TEST: Suzuki Jimny 1,5 VVT Allgrip flash

20. Februar 2019
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Suzuki
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:102 PS
Testverbrauch:7,9 l/100km
Modelljahr:2019
Grundpreis:21.490 Euro

Suzuki setzte bei der Neuauflage des Mini-Offroaders Jimny auf Retro-Design im Stil des Urvaters LJ, der erstmals 1979 über europäische Feldwege rumpelte. Der ­kleine Japaner wirkt dabei aber nicht altmodisch, sondern völlig zeitlos. Seine Linien scheinen wie mit dem Lineal gezogen, was perfekte Über- und Rundumsicht bringt. Die Technik ist simpel, dennoch finden sich im Topmodell Navi, Verkehrs­zei­chen-Erkennung, Spurverlassens-Warner und Notbrems-Assistent. Und klarer­weise die Konnektivitäts-Dienste Apple CarPlay bzw. Android Auto.

Assistenten, die ins Lenkrad eingreifen, gibt es wegen der altmodischen, äußerst indirekten Kugelumlauf-Lenkung keine. Die bringt im Gelände Sicherheit, verhin­dert aber richtig knackige Wendigkeit in der City, dem zweiten natürlichen Lebens­raum des Jimny. Das stört Fans naturgemäß gar nicht, die ersten rund 750 für Ös­terreich vorgesehenen Stück sind bereits ausverkauft – mit Wartezeiten ist dem­nach zu rechnen. Warten lohnt sich aber, trotz mancher Eigenarten ist der Jimny ein Charakterkopf, der dank seiner Robustheit schon immer äußerst wertstabil war. Falls man ihn überhaupt irgendwann verkauft, denn im Normalfall hält er ewig.

Motor & Getriebe – Der Vierzylinder-Sauger klingt rau und vibriert spürbar, sein Drehmoment ist überschaubar. Etwas hakelige Schaltung. Die kurze Getriebeübersetzung sorgt überland für ein hohes Drehzahl-Niveau.

Fahrwerk & Traktion – Die vergleichsweise sanfte Fahrwerksabstimmung und die hohen Reifenflanken bringen erträglichen Komfort. Kehrseite: kräftige Wankbewegungen, im Grenzbereich frühes Untersteuern. Traktion mit Hinterradantrieb OK, sehr indirekte Lenkung, leid­­lich wirksame Bremsen.

Stock & Stein – Kurzer Radstand, zwei Starrachsen, viel Bodenfrei­­heit, Bergabfahrhilfe sowie Geländeunter­setzung bringen offroad beste Haltungsnoten. Zuschalt-Allrad ohne Mitteldifferenzial, daher nur auf losem Untergrund einsetzbar.

Cockpit & Bedienung – Übersichtliches Cockpit, logisch aufgebautes Info­tainmentsystem. Straffes Gestühl mit etwas kurzen Sitzflächen. Plus: gute Rundumsicht, kleiner Wen­­dekreis. Minus: keine Lenkrad-Reichweitenverstellung, Fond-Fenster nicht zu öffnen.

Innen- & Kofferraum – Vorne enorme Kopffreiheit, für die Ellbogen wird es knapp. Im Fond fehlt es an Beinfreiheit, Komfort-Einstieg nach hinten nur über Beifahrerseite und dort ohne Memory. Ein Kofferraumvolumen offenbart sich erst nach 1:1-Umlegen der neigungsverstellbaren Fondlehnen. Hohe Ladekante, Heck­­tür öffnet seitlich. Wenig Ablagen.

Dran & Drin – In der Topausstattung „flash“ mit LED-Licht, Navi etc. gut bestückt, Rückfahrkamera und hintere Park-Piepser übers Zubehör-Programm. Vier­­gang-Automatik kostet 1000 Euro Aufpreis.

Schutz & Sicherheit – Gängige Airbag-Bestückung, an prominenten Assis­tenzsystemen gibt es bloß den Spurver­las­sens-Warner. Nur drei Sterne beim Euro NCAP-Crashtest.

Sauber & Grün – Recht hoher Verbrauch. Kein Start/Stopp-System.

Preis & Kosten – Mit Abstand preisgünstigster echter Offroader. Drei Jahre Garantie, zwölf gegen Durchrosten. Jährliches Service nötig, durchaus dichtes Werkstatt-Netz. In Sachen Werthaltung eine Bank.

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Bewusst robustes Cockpit: alles ab­­wasch- und mit Arbeitshandschuhen bedienbar. Offroader-Merkmal: seitlich öffnende Heckklappe mit außen angeschraubtem Reserverad.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Suzuki setzte bei der Neuauflage des Mini-Offroaders Jimny auf Retro-Design im Stil des Urvaters LJ, der erstmals 1979 über europäische Feldwege rumpelte. Der ­kleine Japaner wirkt dabei aber nicht altmodisch, sondern völlig zeitlos. Seine Linien scheinen wie mit dem Lineal gezogen, was perfekte Über- und Rundumsicht bringt. Die Technik ist simpel, dennoch finden sich im Topmodell Navi, Verkehrs­zei­chen-Erkennung, Spurverlassens-Warner und Notbrems-Assistent. Und klarer­weise die Konnektivitäts-Dienste Apple CarPlay bzw. Android Auto. Assistenten, die ins Lenkrad eingreifen, gibt es wegen der altmodischen, äußerst indirekten Kugelumlauf-Lenkung keine. Die bringt im Gelände Sicherheit, verhin­dert aber richtig knackige Wendigkeit in der City, dem zweiten natürlichen Lebens­raum des Jimny. Das stört Fans naturgemäß gar nicht, die ersten rund 750 für Ös­terreich vorgesehenen Stück sind bereits ausverkauft – mit Wartezeiten ist dem­nach zu rechnen. Warten lohnt sich aber, trotz mancher Eigenarten ist der Jimny ein Charakterkopf, der dank seiner Robustheit schon immer äußerst wertstabil war. Falls man ihn überhaupt irgendwann verkauft, denn im Normalfall hält er ewig.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Vierzylinder-Sauger klingt rau und vibriert spürbar, sein Drehmoment ist überschaubar. Etwas hakelige Schaltung. Die kurze Getriebeübersetzung sorgt überland für ein hohes Drehzahl-Niveau. Fahrwerk & Traktion - Die vergleichsweise sanfte Fahrwerksabstimmung und die hohen Reifenflanken bringen erträglichen Komfort. Kehrseite: kräftige Wankbewegungen, im Grenzbereich frühes Untersteuern. Traktion mit Hinterradantrieb OK, sehr indirekte Lenkung, leid­­lich wirksame Bremsen. Stock & Stein - Kurzer Radstand, zwei Starrachsen, viel Bodenfrei­­heit, Bergabfahrhilfe sowie Geländeunter­setzung bringen offroad beste Haltungsnoten. Zuschalt-Allrad ohne Mitteldifferenzial, daher nur auf losem Untergrund einsetzbar. Cockpit & Bedienung - Übersichtliches Cockpit, logisch aufgebautes Info­tainmentsystem. Straffes Gestühl mit etwas kurzen Sitzflächen. Plus: gute Rundumsicht, kleiner Wen­­dekreis. Minus: keine Lenkrad-Reichweitenverstellung, Fond-Fenster nicht zu öffnen. Innen- & Kofferraum - Vorne enorme Kopffreiheit, für die Ellbogen wird es knapp. Im Fond fehlt es an Beinfreiheit, Komfort-Einstieg nach hinten nur über Beifahrerseite und dort ohne Memory. Ein Kofferraumvolumen offenbart sich erst nach 1:1-Umlegen der neigungsverstellbaren Fondlehnen. Hohe Ladekante, Heck­­tür öffnet seitlich. Wenig Ablagen. Dran & Drin - In der Topausstattung „flash“ mit LED-Licht, Navi etc. gut bestückt, Rückfahrkamera und hintere Park-Piepser übers Zubehör-Programm. Vier­­gang-Automatik kostet 1000 Euro Aufpreis. Schutz & Sicherheit - Gängige Airbag-Bestückung, an prominenten Assis­tenzsystemen gibt es bloß den Spurver­las­sens-Warner. Nur drei Sterne beim Euro NCAP-Crashtest. Sauber & Grün - Recht hoher Verbrauch. Kein Start/Stopp-System. Preis & Kosten - Mit Abstand preisgünstigster echter Offroader. Drei Jahre Garantie, zwölf gegen Durchrosten. Jährliches Service nötig, durchaus dichtes Werkstatt-Netz. In Sachen Werthaltung eine Bank.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1550661354578{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1550660805055{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Bewusst robustes Cockpit: alles ab­­wasch- und mit Arbeitshandschuhen bedienbar. Offroader-Merkmal: seitlich öffnende Heckklappe mit außen angeschraubtem Reserverad.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb433811-8491"][vc_column_text]R4, 16V, 1462 ccm, 102 PS (75 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 130 Nm bei 4000/min, Fünfgang-Getriebe, Hinterradantrieb (Allrad zuschaltbar), Scheibenbremsen v, Trommeln h, L/B/H 3645/1645/1705 mm, Radstand 2250 mm, 4 Sitze, Wendekreis 9,8 m, Reifendimension 195/80 R 15 (Testwagen-Bereifung Falken Espia EPZ II), Tankinhalt 40 l, Reichweite 505 km, Kofferraumvolumen 85–830 l, Leergewicht 1165 kg, zul. Gesamtgewicht…

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FAZIT

Preisgünstig-robuster Offroad-Zwerg mit großteils liebenswerten Eigenarten.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 2.33 ( 3 Stimmen)
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R4, 16V, 1462 ccm, 102 PS (75 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 130 Nm bei 4000/min, Fünfgang-Getriebe, Hinterradantrieb (Allrad zuschaltbar), Scheibenbremsen v, Trommeln h, L/B/H 3645/1645/1705 mm, Radstand 2250 mm, 4 Sitze, Wendekreis 9,8 m, Reifendimension 195/80 R 15 (Testwagen-Bereifung Falken Espia EPZ II), Tankinhalt 40 l, Reichweite 505 km, Kofferraumvolumen 85–830 l, Leergewicht 1165 kg, zul. Gesamtgewicht 1435 kg, max. Anh.-Last 1300 kg, 0–100 km/h ca. 11 sec, 60–100 km/h (im 4. Gang) 11,5 sec, Spitze 145 km/h, Steuer (jährl.) € 379,44, Werkstätten in Österreich 155, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/au­ßer­orts/Mix) 7,7/6,2/6,8 l, Testverbrauch 7,9 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 154/182 g/km

Front-, vordere Seiten- und durchgehende Kopfairbags, Notbrems-Assistent, Spurverlassens-Warner, Verkehrszeichen-Erkennung, Bergan- und Bergab­fahrhilfe, Gelände-Untersetzung, Tempomat, LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automa­tik, Lichtsensor, Navigation mit 7-Zoll-Touchscreen, Audiosystem mit 2 LS und USB-Slot sowie DAB-Tuner, Apple CarPlay & Android Auto, Bluetooth für Telefon und Audio, Klimaautomatik, E-Fensterheber, beheizbare E-Außenspiegel, Sitzheizung v, Aluräder etc.

Extras: Metallic-Lack: € 390,–, Dachlackierung schwarz € 360,–

Zubehör (exkl. Einbau): Einparkhilfe h € 158,–, Regensensor € 187,–, Rückfahrkamera € 227,–, USB-Slot im Fond € 66,–, Unterfahrschutz € 461,–, Flankenschutz € 486,–, Re­serverad-Abdeckung ab € 34,–, Gepäckraum-Trenngitter € 324,–, Gepäckraum-Wanne ab € 50,–, Fahrradheckträger € 527,–, Skiträger € 269,–, Anhängekupplung ab € 360,– etc.

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