Test: VW Tiguan TDI 150 4MOTION DSG R-Line

3. Mai 2021
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Volkswagen
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:150 PS
Testverbrauch:7,1 l/100km
Modelljahr:2021
Grundpreis:45.490 Euro

Der Tiguan ist die älteste SUV-Baureihe bei VW, bereits vor vier Jahren debütierte die zweite Generation des Kompakt-Kraxlers, seit kurzem präsentiert sie sich frisch geliftet. Das 4,5 Meter-Modell trägt jetzt jedenfalls mehr Touareg im Gesicht, der große Bruder fährt hier im Heft auf Seite 43 übrigens als Plug-In-Hybrid vor. Eine Ansteck-Version gibt es auch vom aufgefrischten Tiguan (siehe Fahrbericht in der Ausgabe 12/2020), jetzt nahmen wir uns die mittlere Ausbaustufe des von zwei SCR-Kats vorbildlich Abgas-gereinigten Zweiliter-Diesels vor. Während es die karge 122 PS-Version nur mit Frontantrieb und manuellem Getriebe gibt und das 200 PS-Topmodell nur mit Allrad und Doppelkupplung, hat man bei der Variante mit 150 PS die Qual der Wahl – wir ­entschieden uns jedenfalls für „einmal alles“, also zwei Pedale und vier angetriebene Räder.

Wer selten vollbeladen unterwegs ist oder kaum jemals schwere Anhänger ziehen muss, kommt mit der Leistung locker aus, zumal der Sprung zum etwas schluckfreudigeren Top-Diesel mit 5900 Euro Aufpreis ziemlich happig ist. Zum Charakter des Tiguan passt gemütliches Cruisen in jedem Fall auch ganz gut – Sportlichkeit kann man ja optisch mit der getesteten Ausstattungsvariante R-Line versprühen. 

Motor & Getriebe – Der bullige und gut gedämmte Diesel bewegt den schweren SUV gut. Die Doppelkupplung schaltet gekonnt, ihre Feinfühligkeit beim Rangieren passt. 

Fahrwerk & Traktion – Trotz 20-Zöllern guter Fahrkomfort – auch ob gleichfalls optionaler Adaptiv-Dämpfer, die sich fein justieren lassen. Gelungen: die Progressivlenkung für 237 Euro extra. In flotten Kurven sicher und mit wenig Seitenneigung bzw. Lastwechsel-Reaktionen. Top-Traktion, tadellose Bremsen. 

Bedienung & Multimedia – Sehr gute Sitzposition, in Sachen Bedienung nicht top (Lenkrad-Tasten bei den günstigeren ­Varianten besser, die Klima-Regelung war früher einfacher). Passable Sprachsteuerung für 231 Euro extra. Empfehlenswert, wenn auch mit simpler Aufklapp-Scheibe: das Headup-Display für 595 Euro. Induktives Handyladen kostet 489 Euro, Smartphone-Spiegeln ist Serie. Reichlich Ablagen.

Innen- & Kofferraum – Viel Platz vorne – und dank verschiebbarer Bank auch hinten. Fondlehnen (samt mittiger Durchreiche) neigungsverstellbar, nach dem Umlegen bleibt die Ladefläche nur eben, wenn der variable Boden um 368 Euro an Bord ist. Fein: Beifahrersitz-Lehne klappbar. Großer, gut nutzbarer Kofferraum, ein Trenn-Netz gibt’s für 184 Euro ­extra, die elektrische Heckklappe für 415 Euro.

Dran & Drin – In der sportlichen Top-Version passabel bestückt, Luxus wartet in der Aufpreisliste – Pflicht ist das Unlimited-Paket (siehe Liste), weil aktuell auf ein Drittel preisreduziert. Ohne Allrad 2600 Euro billi­ger. Angenehme Materialien, solide Verarbeitung.

Schutz & Sicherheit – Klassenübliches Aufkommen an Airbags und Fahrhilfen, gegen Aufpreis gibt es Seitenairbags hinten und praktisch alle gängigen Assistenzsysteme bis hin zum teilautonomen Fahren.

Preis & Kosten – Die etwas kleineren Brüder Seat Ateca und Skoda Karoq sind spürbar günstiger, BMW X1 und Audi Q3 ausstattungsbereinigt etwas teurer. Durchaus attraktiver Verbrauch. Nur zwei Jahre Garantie, gegen 349 Euro auf fünf Jahre (bzw. 100.000 km) verlängerbar. Pluspunkte: lange Service-Intervalle, dichtes Werkstatt-Netz, gute Werthaltung. 

Tiguan R-Line innen: Sportlenkrad mit nicht überzeugenden Softtouch-Reglern, 10 Zoll-Schirm gegen Aufpreis.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der Tiguan ist die älteste SUV-Baureihe bei VW, bereits vor vier Jahren debütierte die zweite Generation des Kompakt-Kraxlers, seit kurzem präsentiert sie sich frisch geliftet. Das 4,5 Meter-Modell trägt jetzt jedenfalls mehr Touareg im Gesicht, der große Bruder fährt hier im Heft auf Seite 43 übrigens als Plug-In-Hybrid vor. Eine Ansteck-Version gibt es auch vom aufgefrischten Tiguan (siehe Fahrbericht in der Ausgabe 12/2020), jetzt nahmen wir uns die mittlere Ausbaustufe des von zwei SCR-Kats vorbildlich Abgas-gereinigten Zweiliter-Diesels vor. Während es die karge 122 PS-Version nur mit Frontantrieb und manuellem Getriebe gibt und das 200 PS-Topmodell nur mit Allrad und Doppelkupplung, hat man bei der Variante mit 150 PS die Qual der Wahl – wir ­entschieden uns jedenfalls für „einmal alles“, also zwei Pedale und vier angetriebene Räder. Wer selten vollbeladen unterwegs ist oder kaum jemals schwere Anhänger ziehen muss, kommt mit der Leistung locker aus, zumal der Sprung zum etwas schluckfreudigeren Top-Diesel mit 5900 Euro Aufpreis ziemlich happig ist. Zum Charakter des Tiguan passt gemütliches Cruisen in jedem Fall auch ganz gut – Sportlichkeit kann man ja optisch mit der getesteten Ausstattungsvariante R-Line versprühen. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der bullige und gut gedämmte Diesel bewegt den schweren SUV gut. Die Doppelkupplung schaltet gekonnt, ihre Feinfühligkeit beim Rangieren passt.  Fahrwerk & Traktion - Trotz 20-Zöllern guter Fahrkomfort – auch ob gleichfalls optionaler Adaptiv-Dämpfer, die sich fein justieren lassen. Gelungen: die Progressivlenkung für 237 Euro extra. In flotten Kurven sicher und mit wenig Seitenneigung bzw. Lastwechsel-Reaktionen. Top-Traktion, tadellose Bremsen.  Bedienung & Multimedia - Sehr gute Sitzposition, in Sachen Bedienung nicht top (Lenkrad-Tasten bei den günstigeren ­Varianten besser, die Klima-Regelung war früher einfacher). Passable Sprachsteuerung für 231 Euro extra. Empfehlenswert, wenn auch mit simpler Aufklapp-Scheibe: das Headup-Display für 595 Euro. Induktives Handyladen kostet 489 Euro, Smartphone-Spiegeln ist Serie. Reichlich Ablagen. Innen- & Kofferraum - Viel Platz vorne – und dank verschiebbarer Bank auch hinten. Fondlehnen (samt mittiger Durchreiche) neigungsverstellbar, nach dem Umlegen bleibt die Ladefläche nur eben, wenn der variable Boden um 368 Euro an Bord ist. Fein: Beifahrersitz-Lehne klappbar. Großer, gut nutzbarer Kofferraum, ein Trenn-Netz gibt’s für 184 Euro ­extra, die elektrische Heckklappe für 415 Euro. Dran & Drin - In der sportlichen Top-Version passabel bestückt, Luxus wartet in der Aufpreisliste – Pflicht ist das Unlimited-Paket (siehe Liste), weil aktuell auf ein Drittel preisreduziert. Ohne Allrad 2600 Euro billi­ger. Angenehme Materialien, solide Verarbeitung. Schutz & Sicherheit - Klassenübliches Aufkommen an Airbags und Fahrhilfen, gegen Aufpreis gibt es Seitenairbags hinten und praktisch alle gängigen Assistenzsysteme bis hin zum teilautonomen Fahren. Preis & Kosten - Die etwas kleineren Brüder Seat Ateca und Skoda Karoq sind spürbar günstiger, BMW X1 und Audi Q3 ausstattungsbereinigt etwas teurer. Durchaus attraktiver Verbrauch. Nur zwei Jahre Garantie, gegen 349 Euro auf fünf Jahre (bzw. 100.000 km) verlängerbar. Pluspunkte: lange Service-Intervalle, dichtes Werkstatt-Netz, gute Werthaltung. [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1620039064291{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1620038558403{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Tiguan R-Line innen: Sportlenkrad mit nicht überzeugenden Softtouch-Reglern, 10 Zoll-Schirm gegen Aufpreis.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43b2f3-43d0"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo,…

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FAZIT

Selbst im Sport-Trimm komfortabler Familien-SUV ohne echte Schwächen.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
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R4, 16V, Turbo, 1968 ccm, 150 PS (110 kW) bei 3500/min, max. Drehmoment 360 Nm bei 1600–2750/min, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4509/1839/1675 mm, Radstand 2679 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,5 m, Reifendimension 255/45 R 19 (Testwagen-Bereifung Continental WinterContact 255/40 R 20), Tankinhalt 58 l (AdBlue: 12 l), Reichweite 820 km, Kofferraumvolumen 615–1655 l, Leergewicht (EU) 1818 kg, zul. Gesamtgewicht 2300 kg, max. Anh.-Last 2500 kg, 0–100 km/h 9,3 sec, Spitze 198 km/h, Steuer (jährl.) € 889,92, Werkstätten in Österreich 256, Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Normverbrauch (kombiniert) 6,4 l, Testverbrauch 7,1 l ­Diesel, CO2 (Norm/Test) 169/187 g/km

sechs Airbags plus Fahrer-Knieairbag, Spurhalte-, Fernlicht- und Notbrems-Assistent mit Fußgänger-Erkennung, Abstands­regel-Tempomat, aut. abblend. Innenspiegel, LED-Scheinwerfer, Einparkhilfe v/h, ­Dreizonen-Klimaautomatik, digitale Instrumente, Multimediasystem mit AUX/USB-C/Bluetooth und 6 LS, DAB-Tuner, 8 Zoll-Touchscreen, Apple CarPlay & Android Auto, Licht- und Regensensor, Aluräder 19 Zoll etc.

Seitenairbags h € 394,–, Matrix-LED-Licht € 483,–, Fahrassistenzpaket „Plus“  (Parklenk-Ass., Spurführungs- und Spurwechsel-Assistent, Verkehrszeichen-Erkennung etc.) € 965,–, Unlimited-Paket (Fahrassistenzpaket „Plus“, Sitz- und Lenkrad-Heizung, Rückfahrkamera, Außenspiegel el. klappbar, sensorgesteuerte E-Heckklappe, schlüsselloser Zugang, Navi) € 1003,–, adaptives Fahrwerk € 1098,–, Navi ab € 769,–, Rückfahr-/Rundumkamera € 431,–/842,–, Metallic-Lack ab € 800,–, Sitzheizung v/v+h € 330,–/599,–, Lederpolsterung inkl. E-Vordersitze mit Memory und Heiz/Massage-Funktion € 2836,–, 20 Zoll-Aluräder € 436,– etc. 

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