TEST: Mercedes GLA 200 d 4MATIC

23. Oktober 2017
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Mercedes Benz
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:136 PS
Testverbrauch:6,2 l/100km
Modelljahr:2017
Grundpreis:40.360 Euro

Die SUV-Palette von Mercedes umfasst fünf Modelle, zählt man die Coupé-Versi­onen von GLC & GLE extra, sind es sogar sieben – so viel wie bei keiner anderen ­Marke. Nach vier Jahren am Markt erfuhr nun der Kleinste eine Modell­pflege, der GLA, der interessanterweise in USA und China am erfolgreichsten ist – also dort, wo eigentlich große Autos gefragt sind. Im Zuge des Facelifts gibt’s nun neue Schürzen und ­frische Leuchten, hinten serienmäßig mit LED-Technik, vorne gegen Auf­preis (womit die ­Option Xenon in Pension geschickt wurde). Kleine Detail-Auf­fri­schungen sichtet man dazu im Innenraum, in Sachen Multimedia und bei den Extras – so gibt’s etwa eine ­E-Heckklappe mit Fußschwenk-Auslöser.

Was geblieben ist: das knappe Platzangebot und das hohe In­dividualisierungs-Niveau: Unser Testwagen (der billigste Allradler mit Diesel) stei­gerte seinen Listenpreis mit Extras um 50 Prozent. So konfigurierte der Besteller etwa die dynamische AMG Line mit dem höher gelegten Offroad-Komfortfahrwerk – zu­ge­ge­benermaßen, keine ­schlechte Kombination. So viel Auswahl an Aus­stat­tungs­linien, Paketen und Einzel-Optionen gibt es jedenfalls bei kaum einem Mit­bewerber. Was leider auch fürs Preisniveau gilt.

Motor & Getriebe – Der mittelmäßig gedämmte Diesel bietet Punch vom Leerlauf weg, die bei Allrad obligate Doppelkupplung ist beim Rangieren feinfühlig genug.

Fahrwerk & Traktion – Das empfehlenswerte Offroad-Komfortfahrwerk macht den GLA galanter oh­ne die Agilität zu sehr zu beschneiden – die Lenkung ist dann aber etwas weni­ger sportlich. Zarte Lastwechsel-Reaktionen in schnel­len Kurven. Top-Traktion, 1A-Bremsen.

Stock & Stein – Nichts fürs grobe Gelände, obschon eine Berganfahrhilfe und ein Offroad-Fahr­pro­gramm an Bord sind. Das optionale Offroad-Komfortfahrwerk erhöht die mäßige Bodenfreiheit um drei Zentimeter.

Cockpit & Bedienung – Bedienung, Ergonomie, Sitzposition – alles passt. Steuerung via Dreh-und-Drück-Regler statt Touchschreen angenehm. Viele, aber kleine Ablagen und Fächer. Minus: großer Wendekreis.

Innen- & Kofferraum – Vorne genug, hinten eher wenig Platz. Kofferraum ausreichend, ebener Boden auch nach Vorklappen der 2:1-Fondlehnen. Minus: hohe Ladekante.

Dran & Drin – Angesichts des Kaufpreises keine überbordende Mitgift, so etwa nur manuel­le Klima Serie. Extrem große Auswahl an (teils teuren) Extras. Sehr gut: Material-Qualität und Verarbeitung.

Schutz & Sicherheit – Die gängigen Airbags sind an Bord, an E-Helfern gibt es aufpreisfrei einen Kol­lisions- und Müdigkeitswarner – und gegen Extra-Kohle einige Assistenzsys­teme sowie Seitenairbags hinten.

Sauber & Grün – Praxis-Verbrauch fern der Werksangabe, Mitschuld daran tragen die Optionen Höherlegung und 19- Zoll-Räder. Start/Stopp funktioniert gut.

Preis & Kosten – Teuer in der Anschaffung, preislich in etwa gleichauf mit BMWs X1, der Q2 von Audi ist rund fünf Tausender billiger. Top: vier Jahre Garantie. Jahres­service Pflicht. Mit genug Extras gute Werthaltung.

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Das Innen-Lifting bescherte dem GLA neue Ziffernblätter, Zierteile und Sitzbezüge, dazu gibt’s mehr Chrom-Schmuck. Die feinen Sportsitze mit einem Mix aus Alcantara und Kunstleder sowie integrierten Kopfstützen sind Teil der optionalen AMG Line.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die SUV-Palette von Mercedes umfasst fünf Modelle, zählt man die Coupé-Versi­onen von GLC & GLE extra, sind es sogar sieben – so viel wie bei keiner anderen ­Marke. Nach vier Jahren am Markt erfuhr nun der Kleinste eine Modell­pflege, der GLA, der interessanterweise in USA und China am erfolgreichsten ist – also dort, wo eigentlich große Autos gefragt sind. Im Zuge des Facelifts gibt’s nun neue Schürzen und ­frische Leuchten, hinten serienmäßig mit LED-Technik, vorne gegen Auf­preis (womit die ­Option Xenon in Pension geschickt wurde). Kleine Detail-Auf­fri­schungen sichtet man dazu im Innenraum, in Sachen Multimedia und bei den Extras – so gibt’s etwa eine ­E-Heckklappe mit Fußschwenk-Auslöser. Was geblieben ist: das knappe Platzangebot und das hohe In­dividualisierungs-Niveau: Unser Testwagen (der billigste Allradler mit Diesel) stei­gerte seinen Listenpreis mit Extras um 50 Prozent. So konfigurierte der Besteller etwa die dynamische AMG Line mit dem höher gelegten Offroad-Komfortfahrwerk – zu­ge­ge­benermaßen, keine ­schlechte Kombination. So viel Auswahl an Aus­stat­tungs­linien, Paketen und Einzel-Optionen gibt es jedenfalls bei kaum einem Mit­bewerber. Was leider auch fürs Preisniveau gilt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der mittelmäßig gedämmte Diesel bietet Punch vom Leerlauf weg, die bei Allrad obligate Doppelkupplung ist beim Rangieren feinfühlig genug. Fahrwerk & Traktion - Das empfehlenswerte Offroad-Komfortfahrwerk macht den GLA galanter oh­ne die Agilität zu sehr zu beschneiden – die Lenkung ist dann aber etwas weni­ger sportlich. Zarte Lastwechsel-Reaktionen in schnel­len Kurven. Top-Traktion, 1A-Bremsen. Stock & Stein - Nichts fürs grobe Gelände, obschon eine Berganfahrhilfe und ein Offroad-Fahr­pro­gramm an Bord sind. Das optionale Offroad-Komfortfahrwerk erhöht die mäßige Bodenfreiheit um drei Zentimeter. Cockpit & Bedienung - Bedienung, Ergonomie, Sitzposition – alles passt. Steuerung via Dreh-und-Drück-Regler statt Touchschreen angenehm. Viele, aber kleine Ablagen und Fächer. Minus: großer Wendekreis. Innen- & Kofferraum - Vorne genug, hinten eher wenig Platz. Kofferraum ausreichend, ebener Boden auch nach Vorklappen der 2:1-Fondlehnen. Minus: hohe Ladekante. Dran & Drin - Angesichts des Kaufpreises keine überbordende Mitgift, so etwa nur manuel­le Klima Serie. Extrem große Auswahl an (teils teuren) Extras. Sehr gut: Material-Qualität und Verarbeitung. Schutz & Sicherheit - Die gängigen Airbags sind an Bord, an E-Helfern gibt es aufpreisfrei einen Kol­lisions- und Müdigkeitswarner – und gegen Extra-Kohle einige Assistenzsys­teme sowie Seitenairbags hinten. Sauber & Grün - Praxis-Verbrauch fern der Werksangabe, Mitschuld daran tragen die Optionen Höherlegung und 19- Zoll-Räder. Start/Stopp funktioniert gut. Preis & Kosten - Teuer in der Anschaffung, preislich in etwa gleichauf mit BMWs X1, der Q2 von Audi ist rund fünf Tausender billiger. Top: vier Jahre Garantie. Jahres­service Pflicht. Mit genug Extras gute Werthaltung.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1508756844539{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1508756399372{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Das Innen-Lifting bescherte dem GLA neue Ziffernblätter, Zierteile und Sitzbezüge, dazu gibt’s mehr Chrom-Schmuck. Die feinen Sportsitze mit einem Mix aus Alcantara und Kunstleder sowie integrierten Kopfstützen sind Teil der optionalen AMG Line.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb434bd0-cb3a"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 2143 ccm, 136 PS (100 kW) bei 3400–4400/min, max. Drehmoment 300 Nm bei 1400–3000/min, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4424/1804/1494 mm,…

6.2

FAZIT

Die andere Art Kompakt-SUV: eng & teuer, aber hochwertig & prestigeträchtig.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 2.95 ( 18 Stimmen)
6

R4, 16V, Turbo, 2143 ccm, 136 PS (100 kW) bei 3400–4400/min, max. Drehmoment 300 Nm bei 1400–3000/min, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4424/1804/1494 mm, Radstand 2699 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,8 m, Reifen­dimension 215/60 R 17 (Testwagen-Bereifung Bridgestone Dueller H/P 235/45 R 19), Tankinhalt 56 l, Reichweite 890 km, Koffer­raumvolumen 421–1235­ l, Leergewicht 1595 kg, zul. Gesamtgewicht 2090 kg, max. Anh.-Last 1800 kg, 0–100 km/h 9,1 sec, Spitze 200 km/h, Steuer (jährl.) € 570,24, Werkstätten in Österreich 94, Service alle 25.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außer­orts/Mix) 5,8/4,3/4,8 l, Testverbrauch 6,2 l Diesel, CO2 (Norm/Test) 127/163 g/km

Front-, vordere Seiten- und durchgehende Kopfairbags, Knieair­bag für Fahrer, Kollisions- und Müdigkeits-Warner, Klimaanlage, CD-Radio mit 6 LS und 7 Zoll Farb-Display sowie USB-Schnittstelle, Bluetooth für Telefon und Audio, Multifunktions-Lenkrad, Licht- und Regensensor, Außen­spiegel el. verstell- und beheiz­bar, vier E-Fensterheber, Bordcomputer, Tempomat, Fahrersitz höhen­verstellbar, FB-Zentralsperre etc.

Nebelscheinwerfer € 234,–, Seitenairbags h € 468,–, autom. Fernlicht € 135,–, Spur-Paket (Spurhalte- u. Totwinkel-Assis­tent) € 978,– (inkl. Abstandsregel-Tempomat und Pre-Safe € 2430,–), Spiegel-Paket (alle Spiegel autom. abblendend, Außenspiegel elektr. klappbar) € 390,−, E-Heckklappe € 486,−, Panorama-Schiebedach € 1488,− Sitzheizung v € 360,−, Rückfahrkamera € 420,–, Offroad-Komfortfahrwerk € 336,–, adaptives Fahrwerk € 1302,–, Smartphone-Integration € 378,–, Polsterung Ledernach­bildung € 1020,–, Naviga­tionssystem ab € 624,–, Klimaautomatik € 636,–, Park-Pilot € 846,–, LED-Scheinwerfer € 1175,−, 18 Zoll-Aluräder 858,–, Holz-Dekor € 347,–, digita­les Radio € 528,–, 8 Zoll-Display € 198,–, HiFi-Sound 858,–, Metallic-Lackierung € 738,–, E-Fahrersitz € 462,–, E-Beifahrersitz € 379,–, Keyless Go € 564,– etc.

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