570443310521{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1570442316592{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Das modernisierte Cockpit schafft eine sportlich-luxuriöse Umgebung – vor allem beim HSE dank feinem Windsor-Leder.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb439849-0a33"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1999 ccm, 180 PS (132 kW) bei 4000/min, max. Drehmoment 430 Nm bei 1750–2500/min, Achtgang-Automatik, Hinterradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4678/1967/1416 mm, Radstand 2835 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,2 m, Reifendimension 255/35 R 19 (Testwagen-Bereifung Pirelli P Zero), Tankinhalt 56 l (AdBlue: 16 l), Reichweite 760 km, Kofferraumvolumen 410 l, Leergewicht 1640 kg, zul. Gesamtgewicht 2190 kg, max. Anh.-Last 1800 kg, 0–100 km/h 8,1 sec, Spitze 228 km/h, Steuer (jährl.) € 847,44, Werkstätten in Österreich 16, Service alle 34.000…

7.4

FAZIT

Fahrdynamischer Mittelklassler mit britischem Charme

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R4, 16V, Turbo, 1999 ccm, 180 PS (132 kW) bei 4000/min, max. Drehmoment 430 Nm bei 1750–2500/min, Achtgang-Automatik, Hinterradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4678/1967/1416 mm, Radstand 2835 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,2 m, Reifendimension 255/35 R 19 (Testwagen-Bereifung Pirelli P Zero), Tankinhalt 56 l (AdBlue: 16 l), Reichweite 760 km, Kofferraumvolumen 410 l, Leergewicht 1640 kg, zul. Gesamtgewicht 2190 kg, max. Anh.-Last 1800 kg, 0–100 km/h 8,1 sec, Spitze 228 km/h, Steuer (jährl.) € 847,44, Werkstätten in Österreich 16, Service alle 34.000 km (mind. alle 2 Jahre), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 6,2/4,2/4,9 l, Testverbrauch 7,4 l Diesel, CO2 (Norm/Test) 130/195 g/km

Front-, Seitenairbags vorne, durchgehende Kopfairbags, City-Notbremsassistent, aktiver Spurhalte-Assistent, Toterwinkel-Warner, Verkehrszeichen-Erkennung, Radar-Tempomat, LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automatik, Klimaautomatik, Keyless-Go, Einparkhilfe v/h, Innenspiegel autom. abblend., Alarmanlage, Rückfahrkamera, Bluetooth für Telefon und Audio, 12,3 Zoll Touchscreen-Multimedia mit USB/AUX/SD/Bluetooth-Schnittstelle und 11 LS sowie An­­droid Auto und Apple Car Play, Licht- und Regensensor, beheizb. Ledersitze, Außenspiegel el. klappbar, 19 Zoll-Aluräder etc. 

Matrix-LED-Scheinwerfer € 756,–, E-Fahrersitz mit Memory € 383,–, heiz- und kühlbarer E-Fahrersitz mit Memory € 1.392,–, Head-up-Display € 907,–, Meridian-Premium-Soundsystem inkl. 16 Lautsprecher € 834,–, E-Panora­ma-Schiebedach € 1613,–, ­Metallic-Lackierung ab € 897,– etc.

Kommentar abgeben