Test: Kia ProCeed GT-Line 1.5 T-GDI

17. März 2022
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Kia
Klasse:Kombi
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:160 PS
Testverbrauch:6,4 l/100km
Modelljahr:2022
Grundpreis:35.490 Euro

Seit zweieinhalb Jahren verschönert der ProCeed die Palette des Golf-Gegners von Kia, richtig durchsetzen konnte sich der fesche Shooting Brake bislang jedoch nicht: Nur sechs Prozent der Ceed-Kunden konnte er überzeugen. Was sicher nicht an der Optik liegt, sondern vor allem daran, dass es den Sport-Kombi nur mit Top-Aus­stattung gibt – und nicht mit Diesel. In den Genuss des Baureihen-Facelifts kommt jetzt natürlich auch der fesche Lader, so gibt es einen frischen Kühlergrill und darüber das neue Marken-Logo, außerdem eine umgemodelte Frontschürze, am Heck stechen die Richtung Mitte gezogenen Chromleisten der Auspuffblenden ins Auge. Interieur-News: breiterer Multimediaschirm und digitale Instrumente. Ein Feinschliff bei den Assistenzsystemen rundet die Modellpflege ab.

Aus der dreistufigen Antriebs-Palette krallten wir uns für den Test die mittlere Motorisierung – eine gute Wahl: Der 1,5 Liter-Vierzylinder ist bullig genug, durchaus kultiviert und bietet ein recht breit nutzbares Drehzahlband. Dazu ist er kaum durstiger als der spürbar müdere und nur 1400 Euro billigere Dreizylinder sowie deutlich ­sparsamer als der nicht wesentlich bissigere, aber dramatisch teurere Zweiliter. Die klassische goldene Mitte also.

Motor & Getriebe – Der kultivierte Vierzylinder schiebt praktisch ohne Turboloch recht motiviert an, Sound nicht ­sportlich. Schaltung: leichtgängig, kurzwegig, knackig.

Fahrwerk & Traktion – Straff, aber nicht unkomfortabel, in schnellen Kurven sicher und nur mit leichten Lastwechsel-Reaktionen. Traktion auf trockener Fahrbahn gut, 1A-Bremsen, feinfühlige und leichtgängige Lenkung. 

Bedienung & Multimedia – Gute Sitzposition auf feinem Gestühl mit ordentlichem Seitenhalt. Keine Patzer in Sachen ­Bedienung, nur die neue Softtouch-Leiste unterm Touchscreen überzeugt nicht vollauf. Multimediasystem rasch durchschaut und mit praktischen Drehreglern. Digital-Instrumente nett gestaltet, gut ablesbar und ein wenig wandelbar. Serie: Smartphone-Anbindung und induktives Handyladen. Verbesserte Sprachsteuerung, Auto Hold-Funktion für die E-Park­bremse. Rückfahrkamera zum Glück an Bord.

Innen- & Kofferraum – Wenig Kopfraum, Großgewachsene sollten sich das optionale Panoramadach verkneifen. Grundvolumen des Kofferraums sehr gut, beim Maximal-Wert verschenkt der fesche Heck-Abschluss einige Lade-Liter. Ebener Boden auch nach Umlegen der 2:1:2- Fondlehnen. Gepäckraum-Management und Verzurrnetz Serie, E-Heckklappe als Extra.

Dran & Drin – In der einzig verfügbaren Ausstattungs-Variante ziemlich lückenlos bestückt, daher praktisch keine Extras. Mit Automatik samt 48V Mildhybrid-System 3200 Euro teurer. Saubere und solide Verarbeitung, gelungene Material-Wahl.

Schutz & Sicherheit – Normales Airbag-Aufkommen, Radar-Tempomat nur in Verbindung mit Automatik, sonst alle klassenüblichen Assistenzsysteme an Bord – Toterwinkel- und Querverkehrs-Assistent agieren nun aktiv. 

Preis & Kosten – Der einzige echte Konkurrent, Mercedes’ CLA Shooting Brake, ist rund 1000 Euro teurer und bei weitem nicht so üppig bestückt. Tipp für pragmatischere Autokäufer: Der „normale“ Ceed Kombi ist geräumiger und in vergleichbarer Ausstattung 1100 Euro günstiger. Verbrauch im Rahmen. Fein: sieben Jahre Garantie – das federt den Wertverlust etwas ab. Jahresservice Pflicht, durchaus dichtes Werkstatt-Netz.

Ein unten abgeflachtes Volant haben alle ProCeed – und nun auch digitale Instrumente ­sowie einen breiteren Multimedia-Schirm.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Seit zweieinhalb Jahren verschönert der ProCeed die Palette des Golf-Gegners von Kia, richtig durchsetzen konnte sich der fesche Shooting Brake bislang jedoch nicht: Nur sechs Prozent der Ceed-Kunden konnte er überzeugen. Was sicher nicht an der Optik liegt, sondern vor allem daran, dass es den Sport-Kombi nur mit Top-Aus­stattung gibt – und nicht mit Diesel. In den Genuss des Baureihen-Facelifts kommt jetzt natürlich auch der fesche Lader, so gibt es einen frischen Kühlergrill und darüber das neue Marken-Logo, außerdem eine umgemodelte Frontschürze, am Heck stechen die Richtung Mitte gezogenen Chromleisten der Auspuffblenden ins Auge. Interieur-News: breiterer Multimediaschirm und digitale Instrumente. Ein Feinschliff bei den Assistenzsystemen rundet die Modellpflege ab. Aus der dreistufigen Antriebs-Palette krallten wir uns für den Test die mittlere Motorisierung – eine gute Wahl: Der 1,5 Liter-Vierzylinder ist bullig genug, durchaus kultiviert und bietet ein recht breit nutzbares Drehzahlband. Dazu ist er kaum durstiger als der spürbar müdere und nur 1400 Euro billigere Dreizylinder sowie deutlich ­sparsamer als der nicht wesentlich bissigere, aber dramatisch teurere Zweiliter. Die klassische goldene Mitte also.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der kultivierte Vierzylinder schiebt praktisch ohne Turboloch recht motiviert an, Sound nicht ­sportlich. Schaltung: leichtgängig, kurzwegig, knackig. Fahrwerk & Traktion - Straff, aber nicht unkomfortabel, in schnellen Kurven sicher und nur mit leichten Lastwechsel-Reaktionen. Traktion auf trockener Fahrbahn gut, 1A-Bremsen, feinfühlige und leichtgängige Lenkung.  Bedienung & Multimedia - Gute Sitzposition auf feinem Gestühl mit ordentlichem Seitenhalt. Keine Patzer in Sachen ­Bedienung, nur die neue Softtouch-Leiste unterm Touchscreen überzeugt nicht vollauf. Multimediasystem rasch durchschaut und mit praktischen Drehreglern. Digital-Instrumente nett gestaltet, gut ablesbar und ein wenig wandelbar. Serie: Smartphone-Anbindung und induktives Handyladen. Verbesserte Sprachsteuerung, Auto Hold-Funktion für die E-Park­bremse. Rückfahrkamera zum Glück an Bord. Innen- & Kofferraum - Wenig Kopfraum, Großgewachsene sollten sich das optionale Panoramadach verkneifen. Grundvolumen des Kofferraums sehr gut, beim Maximal-Wert verschenkt der fesche Heck-Abschluss einige Lade-Liter. Ebener Boden auch nach Umlegen der 2:1:2- Fondlehnen. Gepäckraum-Management und Verzurrnetz Serie, E-Heckklappe als Extra. Dran & Drin - In der einzig verfügbaren Ausstattungs-Variante ziemlich lückenlos bestückt, daher praktisch keine Extras. Mit Automatik samt 48V Mildhybrid-System 3200 Euro teurer. Saubere und solide Verarbeitung, gelungene Material-Wahl. Schutz & Sicherheit - Normales Airbag-Aufkommen, Radar-Tempomat nur in Verbindung mit Automatik, sonst alle klassenüblichen Assistenzsysteme an Bord – Toterwinkel- und Querverkehrs-Assistent agieren nun aktiv.  Preis & Kosten - Der einzige echte Konkurrent, Mercedes’ CLA Shooting Brake, ist rund 1000 Euro teurer und bei weitem nicht so üppig bestückt. Tipp für pragmatischere Autokäufer: Der „normale“ Ceed Kombi ist geräumiger und in vergleichbarer Ausstattung 1100 Euro günstiger. Verbrauch im Rahmen. Fein: sieben Jahre Garantie – das federt den Wertverlust etwas ab. Jahresservice Pflicht, durchaus dichtes Werkstatt-Netz.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1647526025816{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1647525599273{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Ein unten abgeflachtes Volant haben alle ProCeed – und nun auch digitale Instrumente ­sowie einen breiteren Multimedia-Schirm.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb4355a9-b232"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1482 ccm, 160 PS (118 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 253 Nm bei 1500–3500/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4605/1800/1422 mm,…

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FAZIT

Mehr Flair und Ausstattung, aber weniger Platz als bei klassischen Kompakt-Kombis.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
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R4, 16V, Turbo, 1482 ccm, 160 PS (118 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 253 Nm bei 1500–3500/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4605/1800/1422 mm, Radstand 2650 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m, Reifendimension 225/45 R 17, Tankinhalt 50 l, Reichweite 780 km, Kofferraumvolumen 594–1545 l, Leergewicht (EU) 1424 kg, zul. Gesamtgewicht 1850 kg, max. Anh.-Last 1410 kg, 0–100 km/h 8,6 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 7,4/9,8 sec, Spitze 210 km/h, Steuer (jährl.) € 613,44, Werkstätten in Österreich 113, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert 5,8 l, Testverbrauch 6,4 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 132/147 g/km

sechs Airbags, Notbrems-assistent mit Fußgänger/Radfahrer-Erkennung, Spurhalte-, Spurfolge-, Toterwinkel- und Querverkehrs-Assistent, Ausstiegs-Warner, Tempomat, Verkehrszeichen-Erkennung, LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automatik, Zweizonen-Klimaautomatik, digitale Instrumente, Velours-/Lederpolsterung, E-Fahrersitz mit Memory, Sitzheizung v+h, 10,25 Zoll-Touchscreen-Multimediasystem mit AUX/USB-Schnittstelle und 8 LS sowie Android Audio & Apple CarPlay, Navi­gation, DAB-Tuner, HiFi-Sound JBL, induktives Handy­laden, Außenspiegel elektr. klappbar, autom. abblend. Innenspiegel, Einparkhilfe v+h, Rückfahrkamera, vier E-Fensterheber, Einpark-Automatik, Licht- und Regensensor, schlüsselloser Zugang, heizbares Multifunktions-Lederlenkrad, 17 Zoll-Aluräder etc.

E-Glas-Hub/Schiebedach plus sensorgesteuerte E-Heckklappe € 1700,–, Metallic/Pearl-Lack € 500,–/600,–

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