Test: Land Rover Discovery Sport D180 AWD S

3. März 2020
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Land Rover
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:180 PS
Testverbrauch:7,8 l/100km
Modelljahr:2020
Grundpreis:55.654 Euro

Der frische Land Rover Discovery Sport wirkt mit unveränderten Abmessungen und nur leichten optischen Modifikationen wie ein Facelift, ist aber im Grunde ein ­neues Auto, weil er auf einer anderen Plattform aufbaut. Die PTA (Premium Transverse Architecture) ist wesentlich steifer und bietet Platz für teil-elektrische Antriebe. Daher sind sämtliche Motoren mit einem Mildhybrid-System ausgestattet, was mehr Schmalz im untersten Drehzahl-Bereich bringt, außerdem schaltet sich der ­Verbrennungsmotor bereits ab, wenn man beim Bremsen oder Ausrollen unter 17 km/h fällt.
Der Discovery Sport ist kein bloßer SUV, sondern tendiert ein Stück in ­Richtung echter Geländewagen. Mit viel Bodenfreiheit samt erhabener Sitzposition, einem auf diverse Untergründe abstimmbaren Allradantrieb und ein paar neuen Gags wie ­„Clearsight Ground View“, das den Vorderwagen via Kamera virtuell durchsichtig macht und so etwa Steine zeigt, die im Weg liegen. Oder „Wade Sensing“, das bei Furt-Durchquerun­gen über die aktuelle Wassertiefe informiert. Ebenfalls nett: Der „Activity Key“, ein Gummi­armband mit Sensor, der das Auto öffnet und versperrt, obwohl der Schlüssel drin liegt. Ideal für sportliche Betätigungen, bei denen man nichts einstecken kann oder mag.

Motor & Getriebe – Der gut gedämmte Zweiliter-Diesel geht mit Elektro-Unterstützung schon von ganz unten raus bullig ans Werk, geschmeidig und früh hochschaltende Neungang-Automatik.

Fahrwerk & Traktion – Direkte Lenkung, recht agiles Handling, Wank-Bewegungen sind aufgrund des hohen Schwerpunkts und der komfortablen Federung unvermeidlich. Im Extremfall drängt das Heck, ESP regelt aber rigoros. Solide Bremsen, Top-Traktion.

Stock & Stein – Untersetzungsgetriebe und mechanische Sperren fehlen, dafür sind Bodenfreiheit, Böschungswinkel und Wattiefe mehr als OK, dazu gibt es ein paar elektronische Offroad-Hilfsmittel sowie natürlich Allradantrieb.

Cockpit & Bedienung – Die Bedienung der zahlreichen Funktionen des Touchscreens und der (optionalen) Digital-Armaturen ist etwas eigenwillig, aber leicht enträtselbar. Sehr gute Sitze, jede Menge Ablagen.

Innen- & Kofferraum – Vorne und im Fond gleichermaßen viel Platz, die Rückbank lässt sich verschieben, ihre Lehnen sind neigungsverstellbar. Die dritte Sitzreihe (Option) reicht nur für Kinder, auch der Zustieg dorthin ist beschwerlich. Sehr großer, gut zugänglicher Kofferraum, allerdings hohe Ladekante.

Dran & Drin – Schon in der getesteten zweiten ­Ausstattungsstufe „S“ fein bestückt, es geht aber noch viel mehr – über die nobleren Varianten SE, HSE, R-Dynamic etc. oder über die zahlreichen, teils teuren Extras. Sympathische Materialien, gute Verarbeitung.

Schutz & Sicherheit – In der neuen Gegenration noch nicht gecrasht, fünf Sterne im Euro-NCAP-Test erzielte aber schon der Vorgänger. Komplette Airbag-Sammlung bis hin zum Luftsack fürs Fahrerknie. Sämtliche Assis­tenzsysteme Serie oder zukaufbar.

Preis & Kosten – Preislich im teuren Umfeld der anderen Premium-Marken. Dünnes Werkstattnetz, dafür lange Service-Intervalle und drei Jahre Garantie. Praxis-Verbrauch absolut im Rahmen.

Disco-Cockpit: nach wie vor robust, aber deutlich nobler und auf Wunsch voll digitalisiert.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der frische Land Rover Discovery Sport wirkt mit unveränderten Abmessungen und nur leichten optischen Modifikationen wie ein Facelift, ist aber im Grunde ein ­neues Auto, weil er auf einer anderen Plattform aufbaut. Die PTA (Premium Transverse Architecture) ist wesentlich steifer und bietet Platz für teil-elektrische Antriebe. Daher sind sämtliche Motoren mit einem Mildhybrid-System ausgestattet, was mehr Schmalz im untersten Drehzahl-Bereich bringt, außerdem schaltet sich der ­Verbrennungsmotor bereits ab, wenn man beim Bremsen oder Ausrollen unter 17 km/h fällt. Der Discovery Sport ist kein bloßer SUV, sondern tendiert ein Stück in ­Richtung echter Geländewagen. Mit viel Bodenfreiheit samt erhabener Sitzposition, einem auf diverse Untergründe abstimmbaren Allradantrieb und ein paar neuen Gags wie ­„Clearsight Ground View“, das den Vorderwagen via Kamera virtuell durchsichtig macht und so etwa Steine zeigt, die im Weg liegen. Oder „Wade Sensing“, das bei Furt-Durchquerun­gen über die aktuelle Wassertiefe informiert. Ebenfalls nett: Der „Activity Key“, ein Gummi­armband mit Sensor, der das Auto öffnet und versperrt, obwohl der Schlüssel drin liegt. Ideal für sportliche Betätigungen, bei denen man nichts einstecken kann oder mag.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der gut gedämmte Zweiliter-Diesel geht mit Elektro-Unterstützung schon von ganz unten raus bullig ans Werk, geschmeidig und früh hochschaltende Neungang-Automatik. Fahrwerk & Traktion - Direkte Lenkung, recht agiles Handling, Wank-Bewegungen sind aufgrund des hohen Schwerpunkts und der komfortablen Federung unvermeidlich. Im Extremfall drängt das Heck, ESP regelt aber rigoros. Solide Bremsen, Top-Traktion. Stock & Stein - Untersetzungsgetriebe und mechanische Sperren fehlen, dafür sind Bodenfreiheit, Böschungswinkel und Wattiefe mehr als OK, dazu gibt es ein paar elektronische Offroad-Hilfsmittel sowie natürlich Allradantrieb. Cockpit & Bedienung - Die Bedienung der zahlreichen Funktionen des Touchscreens und der (optionalen) Digital-Armaturen ist etwas eigenwillig, aber leicht enträtselbar. Sehr gute Sitze, jede Menge Ablagen. Innen- & Kofferraum - Vorne und im Fond gleichermaßen viel Platz, die Rückbank lässt sich verschieben, ihre Lehnen sind neigungsverstellbar. Die dritte Sitzreihe (Option) reicht nur für Kinder, auch der Zustieg dorthin ist beschwerlich. Sehr großer, gut zugänglicher Kofferraum, allerdings hohe Ladekante. Dran & Drin - Schon in der getesteten zweiten ­Ausstattungsstufe „S“ fein bestückt, es geht aber noch viel mehr – über die nobleren Varianten SE, HSE, R-Dynamic etc. oder über die zahlreichen, teils teuren Extras. Sympathische Materialien, gute Verarbeitung. Schutz & Sicherheit - In der neuen Gegenration noch nicht gecrasht, fünf Sterne im Euro-NCAP-Test erzielte aber schon der Vorgänger. Komplette Airbag-Sammlung bis hin zum Luftsack fürs Fahrerknie. Sämtliche Assis­tenzsysteme Serie oder zukaufbar. Preis & Kosten - Preislich im teuren Umfeld der anderen Premium-Marken. Dünnes Werkstattnetz, dafür lange Service-Intervalle und drei Jahre Garantie. Praxis-Verbrauch absolut im Rahmen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1583231164320{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1583230109974{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Disco-Cockpit: nach wie vor robust, aber deutlich nobler und auf Wunsch voll digitalisiert.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43a4ea-085a"][vc_column_text] R4, 16V, Turbo, 1999 ccm, 180 PS (132 kW) bei 4000/min, max. Drehmoment 430 Nm bei 1500–3000/min, Neungang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4597/1894/1727 mm, Radstand 2741 mm, 5–7 Sitze, Wendekreis 11,8 m, Reifendimension 235/60 R 18 (Testwagen-Bereifung Pirelli Scor­pion Winter), Tankinhalt 65 l (AdBlue: 17…

7.3

FAZIT

Gründlich modernisierter Premium-SUV, der auch im Unterholz besteht.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

 R4, 16V, Turbo, 1999 ccm, 180 PS (132 kW) bei 4000/min, max. Drehmoment 430 Nm bei 1500–3000/min, Neungang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4597/1894/1727 mm, Radstand 2741 mm, 5–7 Sitze, Wendekreis 11,8 m, Reifendimension 235/60 R 18 (Testwagen-Bereifung Pirelli Scor­pion Winter), Tankinhalt 65 l (AdBlue: 17 l), Reichweite 830 km, Kofferraumvolumen 157/541–1698 l, Leergewicht 1948 kg, zul. Gesamtgewicht 2750 kg, max. Anh.-Last 2200 kg, 0–100 km/h 9,7 sec, Spitze 202 km/h, Steuer (jährl.) € 847,44, Werkstätten in Österreich 27, Service alle 34.000 km (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Normverbrauch (kombiniert) 7,1 l, Testverbrauch 7,8 l Diesel, CO2 (Norm/Test) 185/205 g/km

Offroad-Daten: Böschungswinkel v/h 25°/30,2°, Rampenwinkel 20,6°, Bodenfreiheit 212 mm, Wattiefe 600 mm 

Front- und vordere Seitenairbags, durchgehende Kopfairbag-Vorhänge, Fahrer-Knieairbag, Notbrems-Assistent, Spurverlassens-Warner mit Lenk-Eingriff, Verkehrszeichen-Erkennung, Bergan- u. Bergabfahr-Hilfe, Tempomat, Lederpolsterung, E-Vordersitze, LED-Scheinwerfer, Navi, Klimaautomatik, Licht- und Regensensor, aut. abblend. ­Innenspiegel, beheiz- und klappbare E- Außenspiegel, Rückfahrkamera, akust. Einparkhilfe v+h, Audiosystem mit 6 LS, USB, Bluetooth mit Spracherkennung, Apple CarPlay & Android Auto, WLAN-Hotspot, 18 Zoll-Aluräder etc.

Querverkehrs- u. Einpark-Assistent € 743,–, Toterwinkel-Assistent € 554,–, Adaptiv-Tempomat € 1441,–, Fernlicht-Sensor € 166,–, Headup-Display € 665,–, Digital-Cockpit € 776,–, Rundum-Kameras inkl. „durchsichtigem Vorder­wagen“ € 511,–, sieben Sitze € 1441,–, Adaptiv-Fahrwerk € 1220,–, Lenkradheizung € 277,–, Sitzheizung v/h je € 455,–, Sitzkühlung v € 2424,–, Massage-Funktion v € 2002,–, Panoramadach € 1630,–, schlüsselloser Zugang € 554,–, Activity Key € 462,–, 825-Watt-Sound € 1997,–, E-Heckklappe € 578,–, Metallic-Lack ab € 1029,–, 19/20/ 21-Zoll-Aluräder ab € 925,–/1386,–/3234,– etc.

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