TEST: Nissan Leaf

10. Februar 2017
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Nissan
Klasse:Kompaktwagen
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Elektro
Leistung:109 PS
Testverbrauch:0 kWh/100km
Modelljahr:2016
Grundpreis:30.805 Euro

Nissan sprang schon 2012 auf die Elektrowelle auf, heute ist der Leaf das meist­verkaufte Elektroauto der Welt. Sein Design mit den Frosch-Augen ist ungewohnt, aber markant. Im Vorjahr legte Nissan eine Batterie mit größerer Kapazität (30 kWh) nach, das 24-kWh-Standardmodell blieb im Programm. Der Synchronmotor des Leaf kann seine Spitzenleistung eine halbe Stunde lang halten, das unterscheidet ihn deutlich von der Konkurrenz, die das nur kurzzeitig schafft. Bei Dauer-Vollgas wäre der Stromvorrat dann allerdings nach 20 Minuten erschöpft, unter Realbedingungen kommt man jedoch über 200 Kilometer weit – heutzutage ein guter Durchschnittswert.

Der Antritt ist durchaus kräftig, der Fahrkomfort hoch. Kurven-Künstler ist der träge untersteuernde Leaf keiner, seine indirekte Lenkung ist aber angenehm leichtgängig. Vorne verfügt er über viel Platz, hinten geht es vergleichsweise eng zu. Der Kofferraum zeigt ganz gutes Ladetalent, so man erst einmal seine hohe Kante überwunden hat.

Drei Ausstattungsvarianten sind für den kompakten Japaner erhältlich, an Assistenz-Systemen gibt es nur den 360 Grad-Kamerablick, dafür ist ein Gleichstrom-Anschluss für superschnelles Laden (wo möglich) vorhanden. Interessant: Beim Leaf kann man die Hochvolt-Batterie kaufen oder leasen. Leasing spart fast 7000 Euro, je nach Laufzeit und Fahrleistung beträgt es zwischen 79 und 142 Euro pro Monat. Und: Fällt die Kapazität der Batterie unter 75 Prozent, erhält man kostenlos eine neue.

Permanent-Synchronmotor, Spitzenleistung 109 PS (81 kW), max. Drehmoment 254 Nm bei 0–3008/min, Li-Ionen-Akku 30,0 kWh, Vorderradantrieb mit fixer Übersetzung, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4445/1770/1550 mm, Radstand 2700 mm, 5 Sitze, Wende­kreis 10,4 m, Kofferraumvolumen 330–680 l, Leergewicht 1525 kg, 0–100 km/h 11,5 sec, Spitze 144 km/h, Norm-/Testverbrauch 15,0/17,3 kWh, Reichweite Norm/Test 250/215 km, Ladedauer (0–80%) bei 230 V/3,7 kW/16 A 9 Std, bei 400 V/22 kW 1:40 Std

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Gute Platzverhältnisse vorne, wenn auch nicht allzu bequemes Gestühl. „Hupgefahr“ beim Tempomat-Einstellen am Lenkrad.

Nissan sprang schon 2012 auf die Elektrowelle auf, heute ist der Leaf das meist­verkaufte Elektroauto der Welt. Sein Design mit den Frosch-Augen ist ungewohnt, aber markant. Im Vorjahr legte Nissan eine Batterie mit größerer Kapazität (30 kWh) nach, das 24-kWh-Standardmodell blieb im Programm. Der Synchronmotor des Leaf kann seine Spitzenleistung eine halbe Stunde lang halten, das unterscheidet ihn deutlich von der Konkurrenz, die das nur kurzzeitig schafft. Bei Dauer-Vollgas wäre der Stromvorrat dann allerdings nach 20 Minuten erschöpft, unter Realbedingungen kommt man jedoch über 200 Kilometer weit – heutzutage ein guter Durchschnittswert. Der Antritt ist durchaus kräftig, der Fahrkomfort hoch. Kurven-Künstler ist der träge untersteuernde Leaf keiner, seine indirekte Lenkung ist aber angenehm leichtgängig. Vorne verfügt er über viel Platz, hinten geht es vergleichsweise eng zu. Der Kofferraum zeigt ganz gutes Ladetalent, so man erst einmal seine hohe Kante überwunden hat. Drei Ausstattungsvarianten sind für den kompakten Japaner erhältlich, an Assistenz-Systemen gibt es nur den 360 Grad-Kamerablick, dafür ist ein Gleichstrom-Anschluss für superschnelles Laden (wo möglich) vorhanden. Interessant: Beim Leaf kann man die Hochvolt-Batterie kaufen oder leasen. Leasing spart fast 7000 Euro, je nach Laufzeit und Fahrleistung beträgt es zwischen 79 und 142 Euro pro Monat. Und: Fällt die Kapazität der Batterie unter 75 Prozent, erhält man kostenlos eine neue.

Permanent-Synchronmotor, Spitzenleistung 109 PS (81 kW), max. Drehmoment 254 Nm bei 0–3008/min, Li-Ionen-Akku 30,0 kWh, Vorderradantrieb mit fixer Übersetzung, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4445/1770/1550 mm, Radstand 2700 mm, 5 Sitze, Wende­kreis 10,4 m, Kofferraumvolumen 330–680 l, Leergewicht 1525 kg, 0–100 km/h 11,5 sec, Spitze 144 km/h, Norm-/Testverbrauch 15,0/17,3 kWh, Reichweite Norm/Test 250/215 km, Ladedauer (0–80%) bei 230 V/3,7 kW/16 A 9 Std, bei 400 V/22 kW 1:40 Std

Gute Platzverhältnisse vorne, wenn auch nicht allzu bequemes Gestühl. „Hupgefahr“ beim Tempomat-Einstellen am Lenkrad.

7

Fazit

Plus: gleichbleibend kräftiger Motor, fairer Kaufpreis, Batterie-Leasing möglich, gute Ausstattung, brauchbare Reichweite

Minus: wenig agiles Fahrverhalten, Sitze nicht sehr bequem, Sitzposition nicht ganz befriedigend

Gesamtwertung
User-Wertung : 3.28 ( 2 Stimmen)
7
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