Test: Renault Clio E-TECH 140 Limited Edition

9. Februar 2021
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Renault
Klasse:Kleinwagen
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:140 PS
Testverbrauch:5,0 l/100km
Modelljahr:2021
Grundpreis:25.590 Euro

Nach Toyota (Yaris) bringt Renault nun als zweiter Hersteller einen Hybrid-Kleinwagen auf den Markt. Damit beweisen auch die Franzosen, dass ein Vollhybrid selbst in dieser Klasse wirtschaftlich machbar ist. Und beruhigen alle, die aufgrund strenger Flottenverbrauchs-Limits das Ende des Verbrennungsmotors im ­kleinen Segment heraufdämmern sehen. Denn einen Verbrenner hat der Clio E-TECH ­natürlich. Der ist mit 1,6 Litern Hubraum großvolumig, kommt aber ohne Turbo aus, weil die elektrischen Drehmoment-Riesen ohnehin für kraftvollen Antritt sorgen.

Ja, es sind zwei Strom-Motoren an Bord: Einer (29 PS) hilft beim Antrieb, der andere (20 PS) dient als Generator beim Rekuperieren und ersetzt die Kupplung. Das neuartige „Multi Mode“-Getriebe bietet zwei Gänge für den Stromer und vier für den Verbrenner, die es einzeln aktivieren oder beliebig kombinieren kann – woraus sich 14 Übersetzungs-Möglichkeiten ergeben. In Sachen Verbrauch kommt man mit fünf Litern durch. Man stromert zwar maximal drei Kilometer am Stück (weshalb der rein ­elektrische „EV“-Modus nur bedingt Sinn macht), aber sehr häufig zwischendurch. Preislich bleibt der Clio E-TECH fair: Ab 21.640 Euro ist man dabei, sofern man sich nicht ­gerade für unseren Testwagen in fein ausgestatteter „Limited Edition“ entscheidet.

Motor & Getriebe – Verbrenner plus zwei E-Mo­toren schieben aus dem Stand kräftig an, zwischendurch pausiert der Benziner oft. Wenn er läuft, hält ihn die komplexe Automatik häufig im mittleren Tourenbereich – gut für den Wirkungsgrad, aber kein Hörvergnügen.

Fahrwerk & Traktion – Straffe, doch nicht stoßige Abstimmung. Agiles Handling, Heck-Schwenks werden vom ESP im Ansatz unterbunden. Leichtgängige, etwas syntheti­sche Lenkung, solide Bremsen. Das mas­sive Drehmoment erfordert gefühlvolles Gasgeben, Stichwort Traktion.

Bedienung & Multimedia – Die Digital-Armaturen sind gut ablesbar, ebenso der große Touchscreen auf der Mittelkonsole – der lässt sich vielfach konfigurieren, reagiert allerdings fallweise langsam. Logische Bedienung, doch Satel­lit zur Radio-Bedienung hinterm Lenkrad versteckt. Ob breiter C-Säulen eingeschränkte Übersicht nach schräg hinten. Gute Sitzposition auf bequemem Gestühl. Smartphone-Anbindung Serie, induktives Handyladen kostet 180 Euro extra.

Innen- & Kofferraum – Vorne klassenübliche Platzverhältnisse, Fond im Konkurrenz-Vergleich beengt. Grundkofferraum aufgrund der darunter verbauten Batterie um fast 100 Liter kleiner als bei normalen Clios. Nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen entsteht keine Stufe. Hohe Ladekante. Viele, nicht sehr große Ablagen.

Dran & Drin – Als „Limited Edition“ luxuriös: Navi, Klimaautomatik, LED-Scheinwerfer samt Fernlicht-Sensor, schlüsselloser Zugang, Rückfahrkamera – alles Serie. Dazu Extras zu fairen Preisen. In der Basis-Ausstattung „Zen“ um fast 4000 Euro günstiger. Solide Verarbeitung, sympathische Material-Wahl.

Schutz & Sicherheit – Kleinwagen-üblicher Airbag-Schutz, Notbrems- und Spurhalte-Assistent serienmäßig. Weitere As­­sistenzsysteme sind gegen moderate Aufpreise erhältlich, wenn auch nicht im nochmals vergüns­tig­­ten Paket (wie beim „Intens“). 

Preis & Kosten – Preislich auf dem gleichen Niveau wie der Toyota Yaris Hybrid (seit jener um 2000 Euro vergünstigt wurde). Verbrauch auf Diesel-Niveau. Positiv: kaum Kfz-Steuer, vier Jahre Neuwagen-Garantie, dichtes Werkstatt-Netz. Als Hybrid wahrscheinlich mit guter Werthaltung.

Adrettes, großteils angenehm bedienbares Clio-Cockpit, der auffällige Hochkant-Touchscreen ist beim „Limited Edition“ serienmäßig. 

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Nach Toyota (Yaris) bringt Renault nun als zweiter Hersteller einen Hybrid-Kleinwagen auf den Markt. Damit beweisen auch die Franzosen, dass ein Vollhybrid selbst in dieser Klasse wirtschaftlich machbar ist. Und beruhigen alle, die aufgrund strenger Flottenverbrauchs-Limits das Ende des Verbrennungsmotors im ­kleinen Segment heraufdämmern sehen. Denn einen Verbrenner hat der Clio E-TECH ­natürlich. Der ist mit 1,6 Litern Hubraum großvolumig, kommt aber ohne Turbo aus, weil die elektrischen Drehmoment-Riesen ohnehin für kraftvollen Antritt sorgen. Ja, es sind zwei Strom-Motoren an Bord: Einer (29 PS) hilft beim Antrieb, der andere (20 PS) dient als Generator beim Rekuperieren und ersetzt die Kupplung. Das neuartige „Multi Mode“-Getriebe bietet zwei Gänge für den Stromer und vier für den Verbrenner, die es einzeln aktivieren oder beliebig kombinieren kann – woraus sich 14 Übersetzungs-Möglichkeiten ergeben. In Sachen Verbrauch kommt man mit fünf Litern durch. Man stromert zwar maximal drei Kilometer am Stück (weshalb der rein ­elektrische „EV“-Modus nur bedingt Sinn macht), aber sehr häufig zwischendurch. Preislich bleibt der Clio E-TECH fair: Ab 21.640 Euro ist man dabei, sofern man sich nicht ­gerade für unseren Testwagen in fein ausgestatteter „Limited Edition“ entscheidet.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Verbrenner plus zwei E-Mo­toren schieben aus dem Stand kräftig an, zwischendurch pausiert der Benziner oft. Wenn er läuft, hält ihn die komplexe Automatik häufig im mittleren Tourenbereich – gut für den Wirkungsgrad, aber kein Hörvergnügen. Fahrwerk & Traktion - Straffe, doch nicht stoßige Abstimmung. Agiles Handling, Heck-Schwenks werden vom ESP im Ansatz unterbunden. Leichtgängige, etwas syntheti­sche Lenkung, solide Bremsen. Das mas­sive Drehmoment erfordert gefühlvolles Gasgeben, Stichwort Traktion. Bedienung & Multimedia - Die Digital-Armaturen sind gut ablesbar, ebenso der große Touchscreen auf der Mittelkonsole – der lässt sich vielfach konfigurieren, reagiert allerdings fallweise langsam. Logische Bedienung, doch Satel­lit zur Radio-Bedienung hinterm Lenkrad versteckt. Ob breiter C-Säulen eingeschränkte Übersicht nach schräg hinten. Gute Sitzposition auf bequemem Gestühl. Smartphone-Anbindung Serie, induktives Handyladen kostet 180 Euro extra. Innen- & Kofferraum - Vorne klassenübliche Platzverhältnisse, Fond im Konkurrenz-Vergleich beengt. Grundkofferraum aufgrund der darunter verbauten Batterie um fast 100 Liter kleiner als bei normalen Clios. Nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen entsteht keine Stufe. Hohe Ladekante. Viele, nicht sehr große Ablagen. Dran & Drin - Als „Limited Edition“ luxuriös: Navi, Klimaautomatik, LED-Scheinwerfer samt Fernlicht-Sensor, schlüsselloser Zugang, Rückfahrkamera – alles Serie. Dazu Extras zu fairen Preisen. In der Basis-Ausstattung „Zen“ um fast 4000 Euro günstiger. Solide Verarbeitung, sympathische Material-Wahl. Schutz & Sicherheit - Kleinwagen-üblicher Airbag-Schutz, Notbrems- und Spurhalte-Assistent serienmäßig. Weitere As­­sistenzsysteme sind gegen moderate Aufpreise erhältlich, wenn auch nicht im nochmals vergüns­tig­­ten Paket (wie beim „Intens“).  Preis & Kosten - Preislich auf dem gleichen Niveau wie der Toyota Yaris Hybrid (seit jener um 2000 Euro vergünstigt wurde). Verbrauch auf Diesel-Niveau. Positiv: kaum Kfz-Steuer, vier Jahre Neuwagen-Garantie, dichtes Werkstatt-Netz. Als Hybrid wahrscheinlich mit guter Werthaltung.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1612871822329{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1612871231138{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Adrettes, großteils angenehm bedienbares Clio-Cockpit, der auffällige Hochkant-Touchscreen ist beim „Limited Edition“ serienmäßig. [/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb4374b5-9b8c"][vc_column_text]R4, 16V, 1598 ccm, 91 PS (67 kW) bei 5600/min, max. Drehmoment 144…

6.6

FAZIT

Vollhybrid-Kleinwagen mit wenig Durst und viel Ausstattung.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R4, 16V, 1598 ccm, 91 PS (67 kW) bei 5600/min, max. Drehmoment 144 Nm bei 3200/min, E-Motoren: 49 PS (36 kW) bzw. 205 Nm, Sys­temleistung 140 PS (103 kW) bzw. 205 Nm, Lithium-Ionen-Akku 1,2 kWh, 2+4-Gang-Automatik, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4050/1798/1440 mm, Radstand 2583 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,4 m, Reifendimen­sion 195/55 R 16 (Testwagen-Bereifung Continental WinterContact TS860), Tankinhalt 39 l, Reichweite 780 km, Kofferraumvolumen 246–1069 l, Leergewicht (EU) 1323 kg, zul. Gesamtgewicht 1758 kg, max. Anh.-Last 900 kg, 0–100 km/h 9,9 sec, Spitze 186 km/h, Steuer (jährl.) € 86,40, Werkstätten in Österreich 173, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch (kombiniert) 4,4 l, Testverbrauch 5,0 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 98/115 g/km 

Front- und vordere Seiten­airbags, durchgehende Kopfairbag-Vorhänge, Notbrems-Assistent mit Fußgänger-Erkennung, Spurhalte-Warner und -Assistent, Abstandswarner, Berganfahrhilfe, LED-Scheinwerfer, digitalisierte Armaturen, Licht-, Regen u. Fernlichtsensor, Klimaautomatik, Tempomat, Navigationssystem, 9,3- Zoll-Touchscreen, Soundsystem mit DAB-Tuner u. 6 LS, Apple CarPlay & Android Auto, Bluetooth, vier E-Fensterheber, el. klappbare Außenspiegel, Innenspiegel aut. abblendend, schlüsselloser Zugang, Rückfahrkamera, akust. Einparkhilfe v+h, E-Feststellbremse, 16 Zoll-Aluräder etc.

Adaptiv-Tempomat € 360,– (Autobahn- und Stau-Assistent dazu € 240,–), Toterwinkel-Assistent € 180,–, Einpark-Vollautomatik € 120,–, Rundum-Kameras € 120,–, Lenkrad- und Sitzheizung  € 420,–, Bose-Sound € 600,–, abgedunkelte Fondscheiben € 240,–, Metallic-Lack ab € 480,– etc.

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