Test: Suzuki Vitara 1.5 Dualjet Hybrid 6AGS flash

2. August 2022
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Suzuki
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:116 PS
Testverbrauch:6,5 l/100km
Modelljahr:2022
Grundpreis:33.590 Euro

Suzukis aktuelle Modellpolitik ist eigenwillig: Dem seit 2015 gebauten Vitara stellte man kürzlich den brandneuen S-Cross zur Seite. Der ist deutlich größer, kostet aber kaum 1000 Euro mehr. Ebenfalls ungewöhnlich: Einer­seits integrierte man zwei Toyota-Modelle praktisch unverändert in die eigene Pa­lette, andererseits griff man für die Entwicklung eines Vollhybrids mit Allrad-Plus nicht auf die Hilfe des Elektrifizierungs-Pioniers zurück, sondern machte es selbst. Und präsentiert das neue System nicht im frischen S-Cross, sondern aktualisiert damit den Vitara.

Auch der Antrieb selbst hält sich nicht an den Mainstream: Die Leistung des Elektromotors fällt mit 33 PS zahm aus, und im Gegensatz zu anderen Vollhybriden hat er keine (Stufenlos-)Automatik, sondern ein automatisiertes Sechsgang-Getriebe. Wer jetzt bei jedem Schaltvorgang ruckende Passagier-Köpfe befürchtet, sei entwarnt: Die Gangwechsel sind sanft, und auch beim Rangieren gibt sich das System keine Blöße. Allerdings ist man selten elektrisch unterwegs, selbst im Stillstand und beim Reversieren wird der Benziner nicht rigoros abgeschaltet. Daraus ergab sich denn auch ein Testverbrauch, der jenen von hybridlosen Verbrennern kaum unterbieten kann.

Motor & Getriebe – Der wenig drehmomentstarke, aber kultivierte Benziner schiebt im Verbund mit dem Elektromotor ausreichend druckvoll an. Rein elektrisches Fahren ist selten (etwas häufiger im „Eco“-Modus). Schnell und ruckarm schaltendes automatisiertes Getriebe mit souveräner Kriech-Funktion.

Fahrwerk & Traktion – Straffe, dennoch nicht unkomfortable Federung. Relativ geringes Untersteuern, Heck-Schwenks werden vom ESP im Ansatz unterbunden. Agiles Einlenkverhalten über präzise Lenkung, kräftige Bremsen. Die Hinterachse wird bei Bedarf zugeschaltet und sorgt für sichere Traktion.

Bedienung & Multimedia – Konservativ-übersichtliches Analog-Cockpit, Touchscreen mit simplem Menü und wenigen Funktionen. Volle Smartphone-Integration, aber keine kabellose Lademöglichkeit. Etwas umständliche Sprachsteuerung, nur ein USB-Anschluss. Straff-bequemes Gestühl, gute Rundumsicht, angenehm kleiner Wendekreis.

Innen- & Kofferraum – Klassenübliche Platzverhältnisse vorne, im Fond erfreut der großzügige Knieraum, die sehr geringe Kopffreiheit (aufgrund des beim „flash“ obligatorischen Panoramadachs) ärgert dagegen. Recht kleiner Kofferraum, die 2:1 geteilten Fondlehnen bilden nach Umlegen keine Stufe. Hybrid-bedingt flaches Kellerfach, brauchbar dimensionierte Ablagen.

Dran & Drin – Die Topversion „flash“ ist dem „shine“ unter anderem um Navi, Panoramadach, elektrisch klappbare Außenspiegel und Teilledersitze voraus – wer das nicht braucht, spart 2600 Euro. Keine Extras erhältlich. Robuste Materialien, mit etwas Leder aufgehübscht, sehr solide Verarbeitung.

Schutz & Sicherheit – Zur Standard-Bestückung an Airbags gesellt sich ein Luftsack für die Fahrerknie. Alle ­klassenüblichen Assistenzsysteme plus Rückfahrkamera an Bord.

Preis & Kosten – Hybrid-Preisvergleich: Der Toyota Yaris Cross liegt mit dem Vitara auf Augenhöhe, der Hyundai Kona ist günstiger und PS-stärker, bietet aber keinen Allradantrieb. Jährliche Service-Intervalle, dichtes Werkstattnetz. Drei Jahre Garantie, gute Werthaltung, mittelmäßig günstiger Verbrauch.

Typisch Vitara: Das Cockpit präs­entiert sich konservativ, übersichtlich und robust.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Suzukis aktuelle Modellpolitik ist eigenwillig: Dem seit 2015 gebauten Vitara stellte man kürzlich den brandneuen S-Cross zur Seite. Der ist deutlich größer, kostet aber kaum 1000 Euro mehr. Ebenfalls ungewöhnlich: Einer­seits integrierte man zwei Toyota-Modelle praktisch unverändert in die eigene Pa­lette, andererseits griff man für die Entwicklung eines Vollhybrids mit Allrad-Plus nicht auf die Hilfe des Elektrifizierungs-Pioniers zurück, sondern machte es selbst. Und präsentiert das neue System nicht im frischen S-Cross, sondern aktualisiert damit den Vitara. Auch der Antrieb selbst hält sich nicht an den Mainstream: Die Leistung des Elektromotors fällt mit 33 PS zahm aus, und im Gegensatz zu anderen Vollhybriden hat er keine (Stufenlos-)Automatik, sondern ein automatisiertes Sechsgang-Getriebe. Wer jetzt bei jedem Schaltvorgang ruckende Passagier-Köpfe befürchtet, sei entwarnt: Die Gangwechsel sind sanft, und auch beim Rangieren gibt sich das System keine Blöße. Allerdings ist man selten elektrisch unterwegs, selbst im Stillstand und beim Reversieren wird der Benziner nicht rigoros abgeschaltet. Daraus ergab sich denn auch ein Testverbrauch, der jenen von hybridlosen Verbrennern kaum unterbieten kann.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der wenig drehmomentstarke, aber kultivierte Benziner schiebt im Verbund mit dem Elektromotor ausreichend druckvoll an. Rein elektrisches Fahren ist selten (etwas häufiger im „Eco“-Modus). Schnell und ruckarm schaltendes automatisiertes Getriebe mit souveräner Kriech-Funktion. Fahrwerk & Traktion - Straffe, dennoch nicht unkomfortable Federung. Relativ geringes Untersteuern, Heck-Schwenks werden vom ESP im Ansatz unterbunden. Agiles Einlenkverhalten über präzise Lenkung, kräftige Bremsen. Die Hinterachse wird bei Bedarf zugeschaltet und sorgt für sichere Traktion. Bedienung & Multimedia - Konservativ-übersichtliches Analog-Cockpit, Touchscreen mit simplem Menü und wenigen Funktionen. Volle Smartphone-Integration, aber keine kabellose Lademöglichkeit. Etwas umständliche Sprachsteuerung, nur ein USB-Anschluss. Straff-bequemes Gestühl, gute Rundumsicht, angenehm kleiner Wendekreis. Innen- & Kofferraum - Klassenübliche Platzverhältnisse vorne, im Fond erfreut der großzügige Knieraum, die sehr geringe Kopffreiheit (aufgrund des beim „flash“ obligatorischen Panoramadachs) ärgert dagegen. Recht kleiner Kofferraum, die 2:1 geteilten Fondlehnen bilden nach Umlegen keine Stufe. Hybrid-bedingt flaches Kellerfach, brauchbar dimensionierte Ablagen. Dran & Drin - Die Topversion „flash“ ist dem „shine“ unter anderem um Navi, Panoramadach, elektrisch klappbare Außenspiegel und Teilledersitze voraus – wer das nicht braucht, spart 2600 Euro. Keine Extras erhältlich. Robuste Materialien, mit etwas Leder aufgehübscht, sehr solide Verarbeitung. Schutz & Sicherheit - Zur Standard-Bestückung an Airbags gesellt sich ein Luftsack für die Fahrerknie. Alle ­klassenüblichen Assistenzsysteme plus Rückfahrkamera an Bord. Preis & Kosten - Hybrid-Preisvergleich: Der Toyota Yaris Cross liegt mit dem Vitara auf Augenhöhe, der Hyundai Kona ist günstiger und PS-stärker, bietet aber keinen Allradantrieb. Jährliche Service-Intervalle, dichtes Werkstattnetz. Drei Jahre Garantie, gute Werthaltung, mittelmäßig günstiger Verbrauch.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1659433033727{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1659432718618{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Typisch Vitara: Das Cockpit präs­entiert sich konservativ, übersichtlich und robust.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43b081-1efa"][vc_column_text]R4, 16V, 1462 ccm, 102 PS (75 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 138 Nm bei 4400/min, E-Motor 33 PS (24 kW) bzw. 60 Nm, Systemleistung 116 PS (85 kW), Akku k.A., automatisiertes Sechsgang-Getriebe, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4175/1775/ 1610 mm, Radstand 2500 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,4 m, Reifendimension 215/55 R…

6.3

FAZIT

City-SUV der robusten Sorte mit sehr dezentem Hybrid-System.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
6

R4, 16V, 1462 ccm, 102 PS (75 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 138 Nm bei 4400/min, E-Motor 33 PS (24 kW) bzw. 60 Nm, Systemleistung 116 PS (85 kW), Akku k.A., automatisiertes Sechsgang-Getriebe, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4175/1775/ 1610 mm, Radstand 2500 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,4 m, Reifendimension 215/55 R 17 (Testwagen-Bereifung 215/60 R 16), Tankinhalt 47 l, Reichweite 725 km, Kofferraumvolumen 289–1046 l, Leergewicht (EU) 1338 kg, zul. Gesamtgewicht 1780 kg, max. Anh.-Last 1200 kg, 0–100 km/h 13,5 sec, Spitze 180 km/h, Steuer (jährl.) € 311,04, Werkstätten in Österreich 171, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert 5,9 l, Testverbrauch 6,5 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 133/150 g/km

Front- und vordere Seitenairbags, durchgehende Kopfairbag-Vorhänge, Fahrer-Knieairbag, Notbrems- und Spurhalteassistent, Adaptiv-Tempomat, Toterwinkel- und Querverkehrs-Warner, Verkehrszeichen- und Müdigkeitserkennung, Bergan- und Bergabfahrhilfe, LED-Scheinwerfer, Licht- und Regensensor, Rückfahrkamera, Einparkhilfe v+h, Klimaautomatik, Multimediasystem mit 7 Zoll-Touchscreen und 4 LS, Navigation, DAB-Tuner, Android Auto & Apple CarPlay, Teilleder­polsterung, Sitzheizung v, Außenspiegel heiz- u. el. klappbar, abgedunkelte Fondscheiben, el. Panoramaglasdach, schlüsselloser Zugang, 17 Zoll-Aluräder etc.

Metallic- oder Pearl-Lack € 490,–, Dachlackierung € 360,–

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