Klassik-Kauftipp der Woche

23. September 2016
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Neue Autos sind etwas Schönes, keine Frage. Doch fast noch mehr bringen automobile Klassiker das Herz des Autonarren zum Pochen – so auch bei uns, versteht sich. Doch die Auswahl ist riesig, und überall lauern interessante Angebote. Aus diesem Grund werfen wir jede Woche an dieser Stelle unsere erfahrene Angel aus und picken für euch als Empfehlung einen besonderen Klassiker heraus, der gerade nach einem neuen Besitzer sucht. Natürlich stets samt Hintergrund-Infos und Tipps. Diese Woche:

 

Ein klassischer Porsche aus den 60ern um unter 50.000 Euro – wo ist der Haken? Nun, der liegt einzig und allein an der Typenbezeichnung: 912, also nur vier Zylinder, die im Heck boxen. Aus sportlicher Sicht kein Drama, der leichte Motor sorgt für nicht dramatisch schlechtere Fahrleistungen als das Aggregat des damaligen 911, das ebenfalls nur zwei Liter Hubraum aufwies. Aber eben 110 statt 90 PS wie beim 912. Zugegeben, klangtechnisch kann der Vierer dem Sechser auch nicht das Wasser reichen, ist also eher Käfer als klassischer Porsche.

Doch im Sog der „echten“ Elfer sind die Tarife für 912 in den letzten Jahren deutlich gestiegen, vor allem bei den Fahrzeugen mit kurzem Radstand wie unserem Kauftipp hier. Der Grazer Porsche ist in sportlichem schwarz gehalten, dass Momo Prototipo-Lenkrad ist zwar nicht original, aber absolut zeitgenössisch. Original ist auch der Auspuff nicht – doch optisch verspricht er eine gewisse Klang-Kompensation Richtung Elfer.

210_-1089926289Viel hat der Verkäufer nicht an Text hinterlassen im Inserat, also Pluspunkt ist zu vermerken, dass der Wagen auf 15 Zoll-Fuchsfelgen anstatt auf den standardmäßigen Stahlrädern steht. Und der attraktive Tarif lässt noch etwas Spielraum zum Investieren bis hin zum Zustand 2-Marktwert von 51.000 Euro. Die gelben Scheinwerfer könnten auf ein Vorleben in Frankreich hindeuten – wem’s nicht gefällt, Ersatz in Form von weißen Streuscheiben ist gar nicht teuer.

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