Test: Lexus NX 350h AWD Luxury Line

19. August 2022
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Lexus
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:244 PS
Testverbrauch:6,9 l/100km
Modelljahr:2022
Grundpreis:72.950 Euro

Seit kurzem ist die zweite Generation des mittleren Lexus-SUV am Markt. Unter Druck geraten ist der NX seit 2014 durch seinen kleinen Bruder UX – so konnten etwa im Vorjahr hierzulande nicht einmal mehr ein Zehntel der Verkaufszahlen des Spitzen-Jahres 2017 erreicht werden. Attraktiv macht die Neuauflage nicht zuletzt die Bau-Basis Toyota RAV4, denn damit konnte erstmals eine Plug In-Variante realisiert werden – zum 450h+ sollen 70 Prozent der Kunden greifen.

Für den ersten Test krallten wir uns den 350h, also den normalen Hybrid ohne Ansteck-Option – das freilich in der (2450 Euro teureren) Allrad-Variante, bei der ein zusätzlicher E-Motor an der Hinterachse für mehr Traktion sorgt. Ist diese Version eine gute Wahl? Grundsätzlich ja, doch eigentlich muss man beim neuen Lexus NX eine Empfehlung für den 450h+ aussprechen. Dank null Prozent NoVA hält sich bei der geteste­ten „Luxury Line“ dessen Preisaufschlag mit 3650 Euro in Grenzen (zumal in dieser Liga), und beim Kofferraum müssen trotz größerer Batterie keine Abstriche gemacht werden. Auch beschleunigt der PHEV besser, ist bei der Steuer günstiger und braucht weniger Sprit – vor allem, wenn er brav angesteckt wird. Einzige Einschränkung: Ein Pano­rama-Glasdach gibt es bei ihm nicht – angesichts der generell geringen Kopffreiheit kein Nachteil. 

Motor & Getriebe – Der Saug-Benziner ist kultiviert, bei voller Leistungsabfrage heult er erst auf, dann folgt mit etwas Verzögerung (genug) Schub. Auch die stufenlose Automatik agiert eher auf der gemütlichen Seite.

Fahrwerk & Traktion – Komfortabel ausgelegt, in flotten Kurven dennoch nur leichte Karosserie-Bewegungen, die zarten Lastwechsel-Reaktionen hat das reaktionsschnelle ESP gut im Griff. Keine Traktions-Probleme. Bremsen fein zu dosieren. Die leichtgängige Lenkung vermittelt ausreichend Fahrbahn-Kontakt.

Bedienung & Multimedia – Gute Sitzposition, dem Gestühl fehlt es aber an Seitenhalt und Schenkelauflage. Softtouch-­Tasten für Türen und am Lenkrad besser gelöst als anderswo. Fein: Lenkrad und Sitz ziehen sich zum bequemeren Ein- und Ausstieg zurück. Nach etwas Gewöhnung gute Bedienung des Multimediasystems, dazu genug echte Knöpfe und Drehregler. (Kabellose) Smartphone-Anbindung & induk­tives Handyladen Serie. Genug Ablagen, feiner digitaler Innenspiegel.

Innen- & Kofferraum – Bis auf die (auch durch das optionale Panorama-dach) eingeschränkte Kopffreiheit gutes Passagier-Platzangebot. Der Kofferraum ist groß genug und verfügt über Kleinzeugfächer unterm Boden – legt man die neigungsverstellbaren 2:1-Fondlehne um, entsteht keine Stufe. Mittelmäßig hohe Ladekante. 

Dran & Drin – In der Top-Version „Luxury Line“ praktisch lückenlos bestückt, bei der über 10.000 Euro günstigeren „Executive Line“ muss man u.a. auf Headup-Display, HiFi-Sound, Lederpolsterung, Sitzklimatisierung vorne und Sitzheizung hinten sowie ­Lenkrad-Heizung verzichten. Feine Materialien, solide verarbeitet.  

Schutz & Sicherheit – Überdurchschnittliches Airbag-Aufkommen, fünf Sterne beim NCAP-Crashtest – dazu sind bei der „Luxury Line“ praktisch alle gängigen Assistenzsysteme Serie.  

Preis & Kosten – Richtig teuer, Ford Kuga und Honda CR-V sowie Plattform-Bruder Toyota RAV4 sind dramatisch billiger, wenn auch nicht so gut ausgestattet. Im Konkurrenz-Vergleich mittelmäßige Garantie. Sehr dünnes Werkstatt-Netz, Jahresservice Pflicht. Verbrauch durchaus attraktiv, vor allem innerorts.  

Im Vergleich zum Vorgänger stört keine unpraktische Touchpad-Bedienung, dazu freut man sich über einen riesigen und hochauflösenden Touchscreen.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Seit kurzem ist die zweite Generation des mittleren Lexus-SUV am Markt. Unter Druck geraten ist der NX seit 2014 durch seinen kleinen Bruder UX – so konnten etwa im Vorjahr hierzulande nicht einmal mehr ein Zehntel der Verkaufszahlen des Spitzen-Jahres 2017 erreicht werden. Attraktiv macht die Neuauflage nicht zuletzt die Bau-Basis Toyota RAV4, denn damit konnte erstmals eine Plug In-Variante realisiert werden – zum 450h+ sollen 70 Prozent der Kunden greifen. Für den ersten Test krallten wir uns den 350h, also den normalen Hybrid ohne Ansteck-Option – das freilich in der (2450 Euro teureren) Allrad-Variante, bei der ein zusätzlicher E-Motor an der Hinterachse für mehr Traktion sorgt. Ist diese Version eine gute Wahl? Grundsätzlich ja, doch eigentlich muss man beim neuen Lexus NX eine Empfehlung für den 450h+ aussprechen. Dank null Prozent NoVA hält sich bei der geteste­ten „Luxury Line“ dessen Preisaufschlag mit 3650 Euro in Grenzen (zumal in dieser Liga), und beim Kofferraum müssen trotz größerer Batterie keine Abstriche gemacht werden. Auch beschleunigt der PHEV besser, ist bei der Steuer günstiger und braucht weniger Sprit – vor allem, wenn er brav angesteckt wird. Einzige Einschränkung: Ein Pano­rama-Glasdach gibt es bei ihm nicht – angesichts der generell geringen Kopffreiheit kein Nachteil. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Saug-Benziner ist kultiviert, bei voller Leistungsabfrage heult er erst auf, dann folgt mit etwas Verzögerung (genug) Schub. Auch die stufenlose Automatik agiert eher auf der gemütlichen Seite. Fahrwerk & Traktion - Komfortabel ausgelegt, in flotten Kurven dennoch nur leichte Karosserie-Bewegungen, die zarten Lastwechsel-Reaktionen hat das reaktionsschnelle ESP gut im Griff. Keine Traktions-Probleme. Bremsen fein zu dosieren. Die leichtgängige Lenkung vermittelt ausreichend Fahrbahn-Kontakt. Bedienung & Multimedia - Gute Sitzposition, dem Gestühl fehlt es aber an Seitenhalt und Schenkelauflage. Softtouch-­Tasten für Türen und am Lenkrad besser gelöst als anderswo. Fein: Lenkrad und Sitz ziehen sich zum bequemeren Ein- und Ausstieg zurück. Nach etwas Gewöhnung gute Bedienung des Multimediasystems, dazu genug echte Knöpfe und Drehregler. (Kabellose) Smartphone-Anbindung & induk­tives Handyladen Serie. Genug Ablagen, feiner digitaler Innenspiegel. Innen- & Kofferraum - Bis auf die (auch durch das optionale Panorama-dach) eingeschränkte Kopffreiheit gutes Passagier-Platzangebot. Der Kofferraum ist groß genug und verfügt über Kleinzeugfächer unterm Boden – legt man die neigungsverstellbaren 2:1-Fondlehne um, entsteht keine Stufe. Mittelmäßig hohe Ladekante.  Dran & Drin - In der Top-Version „Luxury Line“ praktisch lückenlos bestückt, bei der über 10.000 Euro günstigeren „Executive Line“ muss man u.a. auf Headup-Display, HiFi-Sound, Lederpolsterung, Sitzklimatisierung vorne und Sitzheizung hinten sowie ­Lenkrad-Heizung verzichten. Feine Materialien, solide verarbeitet.   Schutz & Sicherheit - Überdurchschnittliches Airbag-Aufkommen, fünf Sterne beim NCAP-Crashtest – dazu sind bei der „Luxury Line“ praktisch alle gängigen Assistenzsysteme Serie.   Preis & Kosten - Richtig teuer, Ford Kuga und Honda CR-V sowie Plattform-Bruder Toyota RAV4 sind dramatisch billiger, wenn auch nicht so gut ausgestattet. Im Konkurrenz-Vergleich mittelmäßige Garantie. Sehr dünnes Werkstatt-Netz, Jahresservice Pflicht. Verbrauch durchaus attraktiv, vor allem innerorts.  [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1660903537157{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1660902842132{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Im Vergleich zum Vorgänger stört keine unpraktische Touchpad-Bedienung, dazu freut man sich über…

7.1

FAZIT

Teurer Mittelklasse-SUV mit Fokus auf Komfort & Luxus.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R4, 16V, 2487 ccm, 190 PS (140 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 239 Nm bei 4300–4500/min, E-Motor v 182 PS (134 kW) bzw. 270 Nm plus h 54 PS (40 kW) bzw. 121 Nm, Systemleistung 244 PS (179 kW), stufenlose Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4660/1865/1670 mm, Radstand 2690 mm, 5 Sitze, Wendekreis 12,4 m, Reifendimension 235/50 R 20, Tankinhalt 55 l, Reichweite 800 km, Kofferraumvolumen 545–1436 l, Leergewicht (EU) 1865 kg, zul. Gesamtgewicht 2380 kg, max. Anh.-Last 1500 kg, 0–100 km/h 7,7 sec, Spitze 200 (el. 125) km/h, Steuer (jährl.) € 965,47, Werkstätten in Österreich 11, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert 6,3 l, Testverbrauch 6,9 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 144/159 g/km

Front-, vordere Seiten- und durchgehende Kopfairbags, Fahrer-Knieairbag, Zentral-Airbag, Spurhalte-, Spurfolge-, Toterwinkel- u. Notbrems-Assistent mit Fußgänger/Radfahrer-Erkennung, Verkehrszeichen-Erkennung, Abbiege- und Ausstiegs-Warner, Querverkehrs-Warner h, Abstandsregel-Tempomat, Einparkhilfe v/h, 360 Grad-Kamera, digitaler Innenspiegel, LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automatik, Lederpolsterung, schlüsselloser Zugang, sensorgesteuerte E-Heckklappe, Multimediasysteme mit 14 Zoll-Touchscreen, DAB-Tuner, HiFi-Sound Mark Levinson mit 17 LS, Navigation, induktives Handyladen, Smartphone-Anbindung, el. klappbare Außenspiegel, automatisch abblend. Innenspiegel, el. verstell- und heizbares Multifunktions-Lederlenkrad, Sitzheizung v/h, Sitzkühlung v, E-Vordersitze inkl. Memory-Funktion fahrerseitig, Holz-Dekor, abgedunkelte Fond-Scheiben, 20 Zoll-Aluräder, heizbare Frontscheibe etc.

 E-Panoramaglasdach € 1600,–, Einpark-Automatik € 1024,–, Metallic-Lack € 1280,–

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