Ja, es sind zwei Strom-Motoren an Bord: Einer (29 PS) hilft beim Antrieb, der andere (20 PS) dient als Generator beim Rekuperieren und ersetzt die Kupplung. Das neuartige „Multi Mode“-Getriebe bietet zwei Gänge für den Stromer und vier für den Verbrenner, die es einzeln aktivieren oder beliebig kombinieren kann – woraus sich 14 Übersetzungs-Möglichkeiten ergeben. In Sachen Verbrauch kommt man mit fünf Litern durch. Man stromert zwar maximal drei Kilometer am Stück (weshalb der rein elektrische „EV“-Modus nur bedingt Sinn macht), aber sehr häufig zwischendurch. Preislich bleibt der Clio E-TECH fair: Ab 21.640 Euro ist man dabei, sofern man sich nicht gerade für unseren Testwagen in fein ausgestatteter „Limited Edition“ entscheidet.
Fahrwerk & Traktion – Straffe, doch nicht stoßige Abstimmung. Agiles Handling, Heck-Schwenks werden vom ESP im Ansatz unterbunden. Leichtgängige, etwas synthetische Lenkung, solide Bremsen. Das massive Drehmoment erfordert gefühlvolles Gasgeben, Stichwort Traktion.
Bedienung & Multimedia – Die Digital-Armaturen sind gut ablesbar, ebenso der große Touchscreen auf der Mittelkonsole – der lässt sich vielfach konfigurieren, reagiert allerdings fallweise langsam. Logische Bedienung, doch Satellit zur Radio-Bedienung hinterm Lenkrad versteckt. Ob breiter C-Säulen eingeschränkte Übersicht nach schräg hinten. Gute Sitzposition auf bequemem Gestühl. Smartphone-Anbindung Serie, induktives Handyladen kostet 180 Euro extra.
Innen- & Kofferraum – Vorne klassenübliche Platzverhältnisse, Fond im Konkurrenz-Vergleich beengt. Grundkofferraum aufgrund der darunter verbauten Batterie um fast 100 Liter kleiner als bei normalen Clios. Nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen entsteht keine Stufe. Hohe Ladekante. Viele, nicht sehr große Ablagen.
Dran & Drin – Als „Limited Edition“ luxuriös: Navi, Klimaautomatik, LED-Scheinwerfer samt Fernlicht-Sensor, schlüsselloser Zugang, Rückfahrkamera – alles Serie. Dazu Extras zu fairen Preisen. In der Basis-Ausstattung „Zen“ um fast 4000 Euro günstiger. Solide Verarbeitung, sympathische Material-Wahl.
Schutz & Sicherheit – Kleinwagen-üblicher Airbag-Schutz, Notbrems- und Spurhalte-Assistent serienmäßig. Weitere Assistenzsysteme sind gegen moderate Aufpreise erhältlich, wenn auch nicht im nochmals vergünstigten Paket (wie beim „Intens“).
Preis & Kosten – Preislich auf dem gleichen Niveau wie der Toyota Yaris Hybrid (seit jener um 2000 Euro vergünstigt wurde). Verbrauch auf Diesel-Niveau. Positiv: kaum Kfz-Steuer, vier Jahre Neuwagen-Garantie, dichtes Werkstatt-Netz. Als Hybrid wahrscheinlich mit guter Werthaltung.








