Toyota entschuldigt sich für späte Supra-Nachfolgerin

13. März 2018
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Aktuelles

Der „Vater“ des Toyota GT86 bzw. auch des Subaru BRZ, Tetsuya Tada, hat unlängst in einem Interview mit australischen Kollegen Rede und Antwort zur Entwicklung der neuen Toyota Supra gestanden. Darin verriet er viele interessante Details – zum Beispiel dazu, dass BMW die Gespräche zur Zusammenarbeit angestoßen hatte, dabei aber von Anfang an forderte, dass die Unterschiede zwischen den beiden resultierenden Autos größer sein müssen als sie es beim Toyobaru waren. Kein Problem für Toyota – immerhin war genau das schlichtweg ihre perfekte Gelegenheit eine neue Supra zu erschaffen.

Dafür waren nämlich zwei Dinge in ihren Augen ganz essenziell: Das FR-Layout (also Frontmotor, Hinterradantrieb) und ein Reihensechszylinder-Motor – einfach weil eben diese beiden Dinge die gesamte Supra-Familie ausmachten. Und just das konnte BMW anbieten – als einer von nur noch sehr wenigen Herstellern auf der Welt. Nun könnte man natürlich denken „ja aber eben mit dem GT86 hat Toyota doch schon selbst eine FR-Plattform im Haus? Und Lexus hat auch passende Autos im Angebot“. Und natürlich hätte man Recht damit. Doch Tada erklärte, man wolle auf keinen Fall einfach ein bestehendes Modell „umbauen“. Das wäre einer neuen Supra nicht würdig.

Man merkt: Tada – und offensichtlich alle Entscheidungsträger bei Toyota – haben wirklich viel für die Supra übrig. Der aber wohl beste Beweis dafür ist die Tatsache, dass sich Tada in weiterer Folge des Interviews explizit sagte:

„Wir wünschten wir hätten die neue Supra schon viel früher zurückbringen können. (…) Wir möchten uns bei allen dafür entschuldigen, dass es so lange gedauert hat. Es waren 15 lange Jahre und das tut mir sehr leid.“

Natürlich können wir jetzt nicht für alle Toyota- und Supra-Fans auf der Welt sprechen. Aber soweit es uns betrifft: Alles vergeben und vergessen Tada-san. Denn wenn die neue Supra nur halb so gut wird, wie es die ersten Infos (mit BMW entwickeltes und auf pure Sportlichkeit ausgelegtes Chassis, 3,0 Liter Turbo-Reihensechser mit rund 350 PS, Hinterradantrieb und eine moderne Automatik) nach klingt und laut dem Gazoo Racing Concept aussieht, haben sich die Japaner keine Vorwürfe zu machen.

Ein großes Fragezeichen bleibt aber freilich noch – für Fans ebenso wie für alle anderen: Wie teuer wird die neue Supra eigentlich? Auf Fragen in die Richtung wich Tada recht geschickt aus. Darauf angesprochen ob man sich preislich eher an günstigeren Volkssportlern wie dem Nissan 370Z und dem Ford Mustang, oder doch an europäischen Supersportlern wie dem BMW M2 orientieren wird, meinte er:

„Wir haben nie den klaren Auftrag bekommen uns an einzelnen Benchmarks zu orientieren und diese zu übertreffen. Die einzige Mission die wir haben und verfolgen ist dass wir puren Spaß am Fahren und Freude daran anbieten möchten.“

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