Großer Test Skoda Kamiq 1.5 TSI DSG Monte Carlo

7. Juni 2024
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Skoda
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:150 PS
Testverbrauch:6,3 l/100km
Modelljahr:2024
Grundpreis:38.650 Euro

Seit 2019 ist der Skoda Kamiq nun auf dem Markt – ein Treffer. Als City-SUV schon konzeptbedingt von den Kunden geschätzt, besticht er außerdem durch praktische Werte, gute Qualität und einen fairen Preis. Nach fünf Jahren waren ein paar Adaptionen angesagt, aber ganz sicher kein großes Facelift. Daher gönnte man dem kleinsten der vier erhältlichen Skoda-SUV lediglich einen Hauch Frische. Was völlig genügt, denn altmodisch wirkte der Kamiq nun wirklich nicht.

Am ehesten fällt der nach aktuellem Markenstil achteckige Kühlergrill auf, der außerdem etwas aufrechter im Wind steht. Kleine Umformungen gab es auch an Scheinwerfern und Stoßfängern, die Blinker zeigen etwaige Richtungswechsel nun elegant-dynamisch an. 

Da es im Innenraum bereits Digital-Instrumente und einen modern freistehenden Touchscreen gab, änderte sich hier nichts. Wie gehabt schätzt man die sinnvoll-durchdachten Lenkrad-Tasten, die im Gegensatz zu manch fumme­ligen Konkurrenz-Produkten (auch aus dem eigenen Konzern) schnell und vor allem blind ertastbar sind. 

Ebenfalls gelungen: die wie gehabt unabhängig vom Touchscreen bedienbare Klima-Einheit, die lediglich etwas höher positioniert sein könnte. Merklich aufgepeppt wurden die
Materialien im Cockpit, die nun ohne Wenn und Aber als hochwertig durchgehen. Die neue Noblesse unterstreichen auch die Namen der Ausstattungslinien: „Essence“, „Selection“ und „Monte Carlo“.

Wir waren so frei, uns letztere zu greifen und wurden deshalb serienmäßig unter anderem mit Panoramadach, Sportsitzen und effektivem Matrix-LED-Licht verwöhnt. Wer A sagt, muss auch B sagen – daher bitte um die Topmotorisierung: vier Zylinder, 150 PS, Doppelkupplungs-Automatik. Weil der bekannte 1,5-Liter-Motor über Zylinderabschaltung verfügt, liegt er beim Verbrauch auf dem Niveau des ebenfalls angebotenen 115-PS-Dreizylinders, verkneift sich aber dessen hörbares Kaltlauf-Genagel. Unterm Strich ist man mit dem Vierzylinder rund 2,5 Sekunden früher auf 100 km/h. 

Wer darauf verzichten kann und lieber rund 2500 Euro spart, ist mit dem Dreizylinder auch nicht schlecht bedient. Gefühlt beschleunigt dieser nämlich kaum weniger spritzig.

Apropos sparen: Skoda ist zum Feiern zumute, deshalb gibt es bis zum 30. Juni einen „Celebration Bonus“ für alle Kamiq. Vom jeweiligen Neupreis kann man, falls man bis dahin den Kaufvertrag unterzeichnet, noch 2000 Euro abziehen. 

Motor & Getriebe

Der leise und laufruhige Vierzylinder zeigt bei niedrigen Drehzahlen etwas verhaltenes Temperament, zieht bei höheren Touren aber kräftig durch. Die Doppelkupplungs-Automatik hat ihre sieben Gänge gut im Griff und gibt sich beim Rangieren keine rucke­lige Blöße. 

Fahrwerk & Traktion

Durchaus komfortabel abgestimmtes Fahrwerk, dennoch agiles Abbiegen über die präzise Lenkung. Im Grenzbereich keine Heck-Schwenks und nur wenig Untersteuern, letzterem wirkt das ESP schnell entgegen. Solide Bremsen, die Traktion stößt bei Nässe an ihre Grenzen.

Bedienung & Multimedia

Gelungene Ergonomie, angenehm hohe Sitzposition. Gute Sicht nach vorne, auch nach schräg hinten sieht man genug – unterstützt durch die Rückfahrkamera. Logisch aufgebautes Multi­mediasystem, Sprachsteuerung und Online-Verkehrsinfos nur gegen Aufpreis. Typisch Skoda: Die zahlreichen „Simply Clever“-Details (Trichter im Scheibenwaschwasser-Verschluss, Regenschirm in der Fahrertür, Eiskratzer im Tankdeckel etc). Induktives Handyladen für 225 Euro.

Innen- & Kofferraum

Vorne wie hinten im Klassenvergleich großzügige Platzverhältnisse. Sehr gut: die Sportsitze des „Monte Carlo“. Im Spitzenfeld der City-SUV liegt das Volumen des zudem gut nutzbaren Kofferraums, der mit doppeltem Ladeboden (182 Euro extra) auch nach 2:1 Umlegen der ­Fondlehnen eine ebene Fläche bietet. Viele brauchbare Ablagen.

Dran & Drin

Die sportliche Top-Ausstattungslinie „Monte Carlo“ bringt unter anderem Klimaautomatik, heizbare Vordersitze, Panoramadach und 17 Zoll-Aluräder. Dazu gibt es viele Extras zu fairen Preisen: neben weiteren „Simply Clever“-Gimmicks auch Nobles wie Sitzheizung hinten, Einpark-Automatik oder Adaptiv-Fahrwerk. Materialien und Verarbeitung auf hohem Niveau. 

Schutz & Sicherheit

Nur sechs Airbags serienmäßig, erst gegen Aufpreis gibt es einen Luftsack für die Fahrerknie plus hintere Seitenairbags. Gleiches Bild bei den Assistenzsystemen: Serie ist das gesetzliche Minimum, aufrüsten kann man mittels mehrerer Pakete. Plus: aufpreisfreies Matrix-LED-Licht, volle fünf Sterne im Euro-NCAP-Crashtest. 

Preis & Kosten

Der Kamiq ist im Vergleich zu seinen Brüdern Seat Arona und VW T-Cross deutlich teurer, bietet aber auch mehr Platz und ist qualita­tiv hochwertiger. Und: Bis 30. Juni gibt es für den Skoda den „Celebra­tion Bonus“ von 2000 Euro. Braver Test-Verbrauch, lange Wartungs-Intervalle, geringer Wertverlust. Fünf Jahre ­Garantie, um satte 1499 Euro auf sieben erweiterbar.

Abgesehen von verfeinerten Materialien blieb das übersicht­liche Kamiq-Cockpit unverändert.

[vc_row][vc_column][vc_column_text css=""]Seit 2019 ist der Skoda Kamiq nun auf dem Markt – ein Treffer. Als City-SUV schon konzeptbedingt von den Kunden geschätzt, besticht er außerdem durch praktische Werte, gute Qualität und einen fairen Preis. Nach fünf Jahren waren ein paar Adaptionen angesagt, aber ganz sicher kein großes Facelift. Daher gönnte man dem kleinsten der vier erhältlichen Skoda-SUV lediglich einen Hauch Frische. Was völlig genügt, denn altmodisch wirkte der Kamiq nun wirklich nicht. Am ehesten fällt der nach aktuellem Markenstil achteckige Kühlergrill auf, der außerdem etwas aufrechter im Wind steht. Kleine Umformungen gab es auch an Scheinwerfern und Stoßfängern, die Blinker zeigen etwaige Richtungswechsel nun elegant-dynamisch an.  Da es im Innenraum bereits Digital-Instrumente und einen modern freistehenden Touchscreen gab, änderte sich hier nichts. Wie gehabt schätzt man die sinnvoll-durchdachten Lenkrad-Tasten, die im Gegensatz zu manch fumme­ligen Konkurrenz-Produkten (auch aus dem eigenen Konzern) schnell und vor allem blind ertastbar sind.  Ebenfalls gelungen: die wie gehabt unabhängig vom Touchscreen bedienbare Klima-Einheit, die lediglich etwas höher positioniert sein könnte. Merklich aufgepeppt wurden die Materialien im Cockpit, die nun ohne Wenn und Aber als hochwertig durchgehen. Die neue Noblesse unterstreichen auch die Namen der Ausstattungslinien: „Essence“, „Selection“ und „Monte Carlo“. Wir waren so frei, uns letztere zu greifen und wurden deshalb serienmäßig unter anderem mit Panoramadach, Sportsitzen und effektivem Matrix-LED-Licht verwöhnt. Wer A sagt, muss auch B sagen – daher bitte um die Topmotorisierung: vier Zylinder, 150 PS, Doppelkupplungs-Automatik. Weil der bekannte 1,5-Liter-Motor über Zylinderabschaltung verfügt, liegt er beim Verbrauch auf dem Niveau des ebenfalls angebotenen 115-PS-Dreizylinders, verkneift sich aber dessen hörbares Kaltlauf-Genagel. Unterm Strich ist man mit dem Vierzylinder rund 2,5 Sekunden früher auf 100 km/h.  Wer darauf verzichten kann und lieber rund 2500 Euro spart, ist mit dem Dreizylinder auch nicht schlecht bedient. Gefühlt beschleunigt dieser nämlich kaum weniger spritzig. Apropos sparen: Skoda ist zum Feiern zumute, deshalb gibt es bis zum 30. Juni einen „Celebration Bonus“ für alle Kamiq. Vom jeweiligen Neupreis kann man, falls man bis dahin den Kaufvertrag unterzeichnet, noch 2000 Euro abziehen. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text css="" el_class="testkategorien"] Motor & Getriebe Der leise und laufruhige Vierzylinder zeigt bei niedrigen Drehzahlen etwas verhaltenes Temperament, zieht bei höheren Touren aber kräftig durch. Die Doppelkupplungs-Automatik hat ihre sieben Gänge gut im Griff und gibt sich beim Rangieren keine rucke­lige Blöße.  Fahrwerk & Traktion Durchaus komfortabel abgestimmtes Fahrwerk, dennoch agiles Abbiegen über die präzise Lenkung. Im Grenzbereich keine Heck-Schwenks und nur wenig Untersteuern, letzterem wirkt das ESP schnell entgegen. Solide Bremsen, die Traktion stößt bei Nässe an ihre Grenzen. Bedienung & Multimedia Gelungene Ergonomie, angenehm hohe Sitzposition. Gute Sicht nach vorne, auch nach schräg hinten sieht man genug – unterstützt durch die Rückfahrkamera. Logisch aufgebautes Multi­mediasystem, Sprachsteuerung und Online-Verkehrsinfos nur gegen Aufpreis. Typisch Skoda: Die zahlreichen „Simply Clever“-Details (Trichter im Scheibenwaschwasser-Verschluss, Regenschirm in der Fahrertür, Eiskratzer im Tankdeckel etc). Induktives Handyladen für 225 Euro. Innen- & Kofferraum Vorne wie hinten im Klassenvergleich großzügige Platzverhältnisse. Sehr gut: die Sportsitze des „Monte Carlo“. Im Spitzenfeld der City-SUV liegt das Volumen des zudem gut nutzbaren Kofferraums,…

8.3

FAZIT

Praktisch-fescher City-SUV. Als Topmodell nicht billig, dafür fein ausgestattet.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
8

R4, 16V, Turbo, 1498 ccm, 150 PS (110 kW) bei 5000/min, max. Drehmoment 250 Nm bei 1500/min, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.)

L/B/H 4241/1793/1562 mm, Radstand 2639 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,8 m, Reifendimension 205/55 R 17 (Testwagen-Bereifung 215/45 R 18), Tankinhalt 50 l, Reichweite 795 km, Kofferraumvolumen 400–1395 l, Leergewicht 1288 kg, zul. Gesamtgewicht 1747 kg, max. Anh.-Last 1250 kg

0–100 km/h 8,3 sec, Spitze 213 km/h, Steuer (jährl.) € 656,64, Werkstätten in Österreich 227, Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Normverbrauch kombiniert 5,8 l, Testverbrauch 6,3 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 130/145 g/km

sechs Airbags, Notbrems-, Spurhalte-, Querverkehrs-, und Aufmerksamkeits-Assistent, Verkehrszeichen-Erkennung, Matrix-LED-Scheinwerfer, Licht-, Fernlicht- und Regensensor, Tempomat, Zweizonen-Klimaautomatik, Einparkhilfe h, Rückfahrkamera, Innenspiegel aut. abblendend, Außenspiegel aut. abblendend und el. klappbar, digitale Instru­mente 8 Zoll, 8 Zoll-Touchscreen-Multimediasystem mit USB-C-Slots und 8 LS, Android Auto und Apple CarPla, DAB-Tuner, 4x USB-C, vier E-Fensterheber, FB-Zentralsperre, Sportsitze, Sitzheizung v, Panorama-Glasdach, abgedunkelte Fondscheiben, 17 Zoll-Aluräder etc.

Sicherheits-Paket (Knieairbag Fahrer, Seitenairbags h) € 596,–, Fahrassistenz Plus-Paket (Spurführungs- u. Spurwechsel-Assistent, Adaptiv-Tempomat) € 932,–, Komfort-Paket (schlüsselloser Zugang, Rückfahrkamera, Einparkhilfe v) € 752,–, Drive Plus-Paket (Virtual Cockpit 10 Zoll, Rückfahrkamera, Parklenk-Assistent, Einparkhilfe v, Sport-/Normalfahrwerk, schlüsselloser Zugang, Alarmanlage, E-Heckklappe etc.) € 1782,–, Infotainment-Paket (Navigation, Gesten- u. Sprachsteuerung, WLAN, Web-Radio, Echtzeit-Verkehrsinfos) € 898,–, E-Fahrersitz plus div. „Simply Clever“-Features € 1038,–, Sitzheizung h € 194,–, HiFi-Sound  € 677,–,  Netztrennwand € 127,–, Anhängerkupplung schwenkbar € 803,–, Metallic-Lack ab € 644,–, 18-Zoll-Felgen € 585,– etc.