Ford Mondeo Hybrid

4. März 2015
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Ford
Klasse:Limousine
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:187 PS
Testverbrauch:5,8 l/100km
Modelljahr:2015
Grundpreis:36.750 Euro

Eine ausgewachsene Mittelklasse-Limousine mit 99g CO2-Etikett ist im Hinblick auf kommende Dienstwagen-Besteuerungsmodelle höchst interessant. Ford erreicht das beim neuen Mondeo mit klassischer Hybrid-Technik – sprich Saug-Benziner plus Elektromotor. Trotz stufenlosem Getriebe agiert der Kölner halbwegs spontan auf Gaspedal-Befehle, die Praxis-Fahrleistungen gefallen ebenso wie der nur hör­bare Übergang von Strom- auf (zusätzlichen) Benzin-Betrieb. Und weil der Zwit­ter-Mondeo rein elektrisch ziemlich flott fahren kann (in unserem Test bis rund 100 km/h) und seine Batterien auch immer recht schnell auflädt, sind die Verbrä­u­che auch in der Praxis attraktiv.

Die Hürden liegen nicht etwa beim Preis – der konventionell 1500er-Turbo mit 160 PS und Automatik ist 600 Euro teurer –, sondern im geringeren Nutzwert: Den Hy­brid-Mondeo gibt es nur viertürig, und gegenüber dem Fünftürer schrumpft der Kof­ferraum um satte 142 Liter. Bitter bei einem derart großen Auto, denn damit verab­schieden sich die meisten potenziellen Käufer: Für Vielfahrer macht nur ein Diesel Sinn, Familienväter wird das Gepäckabteil abschrecken. Und für die Stadt, wo der Mondeo Hybrid seine Stärken voll ausspielt, ist er schlicht zu groß.

Motor & Getriebe – Harmonisches Zusammenspiel zwischen Elektro- und Benzinmotor, halbwegs flotte Reaktion auf „Kickdown“, dann aber etwas brummig. Ob stufenlosem Getriebe keine Schaltrucke.

Fahrwerk & Traktion – Optimal zwischen viel Komfort und genug Agilität abgestimm­tes Fahrwerk – die Akkus im Heck machen den Hybrid-Mondeo aber etwas last­wechsel-anfälliger in Kurven (ESP hat’s freilich im Griff). Problemlose Traktion bei trockener Fahr­bahn. Sehr gute Lenkung, Bremsen konzept-bedingt gewöhnungsbedürftig zu dosieren.

 Cockpit & Bedienung – Sehr gut: Sitzposition und Ergonomie – viele „Knöpfe“ am zentralen Touchscreen sind jedoch zu klein. Immerhin gibt’s eine brauchbare Sprachsteuerung. Nach etwas Gewöhnung hat man die Bordcomputer-Steuerung über Lenkrad-Tasten gut im Griff. Einparkhilfe und Rückfahrkamera empfehlenswerte Extras.

Innen- & Kofferraum – Die Passagiere haben viel Platz, etwas eng wird es nur für Großgewachsene im Fond-Kopfbereich. Dickes Minus: Die Lithium-Ionen-Akkus knabbern dem Koffer­raum viel Volumen weg, machen ihn verschachtelt und lassen als einzige Erweite­rungs-Option eine Ski-Durchreiche zu. Immerhin: recht große Öffnung, niedrige Ladekante. Ablagen-Aufkommen OK, aber kleine Türfächer.

Dran & Drin – Der Hybrid-Ford ist nur in einer Ausstattungsvariante lieferbar, die auf dem recht generösen „Titanium“ basiert. Fast alle Extras der normalen Mondeos zu haben (zum Teil in günstigen Paketen) –damit viel Aufmotz-Spielraum. Angenehme Materialien, solide Verarbeitung.

Schutz & Sicherheit – Tolles Airbag-Aufkommen, dazu serienmäßig schon einige Assistenzsysteme (Müdigkeitswarner, Fahrspur-Hilfe), der Rest ist zukaufbar.

Sauber & Grün – Praxis-Verbrauch nicht so weit weg von der Werksangabe wie befürchtet, in der Stadt sind fünf Liter drin. Abgasseitig auch ein Braver.

Preis & Kosten – Der kompaktere und nicht so gut bestückte Lexus IS 300h ist gleich gepreist, der voll ausgestattete Kia Optima Hybrid kostet 7600 Euro mehr. Auf 3400 Euro mehr kommt der luxuriösere Peugeot 508 mit Quasi-Allrad. Ford-Plus: dichtes Werkstatt-Netz. Beim Hybrid-Modell fünf Jahre Garantie.

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Hohe Sitzposition, aufgeräumtes Cockpit – das Weglassen von Tasten bringt freilich kleine Bedien-Schwächen. Zusätzlich zum Kombi-Instrument kann man den Kraftfluss auch genau aufge­schlüsselt auf dem großen Touchscreen betrachten.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Eine ausgewachsene Mittelklasse-Limousine mit 99g CO2-Etikett ist im Hinblick auf kommende Dienstwagen-Besteuerungsmodelle höchst interessant. Ford erreicht das beim neuen Mondeo mit klassischer Hybrid-Technik – sprich Saug-Benziner plus Elektromotor. Trotz stufenlosem Getriebe agiert der Kölner halbwegs spontan auf Gaspedal-Befehle, die Praxis-Fahrleistungen gefallen ebenso wie der nur hör­bare Übergang von Strom- auf (zusätzlichen) Benzin-Betrieb. Und weil der Zwit­ter-Mondeo rein elektrisch ziemlich flott fahren kann (in unserem Test bis rund 100 km/h) und seine Batterien auch immer recht schnell auflädt, sind die Verbrä­u­che auch in der Praxis attraktiv. Die Hürden liegen nicht etwa beim Preis – der konventionell 1500er-Turbo mit 160 PS und Automatik ist 600 Euro teurer –, sondern im geringeren Nutzwert: Den Hy­brid-Mondeo gibt es nur viertürig, und gegenüber dem Fünftürer schrumpft der Kof­ferraum um satte 142 Liter. Bitter bei einem derart großen Auto, denn damit verab­schieden sich die meisten potenziellen Käufer: Für Vielfahrer macht nur ein Diesel Sinn, Familienväter wird das Gepäckabteil abschrecken. Und für die Stadt, wo der Mondeo Hybrid seine Stärken voll ausspielt, ist er schlicht zu groß.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Harmonisches Zusammenspiel zwischen Elektro- und Benzinmotor, halbwegs flotte Reaktion auf „Kickdown“, dann aber etwas brummig. Ob stufenlosem Getriebe keine Schaltrucke. Fahrwerk & Traktion - Optimal zwischen viel Komfort und genug Agilität abgestimm­tes Fahrwerk – die Akkus im Heck machen den Hybrid-Mondeo aber etwas last­wechsel-anfälliger in Kurven (ESP hat’s freilich im Griff). Problemlose Traktion bei trockener Fahr­bahn. Sehr gute Lenkung, Bremsen konzept-bedingt gewöhnungsbedürftig zu dosieren.  Cockpit & Bedienung - Sehr gut: Sitzposition und Ergonomie – viele „Knöpfe“ am zentralen Touchscreen sind jedoch zu klein. Immerhin gibt’s eine brauchbare Sprachsteuerung. Nach etwas Gewöhnung hat man die Bordcomputer-Steuerung über Lenkrad-Tasten gut im Griff. Einparkhilfe und Rückfahrkamera empfehlenswerte Extras. Innen- & Kofferraum - Die Passagiere haben viel Platz, etwas eng wird es nur für Großgewachsene im Fond-Kopfbereich. Dickes Minus: Die Lithium-Ionen-Akkus knabbern dem Koffer­raum viel Volumen weg, machen ihn verschachtelt und lassen als einzige Erweite­rungs-Option eine Ski-Durchreiche zu. Immerhin: recht große Öffnung, niedrige Ladekante. Ablagen-Aufkommen OK, aber kleine Türfächer. Dran & Drin - Der Hybrid-Ford ist nur in einer Ausstattungsvariante lieferbar, die auf dem recht generösen „Titanium“ basiert. Fast alle Extras der normalen Mondeos zu haben (zum Teil in günstigen Paketen) –damit viel Aufmotz-Spielraum. Angenehme Materialien, solide Verarbeitung. Schutz & Sicherheit - Tolles Airbag-Aufkommen, dazu serienmäßig schon einige Assistenzsysteme (Müdigkeitswarner, Fahrspur-Hilfe), der Rest ist zukaufbar. Sauber & Grün - Praxis-Verbrauch nicht so weit weg von der Werksangabe wie befürchtet, in der Stadt sind fünf Liter drin. Abgasseitig auch ein Braver. Preis & Kosten - Der kompaktere und nicht so gut bestückte Lexus IS 300h ist gleich gepreist, der voll ausgestattete Kia Optima Hybrid kostet 7600 Euro mehr. Auf 3400 Euro mehr kommt der luxuriösere Peugeot 508 mit Quasi-Allrad. Ford-Plus: dichtes Werkstatt-Netz. Beim Hybrid-Modell fünf Jahre Garantie.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1451918892002{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1451918917149{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Hohe Sitzposition, aufgeräumtes Cockpit – das Weglassen von Tasten bringt freilich kleine Bedien-Schwächen. Zusätzlich zum Kombi-Instrument kann man den Kraftfluss auch genau aufge­schlüsselt auf dem großen Touchscreen betrachten.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px…

7.3

Fazit

Komfortable Mittelklasse-Limousine mit Grün-Bonus und Gepäck-Malus.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 0.44 ( 8 Stimmen)
7

R4, 16V, 140 PS (103 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 173 Nm, E-Motor: 48 PS (35 kW), Systemleistung: 187 PS (138 kW) bei 6000/min bzw. 300 Nm bei 1750–4500/min, stufenloses Automatik-Getriebe, Vorder­radantrieb, Schei­benbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4867/1852/1501 mm, Radstand 2850 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,5 m, Reifendimension 215/60 R 16 (Testwagen-Bereifung Michelin Alpin 5), Tankinhalt 53 l, Reichweite 915 km, Kofferraumvolumen 383 l, Leerge­wicht 1662 kg, zul. Gesamtgewicht 2250 kg, max. Anh.-Last –, 0–100 km/h 9,2 sec, Spitze 187 km/h, Steuer (jährl.) € 601,92, Werkstätten in Österreich 201, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außer­orts/Mix) 2,8/5,0/4,2 l, Testverbrauch 5,8 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 99/133 g/km

Frontairbags, Seitenairbags v/h, durchgehende Kopfairbags, Fah­rer-Knieairbag, ESP, Bremsassistent, Müdigkeitswarner, Fahrspur-Assistent, autom. Fernlicht, Abbiegelicht, Verkehrsschild-Erkennung, Isofix, heizb. Frontscheibe, Licht- und Regensensor, Innenspiegel autom. abblend., Klima­automatik, Vordersitze beheiz­bar und mit Lendenwirbelstütze, CD-Radio mit 8 LS und USB-Anschluss, Bluetooth für Telefon und Audio, Sprach­steuerung, Multifunktions-Lederlenkrad, Außenspiegel elektr. verstell-, beheiz- und klappbar, vier E-Fensterheber, Tempomat, Aluräder etc.

(tw. in Paketen): Gurtairbags h € 244,–, Active City Stopp € 252,–, Alarmanlage € 302,–, Toter Winkel-Assistent € 655,–, Radar-Tempomat (inkl. Auffahr-Warnung, Ein­parkhilfe etc.) € 1300,–, LED-Scheinwerfer € 1684,–, schlüs­selloser Zugang € 272,–, ab­gedunkelte Fond-Scheiben € 282,–, Panoramadach inkl. Sonnenschutzrollos h € 1059,–, E-Glas-Hub/Schiebedach € 1109,–, Einparkhilfe v/h € 524,–, Einpark-Automatik € 706,–, Rückfahrkamera € 302,–, E-Fahrersitz mit Memory € 615,–, Alcantara/Leder-Polsterung inkl. E-Vordersitze, fahrerseitig mit Memory € 2349,–/2853,– (mit Premium-Leder und klimatisierten Massage-Sitzen v € 3519,–), 8 Zoll Touch Screen ab € 403,– (inkl. Navigation € ab 1008,–), Metallic-Lack € 807,– etc.

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