Test Kia Niro EV Platin

2. Mai 2023
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FAHRZEUGDATEN

Marke:Kia
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Elektro
Leistung:204 PS
Testverbrauch:19,9 kWh/100km
Modelljahr:2023
Grundpreis:55.740 Euro

Test Kia Niro: Nach dem klassischen Hybrid haben wir Kias Crossover nun als reinen Stromer ausgefasst – ebenfalls in der höchsten Ausstattungslinie namens Platin. Somit kamen wir erneut in den Genuss von hoher Klangqualität, Einpark-Automatik, Headup-Display oder Lenkrad-Heizung. In Sachen Antrieb liefert der Niro das, was man von einem Stromer erwartet: müheloses Vorankommen ohne Vibrationen oder Geräusch-Belästigung. Was den Lade-Speed angeht, enttäuscht der elektrische Niro jedoch etwas: Ist das Flaggschiff der Marke, der EV6, dank 800-Volt-Technik und 240 kW-Ladevermögen in nur 18 Minuten wieder zu 80 Prozent gefüllt, dauert es beim kleinen Bruder fast eine halbe Stunde länger, da er nur 72 kW aufnehmen kann.

Immerhin ist sein Reichweiten-Potenzial ob der recht großen Batterie ordentlich, auch wenn die winterlichen Temperaturen im Testzeitraum nicht das Optimum in Sachen Strom-Verbrauch zugelassen haben. Am Ende bleibt die finanzielle Frage: Im Vergleich zum normalen Hybrid kostet die E-Version um 13.450 Euro mehr – der Plug-In-Hybrid ist immer noch um 6100 Euro günstiger als der Vollzeit-Elektriker (jeweils als Platin). Ob sich der Aufpreis auszahlt, hängt also stark von den eigenen Nutzungsgewohnheiten ab – und von den aktuellen staatlichen Förderungen. Die genaue Bewertung des Test Kia Niro lesen Sie unten.

Dieser Test erschien übrigens mit vielen weiteren in der Ausgabe Jänner/Februar 2023 von Alles Auto, hier online zu bestellen.

Motor & Getriebe

Ausreichend kräftiger E-Antrieb: direktes Ansprechverhalten, vom Stillstand weg mit toller Beschleuni­gung. Über Schaltwippen hinter dem Lenkrad mehrstufig wählbare Rekuperation, in der höchsten Stufe ist Ein-Pedal-Fahren möglich.  

Fahrwerk & Traktion

Im Fokus liegt Komfort, dennoch hält sich die Wank-Neigung in Kurven in Grenzen. Siche­res Fahrverhalten. In Sachen Traktion weitgehend unproblematisch. Lenkung: leichtgängig, aber nicht besonders ­reich an Feedback. Gute Bremsen.

Bedienung & Multimedia

Angenehme Sitzposition auf bequemen Stühlen, etwas mehr Seitenhalt wäre wünschenswert. Hohe Bedien-Freude, zahlreiche echte Schalter und Drehreg­ler. Großzügige Displays (Multimedia und digitale Armaturen), stabile Software. Serienmäßig: Smartphone-Integration, induktives Handyladen, Sprachsteuerung. Übersicht OK. Ausreichend Ablagen.

 Innen- & Kofferraum

Großzügige Platzverhältnisse in beiden Sitzreihen, gute Kopffreiheit. Die ­2:1-Fondlehnen sind in der Neigung verstellbar und umlegbar, Ladeboden stets eben. Gut nutzbarer, großer Kofferraum mit E-Heckklappe. Elektro-Plus: Staufach für Ladekabel, wo sich beim  Verbrenner-Bruder der Motor befindet.

Dran & Drin

Tolle Ausstattung im Top-Trimm: klimatisierte und elektrisch verstellbare Vordersitze, Lenkrad-Heizung, Premium-Sound und Einpark-Automatik sind Serie. Spar-Potenzial bei Ausstattungs-Verzicht: 9000 Euro. Gute Materialien, einwandfreie Verarbeitung.

Schutz & Sicherheit

Übliches Airbag-Angebot plus Knieairbag fahrer­seitig, dazu volle Assistenz-Ausstattung von Spurführungs-Hilfe bis Adaptiv-Tempomat mit Stop & Go.

Reichweite & Laden

Praxis-Reichweite gut, wenn auch weit weg von der Norm-Angabe. Niedrige Lade-Geschwindigkeit, es können maxi­mal 72 kW aufgenommen werden.

Preis & Kosten

Bruder Hyundai Kona ist deutlich günstiger. Sportlichere und gleich große Kompakt-Alternativen: VW ID.3 und Cupra Born. Fein: lange Wartungsintervalle, dichtes Werkstatt-Netz, sieben Jahre Garantie. Verbrauch OK. Als braver Stromer mit langer Garantie vermutlich leicht wiederzuverkaufen. 

Niro-Cockpit: Kommode Fahrerumgebung mit großem Zweispeichen-Lenkrad. Typisch für neue Kia-Modelle: digitale Bedienleiste für Klima & Co.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Test Kia Niro: Nach dem klassischen Hybrid haben wir Kias Crossover nun als reinen Stromer ausgefasst – ebenfalls in der höchsten Ausstattungslinie namens Platin. Somit kamen wir erneut in den Genuss von hoher Klangqualität, Einpark-Automatik, Headup-Display oder Lenkrad-Heizung. In Sachen Antrieb liefert der Niro das, was man von einem Stromer erwartet: müheloses Vorankommen ohne Vibrationen oder Geräusch-Belästigung. Was den Lade-Speed angeht, enttäuscht der elektrische Niro jedoch etwas: Ist das Flaggschiff der Marke, der EV6, dank 800-Volt-Technik und 240 kW-Ladevermögen in nur 18 Minuten wieder zu 80 Prozent gefüllt, dauert es beim kleinen Bruder fast eine halbe Stunde länger, da er nur 72 kW aufnehmen kann. Immerhin ist sein Reichweiten-Potenzial ob der recht großen Batterie ordentlich, auch wenn die winterlichen Temperaturen im Testzeitraum nicht das Optimum in Sachen Strom-Verbrauch zugelassen haben. Am Ende bleibt die finanzielle Frage: Im Vergleich zum normalen Hybrid kostet die E-Version um 13.450 Euro mehr – der Plug-In-Hybrid ist immer noch um 6100 Euro günstiger als der Vollzeit-Elektriker (jeweils als Platin). Ob sich der Aufpreis auszahlt, hängt also stark von den eigenen Nutzungsgewohnheiten ab – und von den aktuellen staatlichen Förderungen. Die genaue Bewertung des Test Kia Niro lesen Sie unten. Dieser Test erschien übrigens mit vielen weiteren in der Ausgabe Jänner/Februar 2023 von Alles Auto, hier online zu bestellen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"] Motor & Getriebe Ausreichend kräftiger E-Antrieb: direktes Ansprechverhalten, vom Stillstand weg mit toller Beschleuni­gung. Über Schaltwippen hinter dem Lenkrad mehrstufig wählbare Rekuperation, in der höchsten Stufe ist Ein-Pedal-Fahren möglich.   Fahrwerk & Traktion Im Fokus liegt Komfort, dennoch hält sich die Wank-Neigung in Kurven in Grenzen. Siche­res Fahrverhalten. In Sachen Traktion weitgehend unproblematisch. Lenkung: leichtgängig, aber nicht besonders ­reich an Feedback. Gute Bremsen. Bedienung & Multimedia Angenehme Sitzposition auf bequemen Stühlen, etwas mehr Seitenhalt wäre wünschenswert. Hohe Bedien-Freude, zahlreiche echte Schalter und Drehreg­ler. Großzügige Displays (Multimedia und digitale Armaturen), stabile Software. Serienmäßig: Smartphone-Integration, induktives Handyladen, Sprachsteuerung. Übersicht OK. Ausreichend Ablagen.  Innen- & Kofferraum Großzügige Platzverhältnisse in beiden Sitzreihen, gute Kopffreiheit. Die ­2:1-Fondlehnen sind in der Neigung verstellbar und umlegbar, Ladeboden stets eben. Gut nutzbarer, großer Kofferraum mit E-Heckklappe. Elektro-Plus: Staufach für Ladekabel, wo sich beim  Verbrenner-Bruder der Motor befindet. Dran & Drin Tolle Ausstattung im Top-Trimm: klimatisierte und elektrisch verstellbare Vordersitze, Lenkrad-Heizung, Premium-Sound und Einpark-Automatik sind Serie. Spar-Potenzial bei Ausstattungs-Verzicht: 9000 Euro. Gute Materialien, einwandfreie Verarbeitung. Schutz & Sicherheit Übliches Airbag-Angebot plus Knieairbag fahrer­seitig, dazu volle Assistenz-Ausstattung von Spurführungs-Hilfe bis Adaptiv-Tempomat mit Stop & Go. Reichweite & Laden Praxis-Reichweite gut, wenn auch weit weg von der Norm-Angabe. Niedrige Lade-Geschwindigkeit, es können maxi­mal 72 kW aufgenommen werden. Preis & Kosten Bruder Hyundai Kona ist deutlich günstiger. Sportlichere und gleich große Kompakt-Alternativen: VW ID.3 und Cupra Born. Fein: lange Wartungsintervalle, dichtes Werkstatt-Netz, sieben Jahre Garantie. Verbrauch OK. Als braver Stromer mit langer Garantie vermutlich leicht wiederzuverkaufen. [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1683031751809{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"] [/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1683031154006{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Niro-Cockpit: Kommode Fahrerumgebung mit großem Zweispeichen-Lenkrad. Typisch für neue Kia-Modelle: digitale Bedienleiste für Klima & Co.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb433ff3-1cb0"][vc_column_text]Synchronmotor,…

7.3

FAZIT

Gut gemachter, aber teurer Elektro-Crossover mit frischem Look und feiner Ausstattung.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Reichweite & Laden
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

Synchronmotor, Spitzenleistung 204 PS (150 kW), Dauerleistung 79 PS (58,3 kW), max. Drehmoment 255 Nm, Akku (netto) 64,8 kWh, Vorderradantrieb mit fixer Übersetzung, Scheibenbremsen v/h (v bel.)

L/B/H 4420/1825/1570 mm, Radstand 2720 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m, Reifendimension 215/55 R 17, Kofferraumvolumen 475–1392 l, Leergewicht (EU) 1757 kg, zul. Gesamtgewicht 2200 kg, max. Anh.-Last 750 kg

0–100 km/h 7,8 sec, 60–100 km/h 5,6 sec, Spitze 167 km/h, Steuer (jährl.) keine, Werkstätten in Österreich 110, Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Normverbrauch kombiniert 16,2 kWh, Testverbrauch 19,9 kWh, Reichweite Norm/Test 460/325 km, Ladedauer bei 11 kW (100%) 6:20 Std, bei 72 kW Gleichstrom (80%) 41 Min

sechs Airbags, Knieairbag fahrerseitig, Notbrems-, Spurführungs-, Toterwinkel- und Querverkehrs-Assistent, LED-Licht, Fernlicht-Automatik, adaptiver Tempomat mit Stop&Go-Funktion, Head-up-Display, Zweizonen-Klimaautomatik, Digital-Instrumente 10,25 Zoll, Innenspiegel autom. abblendend, schlüsselloser Zugang, Rückfahrkamera, Audiosystem mit DAB-Tuner, Navigation und 10,25 Zoll-Touchscreen, Harman Kardon-Sound mit 8 LS, induktives Handyladen, Android Auto & Apple CarPlay, Lenkrad-Heizung, Parksensoren v/h, Einpark-Automatik, el. klappbare Außenspiegel, Kunstlederpolsterung, E-Vordersitze mit Memory fahrerseitig, Sitzklimatisierung v, Sitzheizung v+h, 17 Zoll-Aluräder etc.

Metallic-Lack ab € 650,–, E-Glas-Hub/Schiebedach € 600,–