In Sachen Sprit-Konsum kann der große Tscheche freilich nur dann Vorteile verbuchen, wenn er nicht zu lange Strecken am Stück gefahren und dazwischen brav angesteckt wird. 43 Kilometer schafften wir mit vollen Akkus rein elektrisch, was ob dicker 19-Zöller gar nicht so schlecht ist. Mit leeren Batterien kamen wir dann auf 7,8 Liter – selbst da pausierte der 1400er-Benziner 30 Prozent der gefahrenen Strecke. Und der Preis? Mit 45.000 Euro Starttarif ist der Superb Combi iV etwa 3000 Euro teurer als der ähnlich dynamische Benziner und rund 1700 Euro teurer als der vergleichbare Diesel. Die Differenz zum Ölbrenner wird freilich durch die E-Mobilitäts-Förderung ausgeglichen – und bei Sachbezug & NoVA schlägt der iV die meisten seiner Brüder.
Fahrwerk & Traktion – Komfortable, aber keinesfalls schwammige Grundabstimmung – selbst im Sport-Modus. Leichte Lastwechsel-Reaktionen beim Gaswegnehmen in flotten Kurven. Selten Traktions-Probleme, tadellose Lenkung – und auch die Bremsen passen.
Bedienung & Multimedia – 1A-Möbel und -Sitzposition, Bedienung leicht zu durchschauen, Drehregler beim großen Multimedia-Schirm (Option) gehen freilich ab. Gute Sprachsteuerung, volle Smartphone-Anbindung plus induktive Ladeschale Serie. Genug Ablagen, viele kleine praktische Details, Stichwort „Simply Clever“. Fein: E-Kindersicherung für Fondtüren.
Innen- & Kofferraum – Massig Platz für die Passagiere, formidable Fond-Kniefreiheit. Gepäckraum durch Hybrid-Akkus beschnitten, dennoch groß genug, außerdem einfach einzuräumen über große E-Heckklappe und stets mit ebener Ladefläche. Optionen: Gepäcknetz-Set (56 Euro), Netz-Trennwand (164 Euro), Skisack (117 Euro), klappbare Beifahrersitz-Lehne (91 Euro).
Dran & Drin – Sehr solide Serien-Mitgift, dennoch viele Extras ums (auch NoVA-bedingt) faire Geld, zum Teil in attraktiven Paketen gebündelt. Tadellos: Material- und Verarbeitungsqualität.
Schutz & Sicherheit – Wer das günstige Sicherheits-Paket dazunimmt, ist gut gerüstet – inklusive Fond-Seitenkissen.
Reichweite & Laden – Von den versprochenen 57 Kilometern E-Reichweite kommen in der Praxis 43 an. Wallbox-Ladekabel um 149 Euro Aufpreis, bei 3,6 kW sind leere Akkus in 3,5 Stunden voll, bei 2,3 kW in fünf.
Preis & Kosten – Nicht billig, in Sachen Peis/Leistung aber gut aufgestellt. Der etwas kleinere Plattform-Bruder Passat ist spürbar teurer. Sprit-Verbrauch nur bei häufigem Strom-Nachladen attraktiv. Für Business-Kunden 4300 Euro Bonus. Die Dreijahres-Garantie lässt sich gegen 399 Euro auf fünf verlängern.









