Richtig brillieren kann der Antrieb hingegen im Gelände: Dort kann man die Kraft fein dosieren, der herausragende Allradantrieb wird vom Stand weg dank Elektro-Boost mit genügend Drehmoment gefüttert, was den hybridisierten XV auch dank guter Offroad-Daten und eigenem Gelände-Fahrprogramm zu einem feinen Soft-Kraxler macht. Ein holpriger Waldweg steht ihm also trotz Marketing-Bemühungen, den Subaru XV jung und dynamisch wirken zu lassen, deutlich besser als das bunte Innenstadt-Leben.
Fahrwerk & Traktion – Sehr komfortable Fahrwerksabstimmung, etwas Wankneigung, wenig Dynamik-Ambitionen. Sicheres Fahrverhalten, keine Tücken im Grenzbereich. Ausreichend gefühlvolle und direkte Lenkung. Gute Bremsen. Souveräner Allradantrieb.
Bedienung & Multimedia – Gute Ergonomie, sehr komfortables Gestühl (allerdings ohne viel Seitenhalt). Etwas gewöhnungsbedürftige, jedoch logische und durchdachte Bedienung. Viele analoge Knöpfe und Schalter. Viele gut nutzbare Ablagen. Sehr gute Übersicht (vor allem nach vorne), dazu serienmäßige Rückfahrkamera. Fein: volle Smartphone-Anbindung.
Innen- & Kofferraum – Großzügige Platzverhältnisse vorne und hinten, eingeschränkt ist nur die Fond-Kopffreiheit sowie der Kofferraum – dort knabbert das Hybridsystem 45 Liter vom Basis-Volumen weg, dafür bleibt der Ladeboden auch nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen stets eben. Keine E-Heckklappe verfügbar.
Dran & Drin – Wie für einen Japaner üblich ist im Top-Trimm „Premium“ alles Erdenkliche mit an Bord. XV-Plus: Auch die Basis „Style“ für 5000 Euro weniger bietet bereits Allrad und Automatik, heizbare Sitze, Apple CarPlay & Android Auto, 8 Zoll-Touchscreen, einen DAB-Tuner sowie 18-Zöller. Bis auf Metallic-Lack keine Extras. Solide Materialien, gute Verarbeitung.
Schutz & Sicherheit – Das durchschnittliche Airbag-Aufgebot sowie Voll-LED-Scheinwerfer werden von vielen E-Fahrhilfen ergänzt: Aktiver Spurhalte-Assistent und Abstandsregel-Tempomat sind immer verbaut, beim „Premium“ kommen noch Toterwinkel- und Querverkehrs- Warner sowie ein Fernlicht-Assistent dazu.
Preis & Kosten – Ähnlich robust wirkende und offroad-taugliche Kompakt-SUVs: der gleich bepreiste Mitsubishi ASX und der kleinere, billigere und schwächere Suzuki SX4 S-Cross Hybrid. Hoher (Praxis-)Verbrauch, ausreichend dichtes Werkstatt-Netz. Drei Jahre Garantie, zwölf Jahre gegen Durchrostung. Vermutlich gute Werthaltung.







