Test: Opel Mokka 1.2 DI Turbo GS Line Aut.

15. September 2021
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Opel
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:130 PS
Testverbrauch:6,4 l/100km
Modelljahr:2021
Grundpreis:29.509 Euro

Wenn man den neuen Mokka so ansieht, mag man sich gar nicht vorstellen, dass es ihn um ein Haar gar nicht gegeben hätte. Als Opel seine Technik mit der neuen Konzern-Mutter Peugeot zu teilen begann, kam der Mokka plötzlich dem frischen, auf dem Peugeot 2008 basierenden Crossland zu nah und sollte keine Neuauflage erhalten. Aufgrund seiner Beliebtheit durfte der kleine SUV-Allrounder dennoch weitermachen – oder besser: gibt es seinen Namen nach wie vor, denn er tritt nun nicht mehr betont praktisch (und wahlweise allradgetrieben) auf, sondern betont sexy.

Der Mokka ist jetzt kleiner und gleichzeitig teurer als der Crossland. Weil er sozusagen dessen hübscherer „Coupé“-Bruder ist, darf er das auch. Denn angesichts eines Äußeren, das den „Willhaben“-Reflex auslöst, sind Kunden auch schon mal bereit, ein paar Scheine draufzulegen. So hat der neue Mokka definitiv das Zeug dazu, Opels Image aufzuputschen wie ein starker Kaffee. Im letzten Heft schlug sich der charmante City-SUV in der Elektro-Variante ziemlich gut gegen den noblen Mercedes EQA, doch auch der diesmal getestete Dreizylinder-Turbobenziner samt Achtgang-Automatik hat seine Meriten: Er ist sparsam, spritzig und satte 5000 Euro günstiger als der Strom-Mokka, selbst nach Abzug der Förderung

Motor & Getriebe – Der Dreizylinder Turbo ist bullig, spritzig und sparsam, wenn auch nicht besonders kultiviert. Die Achtgang-Automatik bemüht sich um niedrige Touren und agiert sanft, allein beim Anfahren gibt sie ­sich fallweise ruppig.

Fahrwerk & Traktion – Der Mokka fährt sich agil und behände, im Extremfall bleibt das Heck brav, obwohl das ESP betont sanft eingreift. Die straffe Federung ist nur bei kurzen Stößen unkomfortabel. Direkt-präzise Lenkung, sehr gute Bremsen, keine Traktions-Probleme. 

Bedienung & Multimedia – Das serienmäßige Digital-Cockpit ist mehrfach justierbar, daneben gibt es praktische Drehregler für Radio & ­Klima. Der zentrale Touchscreen könnte allerdings größer und höher auflösend sein. Plus: brauchbare Sprachsteuerung, kabelloses Handy-­Laden, volle Smartphone-Integration. Passable Rundumsicht (plus Rückfahrkamera Serie), etwas weiche Sitze mit wenig Seitenhalt.

Innen- & Kofferraum – Viel Bewegungsfreiheit vorne, hinten genug Luft über dem Kopf, aber weniger um die Knie. Ausreichend großer Kofferraum mit hoher Ladekante – beim Erweitern über die 2:1-Fondlehnen entsteht eine Stufe, es sei denn, man bestellt übers Zubehör den Zwischenboden um satte 392 Euro. Zahlreiche Ablagen, das Handschuhfach ist etwas tief geraten.

Dran & Drin – Als „GS Line“ sportbetont und einigermaßen komplett ausgestattet. Relativ wenig Aufpreis-Extras erhältlich. Unverständlich: Lenkradheizung nur in Verbindung mit manuellem Getriebe. Sehr gute Verarbeitung, sympathische Materialien.

Schutz & Sicherheit – Sechs Airbags sind Klassen-Standard, die Assistenzsysteme gehen mit Adaptiv-Tempomat, Spurführungs-Assistent und Verkehrszeichen-Erkennung klar darüber hinaus.

Preis & Kosten – Teurer als der größere, aber unscheinbare ­Bruder Crossland, im Konkurrenz-Vergleich (Ford Puma, Mazda CX-30) jedoch immer noch günstig. Automatik-Verzicht spart 2500 Euro. Dank „B2C Bonus“ (minus 1600 Euro) aktuell um 27.909 Euro erhältlich. Zwei Jahre Garantie, Jahresservice Pflicht, hohe Werkstätten-Dichte.

Mokka-Cockpit: übersichtlicher Mix aus modern-digitalen und klassisch-analogen Bedien-Elementen.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wenn man den neuen Mokka so ansieht, mag man sich gar nicht vorstellen, dass es ihn um ein Haar gar nicht gegeben hätte. Als Opel seine Technik mit der neuen Konzern-Mutter Peugeot zu teilen begann, kam der Mokka plötzlich dem frischen, auf dem Peugeot 2008 basierenden Crossland zu nah und sollte keine Neuauflage erhalten. Aufgrund seiner Beliebtheit durfte der kleine SUV-Allrounder dennoch weitermachen – oder besser: gibt es seinen Namen nach wie vor, denn er tritt nun nicht mehr betont praktisch (und wahlweise allradgetrieben) auf, sondern betont sexy. Der Mokka ist jetzt kleiner und gleichzeitig teurer als der Crossland. Weil er sozusagen dessen hübscherer „Coupé“-Bruder ist, darf er das auch. Denn angesichts eines Äußeren, das den „Willhaben“-Reflex auslöst, sind Kunden auch schon mal bereit, ein paar Scheine draufzulegen. So hat der neue Mokka definitiv das Zeug dazu, Opels Image aufzuputschen wie ein starker Kaffee. Im letzten Heft schlug sich der charmante City-SUV in der Elektro-Variante ziemlich gut gegen den noblen Mercedes EQA, doch auch der diesmal getestete Dreizylinder-Turbobenziner samt Achtgang-Automatik hat seine Meriten: Er ist sparsam, spritzig und satte 5000 Euro günstiger als der Strom-Mokka, selbst nach Abzug der Förderung[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Dreizylinder Turbo ist bullig, spritzig und sparsam, wenn auch nicht besonders kultiviert. Die Achtgang-Automatik bemüht sich um niedrige Touren und agiert sanft, allein beim Anfahren gibt sie ­sich fallweise ruppig. Fahrwerk & Traktion - Der Mokka fährt sich agil und behände, im Extremfall bleibt das Heck brav, obwohl das ESP betont sanft eingreift. Die straffe Federung ist nur bei kurzen Stößen unkomfortabel. Direkt-präzise Lenkung, sehr gute Bremsen, keine Traktions-Probleme.  Bedienung & Multimedia - Das serienmäßige Digital-Cockpit ist mehrfach justierbar, daneben gibt es praktische Drehregler für Radio & ­Klima. Der zentrale Touchscreen könnte allerdings größer und höher auflösend sein. Plus: brauchbare Sprachsteuerung, kabelloses Handy-­Laden, volle Smartphone-Integration. Passable Rundumsicht (plus Rückfahrkamera Serie), etwas weiche Sitze mit wenig Seitenhalt. Innen- & Kofferraum - Viel Bewegungsfreiheit vorne, hinten genug Luft über dem Kopf, aber weniger um die Knie. Ausreichend großer Kofferraum mit hoher Ladekante – beim Erweitern über die 2:1-Fondlehnen entsteht eine Stufe, es sei denn, man bestellt übers Zubehör den Zwischenboden um satte 392 Euro. Zahlreiche Ablagen, das Handschuhfach ist etwas tief geraten. Dran & Drin - Als „GS Line“ sportbetont und einigermaßen komplett ausgestattet. Relativ wenig Aufpreis-Extras erhältlich. Unverständlich: Lenkradheizung nur in Verbindung mit manuellem Getriebe. Sehr gute Verarbeitung, sympathische Materialien. Schutz & Sicherheit - Sechs Airbags sind Klassen-Standard, die Assistenzsysteme gehen mit Adaptiv-Tempomat, Spurführungs-Assistent und Verkehrszeichen-Erkennung klar darüber hinaus. Preis & Kosten - Teurer als der größere, aber unscheinbare ­Bruder Crossland, im Konkurrenz-Vergleich (Ford Puma, Mazda CX-30) jedoch immer noch günstig. Automatik-Verzicht spart 2500 Euro. Dank „B2C Bonus“ (minus 1600 Euro) aktuell um 27.909 Euro erhältlich. Zwei Jahre Garantie, Jahresservice Pflicht, hohe Werkstätten-Dichte.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1631715797346{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1631715079113{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Mokka-Cockpit: übersichtlicher Mix aus modern-digitalen und klassisch-analogen Bedien-Elementen.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43200e-f40d"][vc_column_text]R3, 12V, Turbo, 1199 ccm, 130 PS (96 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 230 Nm bei…

7.4

FAZIT

City-SUV im Designer-Anzug, dennoch mit genügend praktischen Werten – das tut Opel gut!

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R3, 12V, Turbo, 1199 ccm, 130 PS (96 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 230 Nm bei 1750/min, Achtgang-Automatik, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4151/1785/1534 mm, Radstand 2557 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,1 m, Reifendimension 215/55 R 18, Tankinhalt 44 l, Reichweite 685 km, Kofferraumvolumen 350–1105 l, Leergewicht (EU) 1295 kg, zul. Gesamtgewicht 1740 kg, max. Anh.-Last 1200 kg, 0–100 km/h 9,2 sec, Spitze 200 km/h, Steuer (jährl.) € 475,20, Werkstätten in Österreich 169, Service alle 30.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert 6,0 l, Test­verbrauch 6,4 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 135/ 147 g/km

Front-, vordere Seiten- und durchgehende Kopfairbags, Notbrems-Assistent mit Fußgänger- u. Radfahrer-Erkennung, Adaptiv-Tempomat, Spurhalte- u. Spurführungs-Assistent, Verkehrszeichenerkennung, LED-Scheinwerfer, Licht-, Regen- und Fernlichtsensor, vier E-Fensterheber, el. klappbare Außenspiegel, aut. abblend. Innenspiegel, Digital-Armaturen, 7 Zoll-Touchscreen, DAB-Radio mit 6 LS, 3x USB, Apple CarPlay & Android Auto, Klimaautomatik, Sitze in Stoff-/Lederoptik, Rückfahrkamera, akust. Einparkhilfe h, abgedunkelte Fond-SeitenscheibenArmaturentafel-Dekorleisten rot, Alu­minium-Pedale, 18 Zoll-Alufelgen etc.

adaptive Matrix-LED-Scheinwerfer 1136,–, Toterwinkel-Warner inkl. Seitenabstands-Warner € 204,–, Navigation € 829,– (mit 10 Zoll-Touchscreen € 1239,–), schlüsselloser Zugang € 368,–, Lederpolsterung € 1536,–, Sitzheizung v € 183,–, Alarmanlage € 358,–, Metallic-Lack € 593,– Motorhaube in schwarzer Kontrastfarbe € 296,– etc.

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