Test Kia EV6 GT

30. Mai 2023
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FAHRZEUGDATEN

Marke:Kia
Klasse:Limousine
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Elektro
Leistung:585 PS
Testverbrauch:21,9 kWh/100km
Modelljahr:2023
Grundpreis:75.990 Euro

Test Kia EV6 GT: In letzter Zeit erhalten wir immer wieder Leserzuschriften in der Art von: „Die Auto-In­dustrie gibt vor, mit Elektroautos die Klimakrise bekämpfen zu wollen, und dann leisten die Topmodelle von 500 PS aufwärts.“ Ein Widerspruch, allerdings ein verständlicher. „Early Adopters“, also Menschen, die schnell auf neue Technologien aufspringen, sind finanziell meist gut aufgestellt. Und ein echtes Stromer-Asset ist der mühelos-bra­chiale Antritt, mit dem ähnlich starke Verbrenner-Modelle einfach nicht mithalten können. Außerdem drückt der Staat selbst bei Hochleistungsgeräten in Sachen Steuern (noch) beide Augen zu.

Ein solches Gerät ist der Kia EV6 GT – Leistung satt und tolles Design als Draufgabe. Die vollen 585 PS gibt es nur im (am Lenkrad aktivierbaren) „GT Mode“, was eine gute Idee ist. Man muss sich somit bewusst darauf einlassen zu sündigen. Verstärkbar noch durch einen Drift-Modus inklusive kompletter ESP-Abschaltung. Ansonsten ist man in einem klassischen Gran Turismo unterwegs: souverän, bequem, langstreckentauglich. Wobei: Das Absolvieren langer Strecken ist bei 350 Kilometern realer Reichweite so eine Sache. Immerhin kann man den Akku dank 800 Volt-Ladetechnik – etwa an „Ionity“-Ladesäulen – schnell wieder auffüllen. Die genaue Bewertung des Test Kia EV6 GT lesen Sie unten.

Dieser Test erschien übrigens mit vielen weiteren in der Ausgabe März 2023 von Alles Auto, hier online zu bestellen.

Foto: Robert May

Motor & Getriebe

Die beiden starken Elektromotoren schieben an, dass es eine Freude ist. Angenehm linearer Leistungsaufbau. Feine adaptive Rekuperation, auch manuell
regelbar. Perfekt unauffälliges Eingang-Getriebe.

Fahrwerk & Traktion

Genug Federungskomfort, präzises Handling, ­keine Wank-Neigung. Direkt-agile Lenkung, aber großer Wendekreis. ESP agiert sanft, kann im „GT Mode“ abgeschaltet werden. Souveräne Traktion dank Allrad und schneller Regelsysteme (inklusive elektronischer Differenzialsperre). Tadellose Bremsen.

Bedienung & Multimedia

Die beiden Großbildschirme für Armaturen und Multimedia sind übersichtlich und trotz vieler Verstellmöglichkeiten logisch aufgebaut. Volle Anbindung des Smartphones, kabellos ist nur dessen ­Lade- Möglichkeit. Passgenaues Sport-Gestühl mit viel Seitenhalt. 

Innen- & Kofferraum

Das gute Platzangebot wird etwas durch die mäßige Kopffreiheit konterkariert. Brauchbarer Kofferraum mit hoher Ladekante, via 2:1-Umlege-Funktion der (neigungsverstellbaren) Lehnen plus Skidurchreiche erweiterbar. Das flache Kellerfach eignet sich für Ladekabel, vorne gibt es einen ­kleinen „Frunk“.

Dran & Drin

Die Ausstattung des GT ist von Haus aus komplett, Extras gibt es so gut wie keine. Lediglich die Sitze sind weder elektrisch verstell-, noch belüftbar. Solide Verarbeitung, ordentlicher Material-Eindruck.

Schutz & Sicherheit

Nur sechs Standard-Airbags, dafür das komplette Programm an Assistenzsystemen, die abseits fallweiser Pieps-Attacken großteils unauffällig agieren.

Reichweite & Laden

Bei entspannter Fahrweise kommt man mit 22 kWh Verbrauch durch. Die Werksangabe von 424 Kilometern verfehlten wir im Test deutlich, 350 Kilometer sind dennoch brauchbar. Sehr hohe (Gleichstrom-)Ladeleistung dank 800V-Technik.

Preis & Kosten

3,5 Sekunden auf 100 km/h sind nur in Form des Tesla Model 3 Performance günstiger zu haben – und der ist kleiner sowie bescheidener ausgestattet. Recht dichtes Werkstatt-Netz, lange Service-Intervalle. Typisch top: sieben Jahre Fahrzeug-Garantie.

Test Kia EV6 GT (Cockpit)

Kia-Cockpit: gut ­ablesbare Bild­schirme im Breit­format, „freisch­webende“ Mittelkonsole. Sportlich-gediegenes Gestühl, elek­trisch verstellbar ist es nicht

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Test Kia EV6 GT: In letzter Zeit erhalten wir immer wieder Leserzuschriften in der Art von: „Die Auto-In­dustrie gibt vor, mit Elektroautos die Klimakrise bekämpfen zu wollen, und dann leisten die Topmodelle von 500 PS aufwärts.“ Ein Widerspruch, allerdings ein verständlicher. „Early Adopters“, also Menschen, die schnell auf neue Technologien aufspringen, sind finanziell meist gut aufgestellt. Und ein echtes Stromer-Asset ist der mühelos-bra­chiale Antritt, mit dem ähnlich starke Verbrenner-Modelle einfach nicht mithalten können. Außerdem drückt der Staat selbst bei Hochleistungsgeräten in Sachen Steuern (noch) beide Augen zu. Ein solches Gerät ist der Kia EV6 GT – Leistung satt und tolles Design als Draufgabe. Die vollen 585 PS gibt es nur im (am Lenkrad aktivierbaren) „GT Mode“, was eine gute Idee ist. Man muss sich somit bewusst darauf einlassen zu sündigen. Verstärkbar noch durch einen Drift-Modus inklusive kompletter ESP-Abschaltung. Ansonsten ist man in einem klassischen Gran Turismo unterwegs: souverän, bequem, langstreckentauglich. Wobei: Das Absolvieren langer Strecken ist bei 350 Kilometern realer Reichweite so eine Sache. Immerhin kann man den Akku dank 800 Volt-Ladetechnik – etwa an „Ionity“-Ladesäulen – schnell wieder auffüllen. Die genaue Bewertung des Test Kia EV6 GT lesen Sie unten. Dieser Test erschien übrigens mit vielen weiteren in der Ausgabe März 2023 von Alles Auto, hier online zu bestellen. Foto: Robert May [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"] Motor & Getriebe Die beiden starken Elektromotoren schieben an, dass es eine Freude ist. Angenehm linearer Leistungsaufbau. Feine adaptive Rekuperation, auch manuell regelbar. Perfekt unauffälliges Eingang-Getriebe. Fahrwerk & Traktion Genug Federungskomfort, präzises Handling, ­keine Wank-Neigung. Direkt-agile Lenkung, aber großer Wendekreis. ESP agiert sanft, kann im „GT Mode“ abgeschaltet werden. Souveräne Traktion dank Allrad und schneller Regelsysteme (inklusive elektronischer Differenzialsperre). Tadellose Bremsen. Bedienung & Multimedia Die beiden Großbildschirme für Armaturen und Multimedia sind übersichtlich und trotz vieler Verstellmöglichkeiten logisch aufgebaut. Volle Anbindung des Smartphones, kabellos ist nur dessen ­Lade- Möglichkeit. Passgenaues Sport-Gestühl mit viel Seitenhalt.  Innen- & Kofferraum Das gute Platzangebot wird etwas durch die mäßige Kopffreiheit konterkariert. Brauchbarer Kofferraum mit hoher Ladekante, via 2:1-Umlege-Funktion der (neigungsverstellbaren) Lehnen plus Skidurchreiche erweiterbar. Das flache Kellerfach eignet sich für Ladekabel, vorne gibt es einen ­kleinen „Frunk“. Dran & Drin Die Ausstattung des GT ist von Haus aus komplett, Extras gibt es so gut wie keine. Lediglich die Sitze sind weder elektrisch verstell-, noch belüftbar. Solide Verarbeitung, ordentlicher Material-Eindruck. Schutz & Sicherheit Nur sechs Standard-Airbags, dafür das komplette Programm an Assistenzsystemen, die abseits fallweiser Pieps-Attacken großteils unauffällig agieren. Reichweite & Laden Bei entspannter Fahrweise kommt man mit 22 kWh Verbrauch durch. Die Werksangabe von 424 Kilometern verfehlten wir im Test deutlich, 350 Kilometer sind dennoch brauchbar. Sehr hohe (Gleichstrom-)Ladeleistung dank 800V-Technik. Preis & Kosten 3,5 Sekunden auf 100 km/h sind nur in Form des Tesla Model 3 Performance günstiger zu haben – und der ist kleiner sowie bescheidener ausgestattet. Recht dichtes Werkstatt-Netz, lange Service-Intervalle. Typisch top: sieben Jahre Fahrzeug-Garantie.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1685468407264{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1685386136092{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Kia-Cockpit: gut ­ablesbare Bild­schirme im Breit­format, „freisch­webende“ Mittelkonsole. Sportlich-gediegenes Gestühl, elek­trisch…

7.5

FAZIT

Eine gute Wahl für betuchte Freunde von ­Leistung & Design.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Reichweite & Laden
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
8

Synchronmotor v+h, Spitzenleistung 585 PS (430 kW), Dauerleistung 194 PS (143 kW), max. Drehmoment 740 Nm, Akku (netto) 77,4 kWh, Allradantrieb mit fixer Übersetzung, Scheibenbremsen v/h (bel.)

L/B/H 4695/1890/ 1545 mm, Radstand 2900 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,6 m, Reifendimension 255/40 R 21, Kofferraumvolumen 480–1260 l, Leergewicht (EU) 2260 kg, zul. Gesamtgewicht 2610 kg, max. Anh.-Last 1600 kg

0–100 km/h 3,5 sec, 60–100 km/h 2,5 sec, Spitze 260 km/h, Steuer (jährl.) keine, Werkstätten in Österreich 110, Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Normverbrauch kombiniert 20,6 kWh, Testverbrauch 21,9 kWh, Reichweite Norm/Test 424/355 km, Ladedauer bei 11 kW (100%) 7:20 Std, bei 240 kW Gleichstrom (80%) 18 Min

sechs Airbags, Notbrems-, Spurhalte-, Spurführungs-, Stau-, Linksabbiege-, To­­terwinkel- und Querverkehrs-Assistent, Adaptiv-Tempomat, Ausstiegswarner, Verkehrszeichenerkennung, Headup-Display, Adaptiv-Dämpfer, LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Sensor, Einpark-Assistent, Rundum-Kameras, Zweizonen-Klimaautomatik, Multimediasystem mit 12,3 Zoll-Touchscreen, div. Online-Dienste, Navigation, DAB-Tuner, Meridian-Soundsystem mit 14 LS, 4x USB-Slots, Sportsitze, Velours/Lederpolsterung, aut. abblendender Innenspiegel, el. klappbare Außenspiegel, Sitzheizung v+h, Lenkradheizung, abgedunkelte Fondscheiben, el. Glasschiebedach, schlüsselloser Zugang, E-Heckklappe mit Sensorsteuerung, Wärmepumpe, Typ 2- und Schuko-Ladekabel, 21 Zoll-Alufelgen, Metallic-Lackierung etc.

 Rot-Metallic (Serie: blau) € 700,–, Pearl-Lackierung € 800,–