Test Toyota GR Supra 3.0 MT Moonstone Edition

7. März 2023
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Toyota
Klasse:Coupé
Antrieb:Hinterrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:340 PS
Testverbrauch:8,9 l/100km
Modelljahr:2023
Grundpreis:83.190 Euro

Test Toyota Supra: Seit die japanische Traditionsmarke hierzulande keine dicken Geländewagen mehr anbietet, ist der in Graz auf BMW-Basis gebaute Supra tatsächlich das teuerste Modell in der Palette – als neue (2700 Euro teure) „Moonstone Edition“ kommt er sogar auf über 80.000 Euro. Highlight neben der mattweißen Lackierung und der braunen Lederausstattung ist natürlich das neue manuelle Getriebe. Formal machen drei Pedale keinen Sinn: Dadurch wird der Supra durstiger, somit NoVA-bedingt auch teurer, 0 auf 100 vergehen drei Zehntel langsamer und einen Abstandsregel-Tempomat gibt es hier auch nicht.

Aber: Für Puristen ist der Fahrspaß im MT ungleich höher. Zwar braucht man ob des massiven Drehmoment-Plateaus den Ganghebel nicht so oft wie etwa im GR86, die Fahrstufen legt man damit jedoch ähnlich knackig ein wie im kleinen Bruder. Der Supra kann beim Runterhakeln sogar automatisch Zwi- schengas geben, diese Funktion lässt sich aber auch deaktivieren – unverständlicherweise nur im Sport-Modus. Der übrigens recht harmonisch und keineswegs ruppig rüberkommt. Allein beim Sound hätte man in diesem Fahrprogramm mehr Rotzigkeit implementieren können – passen würde es jedenfalls zum sportlichen Charakter. Die genaue Bewertung des Test Toyota Supra lesen Sie unten.

Dieser Test erschien übrigens mit vielen weiteren in der Ausgabe Oktober 2022 von Alles Auto, hier online zu bestellen.

Fotos: Robert May           

Motor & Getriebe

Der aufgeladene Dreiliter-Reihensechszylinder agiert ex­trem bullig und bietet ein sehr breit nutzbares Drehzahlband – schalten müsste man also nicht viel im knackigen Getriebe.

Fahrwerk & Traktion

Adaptiv-Dämpfer selbst im Sport-Modus nie hart oder ruppig, in flotten Kurven sehr lang neutral. Das Heck lässt sich am besten per Gasfuß ­motivieren, das klappt trotz guter Traktion (auch dank elektronischem Sperrdifferenzial) selbst in höheren Fahrstufen. Wenn das souveräne, zweistufige ESP dann komplett deaktiviert ist, sollte man aber schnell sein mit Gegenlenken, die Steuerung ist jedenfalls präzise und durchaus direkt (das Volant könnte freilich kleiner sein). Tadellos: die Bremsen. 

Bedienung & Multimedia

Gute, wenn auch tiefe Sitzposition, vorbildliche Bedienung des Multimediasystems über den BMW-­typischen Dreh-und-Drück-Regler, alternativ via Touchscreen oder gelungener Sprachsteuerung. Nicht viele ­Ablagen. Gute Übersicht nach vorne, für hinten gibt es zum Glück eine Rückfahrkamera.

Innen- & Kofferraum

Genug Passagier-Platz. Der flache Kofferraum reicht locker fürs Wochenende zu zweit. Minus: hohe Lade­kante: Plus: 12V-Steckdose und Gepäcknetz Serie.

Dran & Drin

Fein bestückt, ohne Sondermodell-Zugaben 2700 Euro billiger, mit etwas weniger Mitgift (u. a. Leder, E-Sitze, Sitzheizung und Headup-Display sowie JBL-Sound) spart man weitere 3600 Euro. Keine Extras zu haben. Hochwertige Materialien, ebenso ­sauber wie solide verarbeitet. 

Schutz & Sicherheit

Fahrer-Knieairbag als Luftpolster-Highlight, in Sachen Assistenzsysteme ist das Klassenübliche an Bord, einen Radar-Tempomat gibt es beim Handschal­ter leider nicht.

Preis & Kosten

Absolut gesehen euer, aber im Grunde konkurrenzlos, zumal als Handschalter. Der vierzylindrige Porsche Cayman S ist deutlich kostspieliger, ein BMW 2er Coupé mit demselben Motor kostet trotz Allrad und Automatik spürbar weniger (beide Deutschen sind  freilich schlechter ausgestattet). Verbrauch sehr nah an der Werksangabe. Fein: bis zu zehn Jahre Garantie, lange Service-Intervalle, als Sondermodell vermutlich gute Werthaltung. 

Test Toyota Supra (Cockpit)

Hohe Bedien-Freude à la BMW, fahrerorientiert ist beim Sondermodell auch, dass sich nur links braunes Leder an der Türverkleidung findet. 

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Test Toyota Supra: Seit die japanische Traditionsmarke hierzulande keine dicken Geländewagen mehr anbietet, ist der in Graz auf BMW-Basis gebaute Supra tatsächlich das teuerste Modell in der Palette – als neue (2700 Euro teure) „Moonstone Edition“ kommt er sogar auf über 80.000 Euro. Highlight neben der mattweißen Lackierung und der braunen Lederausstattung ist natürlich das neue manuelle Getriebe. Formal machen drei Pedale keinen Sinn: Dadurch wird der Supra durstiger, somit NoVA-bedingt auch teurer, 0 auf 100 vergehen drei Zehntel langsamer und einen Abstandsregel-Tempomat gibt es hier auch nicht. Aber: Für Puristen ist der Fahrspaß im MT ungleich höher. Zwar braucht man ob des massiven Drehmoment-Plateaus den Ganghebel nicht so oft wie etwa im GR86, die Fahrstufen legt man damit jedoch ähnlich knackig ein wie im kleinen Bruder. Der Supra kann beim Runterhakeln sogar automatisch Zwi- schengas geben, diese Funktion lässt sich aber auch deaktivieren – unverständlicherweise nur im Sport-Modus. Der übrigens recht harmonisch und keineswegs ruppig rüberkommt. Allein beim Sound hätte man in diesem Fahrprogramm mehr Rotzigkeit implementieren können – passen würde es jedenfalls zum sportlichen Charakter. Die genaue Bewertung des Test Toyota Supra lesen Sie unten. Dieser Test erschien übrigens mit vielen weiteren in der Ausgabe Oktober 2022 von Alles Auto, hier online zu bestellen. Fotos: Robert May            [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"] Motor & Getriebe Der aufgeladene Dreiliter-Reihensechszylinder agiert ex­trem bullig und bietet ein sehr breit nutzbares Drehzahlband – schalten müsste man also nicht viel im knackigen Getriebe. Fahrwerk & Traktion Adaptiv-Dämpfer selbst im Sport-Modus nie hart oder ruppig, in flotten Kurven sehr lang neutral. Das Heck lässt sich am besten per Gasfuß ­motivieren, das klappt trotz guter Traktion (auch dank elektronischem Sperrdifferenzial) selbst in höheren Fahrstufen. Wenn das souveräne, zweistufige ESP dann komplett deaktiviert ist, sollte man aber schnell sein mit Gegenlenken, die Steuerung ist jedenfalls präzise und durchaus direkt (das Volant könnte freilich kleiner sein). Tadellos: die Bremsen.  Bedienung & Multimedia Gute, wenn auch tiefe Sitzposition, vorbildliche Bedienung des Multimediasystems über den BMW-­typischen Dreh-und-Drück-Regler, alternativ via Touchscreen oder gelungener Sprachsteuerung. Nicht viele ­Ablagen. Gute Übersicht nach vorne, für hinten gibt es zum Glück eine Rückfahrkamera. Innen- & Kofferraum Genug Passagier-Platz. Der flache Kofferraum reicht locker fürs Wochenende zu zweit. Minus: hohe Lade­kante: Plus: 12V-Steckdose und Gepäcknetz Serie. Dran & Drin Fein bestückt, ohne Sondermodell-Zugaben 2700 Euro billiger, mit etwas weniger Mitgift (u. a. Leder, E-Sitze, Sitzheizung und Headup-Display sowie JBL-Sound) spart man weitere 3600 Euro. Keine Extras zu haben. Hochwertige Materialien, ebenso ­sauber wie solide verarbeitet.  Schutz & Sicherheit Fahrer-Knieairbag als Luftpolster-Highlight, in Sachen Assistenzsysteme ist das Klassenübliche an Bord, einen Radar-Tempomat gibt es beim Handschal­ter leider nicht. Preis & Kosten Absolut gesehen euer, aber im Grunde konkurrenzlos, zumal als Handschalter. Der vierzylindrige Porsche Cayman S ist deutlich kostspieliger, ein BMW 2er Coupé mit demselben Motor kostet trotz Allrad und Automatik spürbar weniger (beide Deutschen sind  freilich schlechter ausgestattet). Verbrauch sehr nah an der Werksangabe. Fein: bis zu zehn Jahre Garantie, lange Service-Intervalle, als Sondermodell vermutlich gute Werthaltung. [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1678198712912{margin-top: 0px !important;margin-bottom:…

7.4

FAZIT

Agil, kräftig, spaßig – ein teurer ­Kompakt-Sportler reinsten Wassers.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R6, 24V, Turbo, 2998 ccm, 340 PS (250 kW) bei 5000–650/min, max. Drehmoment 500 Nm bei 1600–4500/min, Sechsgang-Getriebe, Hinterradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.)

L/B/H 4379/1854/1299 mm, Radstand 2470 mm, 2 Sitze, Wendekreis 10,4 m, Reifendimension 255/35 R 19 (v), 275/35 R 19 (h), Tankinhalt 52 l, Reichweite 585 km

Kofferraumvolumen 290 l, Leergewicht (EU) 1577 kg, zul. Gesamtgewicht 1795 kg, max. Anh.-Last –, 0–100 km/h 4,6 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 4,2/5,0 sec, Spitze 250 km/h

Steuer (jährl.) € 2384,24, Werkstätten in Österreich 141, Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Normverbrauch kombiniert 8,8 l, Testverbrauch 8,9 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 198/205 g/km

Front-, Seiten- und ­Kopfairbags, Knieairbag Fahrer, Notbrems-, Spurhalte- und Rückraum-Assistent, Verkehrszeichenerkennung, Toter Winkel-Warner, Tempomat, Berganfahrhilfe, aktives Sperrdifferenzial, adaptive Dämpfer, Headup-Display, Licht- und Regensensor, Rückfahrkamera, elektrisch klappbare Außenspiegel, alle Spiegel automatisch abblendend, adaptive LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automatik, Einparkhilfe v/h, digitale Instrumente, Multimediasystem mit 8,8 Zoll-Touchscreen und 12 LS (JBL HiFi), DAB-Tuner, Navigation, Sprachsteuerung, Android Auto & Apple CarPlay, induktives Handyladen, Lederpolsterung, Zweizonen-Klimaautomatik, el. verstell- und heizbare Sitze (fahrerseitig mit Memory), schlüsselloser Zugang, Aluräder 19 Zoll etc.

keine