Test: Hyundai Ioniq 5 Top Line Long Range AWD

11. Mai 2022
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Hyundai
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Elektro
Leistung:305 PS
Testverbrauch:21,9 kWh/100km
Modelljahr:2022
Grundpreis:56.590 Euro

In der September-Ausgabe feierte der Hyundai Ioniq 5 einen gelungenen Einstand, der auffällige Stromer konnte sich im großen Vergleichstest gegen Ford Mustang Mach-E, Audi Q4 e-tron und VW ID.4 durchsetzen. Jetzt gastiert der koreanische Crossover als Spitzenmodell mit Top-Ausstattung, Allrad und großem Akku bei uns. Knapp 57.000 Euro stehen da am Zettel, dafür ist die Mitgift praktisch lückenlos – und der Antritt dank 305 PS und 605 Nm souverän. Gut zwei Drittel der Kunden entscheiden sich übrigens für einen Allradler und für die größere der zwei angebotenen Batterien, beides bringt eine Mehrleistung mit sich und kostet jeweils 3000 Euro extra.

Die Lieferzeiten betragen aktuell sechs bis acht Monate, so ist das halt bei Erfolgstypen in Zeiten der Halbleiter-Krise. Allerdings stehen bei den Händlern noch ­einige vorkonfigurierte Fahrzeuge. Zu den Ausstattungsstufen gibt es noch eine überschau­bare Menge an Extras, wobei die Wärmepumpe in unseren Breiten in Sachen Reichweite wohl mehr bringt als das noch teurere Solardach. Apropos Strom-Verbrauch: Obwohl mit beiden Features bestückt, verfehlte unser Testwagen die WLTP-Werksangabe doch ­deutlich – das lag wohl auch an den größeren und breiteren 20 Zöllern. 

Motor & Getriebe – Die beiden E-Motoren schieben vehement an. Die Rekuperation kann man via Lenkrad-Paddels verwalten oder in einen gut funktionierenden Auto­matik- bzw. einen „Ein-Pedal“-Modus versetzen.

Fahrwerk & Traktion – Dank langem Radstand ordentliches Schluckvermögen, allein kurze Stöße können durchkommen. In flotten Kurven sicher, aber mit spürbarer, wenn auch undramatischer Seiten-Neigung, bei Lastwechsel tückenfrei. Lenkung: eher indirekt, aber nicht unpräzise. Top-Traktion dank Allrad, 1A-Bremsen. 

Bedienung & Multimedia – Vielfach verstellbare Möbel, Top-Sitzposi­tion. Gut ablesbares Monitor-Doppel mit scharfen Bildern. Gute Sprachsteuerung. Smartphone-Anbindung und induktives Handyladen Serie, ebenso Rundumkameras. Fein: Headup-Display mit Augmented Reality-Einblendungen, genug Ablagen. Minus: großer Wendekreis, unergonomische Außentürgriffe. 

Innen- & Kofferraum – Viel Passagier-Platz, top bei Ellbogenfreiheit und Fond-Knieraum – dort lassen sich die 2:1 geteilten Sitze elektrisch längsverstellen, die Lehnen zudem justieren. Sind sie ganz vorgeklappt, bleibt der Boden des geräumi­gen Gepäckabteils eben. Fach unter vorderer Haube beim Allradler 24 statt 57 Liter.  

Dran & Drin – In der besseren der zwei Ausstattungsstufen für den AWD fast lückenlos bestückt, da bleiben kaum Extras. Solide Verarbeitung, ansprechende Materialien.

Schutz & Sicherheit – Anständiges Crashtest-Ergebnis, auch dank Zentral-Airbag vorne. Praktisch alle üblichen Assistenzsysteme Serie, Spurhalte-Hilfen verbesserungswürdig. 

Reichweite & Laden – Praxis-Reichweite kein Hit. Akkus-Laden mit bis zu 350 kW, dann sind sie in 17 Minuten zu 80 Prozent voll – auf der anderen Seite dauert eine Komplettfüllung an der Haushaltssteckdose über 30 Stunden. Mode 3-Kabel kostet extra (ab knapp 200 Euro).

Preis & Kosten – Plattform-Bruder Kia EV6 ist etwas teurer und etwas besser ausgestattet, leicht günstiger gibt es die weniger gut bestückten Ford Mustang Mach-E und Skoda Enyaq. Fünf Jahre Garantie, Jahresservice Pflicht. (Winterlicher) Strom-Verbrauch recht hoch. 

Hübsches Cockpit mit Monitor-Doppel wie bei nicht ganz so neuen Mercedes, Leder alternativ auch in schwarz. 

[vc_row][vc_column][vc_column_text]In der September-Ausgabe feierte der Hyundai Ioniq 5 einen gelungenen Einstand, der auffällige Stromer konnte sich im großen Vergleichstest gegen Ford Mustang Mach-E, Audi Q4 e-tron und VW ID.4 durchsetzen. Jetzt gastiert der koreanische Crossover als Spitzenmodell mit Top-Ausstattung, Allrad und großem Akku bei uns. Knapp 57.000 Euro stehen da am Zettel, dafür ist die Mitgift praktisch lückenlos – und der Antritt dank 305 PS und 605 Nm souverän. Gut zwei Drittel der Kunden entscheiden sich übrigens für einen Allradler und für die größere der zwei angebotenen Batterien, beides bringt eine Mehrleistung mit sich und kostet jeweils 3000 Euro extra. Die Lieferzeiten betragen aktuell sechs bis acht Monate, so ist das halt bei Erfolgstypen in Zeiten der Halbleiter-Krise. Allerdings stehen bei den Händlern noch ­einige vorkonfigurierte Fahrzeuge. Zu den Ausstattungsstufen gibt es noch eine überschau­bare Menge an Extras, wobei die Wärmepumpe in unseren Breiten in Sachen Reichweite wohl mehr bringt als das noch teurere Solardach. Apropos Strom-Verbrauch: Obwohl mit beiden Features bestückt, verfehlte unser Testwagen die WLTP-Werksangabe doch ­deutlich – das lag wohl auch an den größeren und breiteren 20 Zöllern. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Die beiden E-Motoren schieben vehement an. Die Rekuperation kann man via Lenkrad-Paddels verwalten oder in einen gut funktionierenden Auto­matik- bzw. einen „Ein-Pedal“-Modus versetzen. Fahrwerk & Traktion - Dank langem Radstand ordentliches Schluckvermögen, allein kurze Stöße können durchkommen. In flotten Kurven sicher, aber mit spürbarer, wenn auch undramatischer Seiten-Neigung, bei Lastwechsel tückenfrei. Lenkung: eher indirekt, aber nicht unpräzise. Top-Traktion dank Allrad, 1A-Bremsen.  Bedienung & Multimedia - Vielfach verstellbare Möbel, Top-Sitzposi­tion. Gut ablesbares Monitor-Doppel mit scharfen Bildern. Gute Sprachsteuerung. Smartphone-Anbindung und induktives Handyladen Serie, ebenso Rundumkameras. Fein: Headup-Display mit Augmented Reality-Einblendungen, genug Ablagen. Minus: großer Wendekreis, unergonomische Außentürgriffe.  Innen- & Kofferraum - Viel Passagier-Platz, top bei Ellbogenfreiheit und Fond-Knieraum – dort lassen sich die 2:1 geteilten Sitze elektrisch längsverstellen, die Lehnen zudem justieren. Sind sie ganz vorgeklappt, bleibt der Boden des geräumi­gen Gepäckabteils eben. Fach unter vorderer Haube beim Allradler 24 statt 57 Liter.   Dran & Drin - In der besseren der zwei Ausstattungsstufen für den AWD fast lückenlos bestückt, da bleiben kaum Extras. Solide Verarbeitung, ansprechende Materialien. Schutz & Sicherheit - Anständiges Crashtest-Ergebnis, auch dank Zentral-Airbag vorne. Praktisch alle üblichen Assistenzsysteme Serie, Spurhalte-Hilfen verbesserungswürdig.  Reichweite & Laden - Praxis-Reichweite kein Hit. Akkus-Laden mit bis zu 350 kW, dann sind sie in 17 Minuten zu 80 Prozent voll – auf der anderen Seite dauert eine Komplettfüllung an der Haushaltssteckdose über 30 Stunden. Mode 3-Kabel kostet extra (ab knapp 200 Euro). Preis & Kosten - Plattform-Bruder Kia EV6 ist etwas teurer und etwas besser ausgestattet, leicht günstiger gibt es die weniger gut bestückten Ford Mustang Mach-E und Skoda Enyaq. Fünf Jahre Garantie, Jahresservice Pflicht. (Winterlicher) Strom-Verbrauch recht hoch. [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1652302145998{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1652302173757{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Hübsches Cockpit mit Monitor-Doppel wie bei nicht ganz so neuen Mercedes, Leder alternativ auch in schwarz. [/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb4327ad-42a1"][vc_column_text]2 Synchronmotoren, Spitzenleistung 305 PS (225 kW), Dauerleistung 103 PS (76 kW), max. Drehmoment 605…

7.8

FAZIT

Auffälliger, luxuriöser und souveräner Familien-Stromer ums faire Geld.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Reichweite & Laden
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
8

2 Synchronmotoren, Spitzenleistung 305 PS (225 kW), Dauerleistung 103 PS (76 kW), max. Drehmoment 605 Nm, Akku (netto) 72,6 kWh, Allradantrieb mit fixer Übersetzung, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4635/1890/1647 mm, Radstand 3000 mm, 5 Sitze, Wendekreis 12,0 m, Reifendimension 235/55 R 19 (Testwagen-Bereifung 255/45 R 20), Kofferraumvolumen 531–1591 l, Leergewicht (EU) 2100 kg, zul. Gesamtgewicht 2540 kg, max. Anh.-Last 1600 kg, 0–100 km/h 5,2 sec, 60–100 km/h 3,6 sec, Spitze 185 km/h, Steuer (jährl.) keine, Werkstätten in Österreich 148, Service alle 30.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert 17,7 kWh, Testverbrauch 21,9 kWh, Reichweite Norm/Test 460/330 km, Ladedauer bei 11 kW (100%) 6:30 Std, bei 50/350 kW Gleichstrom (80%) 62/17 Min

sechs Airbags plus Zentral-Airbag v, Notbremsassistent mit Fußgänger/Radfahrer-Erkennung, Spurhalte-, Spurfolge-, Toterwin­kel- und Querverkehrs-Assistent, Adaptiv-Tempomat, Ausstiegs-Warner, Verkehrszeichen-Erkennung, LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automatik, Headup-Display, Zweizonen-Klimaautomatik, digitale Instrumente 12,3 Zoll, Lederpolsterung, klimatisierte E-Vordersitze mit Memory, Sitzheizung h, 12,3- Zoll-Touchscreen-Multimediasystem mit AUX/USB-Schnittstelle und 8 LS sowie Android Audio & Apple CarPlay, Navigation, DAB-Tuner, HiFi-Sound Bose, induktives Handyladen, Außenspiegel elektrisch klappbar, automatisch abblendender Innenspiegel, 230V-Steckdose im Fond, Einparkhilfe vorne und hinten, Rundumkamera, Einpark-Automatik, Licht- und Regensensor, schlüsselloser Zugang, heizbares Multifunktions-Lederlenkrad, 19 Zoll-Aluräder, E-Heckklappe etc.

Wärmepumpe € 1290,–, 20 Zoll-Räder € 890,–, Panorama-/Solardach € 1390,–/1790,–, 230V-Steckdose außen € 490,–, Metallic- bzw. Pearl-Lack ab € 650,–

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