Das sind die Highlights des Pariser Autosalon

14. September 2016
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Aktuelles

Ende September, am 29.09. um genau zu sein, ist es soweit: Der Autosalon in Paris öffnet seine Pforten und hat wieder viele, interessante Neuheiten für uns parat. Wir haben für euch eine Übersicht der bisher bekannten Highlights zusammengestellt.

Übrigens: Wir werden selbstverständlich live für euch vor Ort sein und uns am ersten Pressetag durch die Stände kämpfen. Sollte euch also ein spezielles Auto ganz besonders interessieren, schreibt uns ein Kommentar – wir berücksichtigen das dann gern bei unseren Streifzügen.

Nun aber zu den Highlights:

Alfa Romeo:

Klar wehen bei Alfa Romeo momentan alle Fahren für die Giulia. Dementsprechend wird dieser auch in Paris viel Platz eingeräumt. So wird die neue Giulia Veloce mit 280 Benzin und 210 Diesel-PS präsentiert – quasi das Verbindungsstück zwischen „normaler“ Giulia und der Quadrifoglio. Richtig groß und neu wird es aber auch in Sachen Neuvorstellung. Wir erwarten, dass Alfa Romeo den Stelvio (das ist übrigens der italienische Name für das Stilfser-Joch) in Paris enthüllen wird. Wir erwarten Heckantrieb als Standard, Allrad mit um Terrain-Anwendungen erweitertem DNA-Fahrmodus-Schalter als Option, das Motor-Lineup der Giulia und natürlich einen etwas weniger holprigen Markt-Start als bei der besagten Limousine.

 

Audi:

Die Ingolstädter haben in letzter Zeit einiges enthüllt, was sie nun stolz der Weltöffentlichkeit zeigen möchten. Den A5 zum Beispiel, oder natürlich dessen viertürigen Bruder, den A5 Sportback. Noch ein ganzes Stück spannender dürfte aber werden, was man uns noch NICHT gezeigt hat, den neuen Audi Q5. Dieser soll, natürlich auch auf Basis des MQB (siehe Tiguan, Ateca, Kodiaq), vier Zentimeter in der Länge zulegen und optisch ein wenig schnittiger werden. Sparmeister werden sich über den Q5 e-Tron freuen, Power-Fans über den von der Quattro GmbH entwickelten Q5 RS mit rund 420 PS, gedieselt wird ab 150 PS.

 

BMW:

Neben dem Facelift des 3er GT dürfte BMW auch ein gänzlich neues Auto für uns in petto haben: den X2. Wie schon der X1 oder auch 2er Active/Grand Tourer wird er auf der Frontantriebs-Plattform aus dem Mini-Sortiment basieren und sich das Motorenangebot mit dem X1 teilen – aber in deutlich dynamischerem Kleid, versteht sich. Dabei braucht es nicht sonderlich viel Fantasie um sich auszumalen, wie er wohl aussehen wird. Der X4 sieht aus wie ein kleiner X6, also dürfte der X2 wohl aussehen wie ein kleiner X4. Logisch …

Spannendes Detail am Rand: Die BMW Führungsriege wird bis auf eine einzelne Ausnahme den Pariser Automobilsalon dieses Jahr auslassen. Statt auf der Messe ihre Gesichter herzuzeigen stecken sie lieber daheim in München die Köpfe zusammen und finalisieren die neue Elektro-Strategie. Mit dem bisherigen Verlauf der i-Modelle ist man ja nicht sonderlich zufrieden.

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Citroen:

Es steht außer Frage, dass Citroen sich in Sachen Messeauftritt im eigenen Heimatland nicht wird lumpen lassen – auch wenn es um den PSA-Konzern aktuell ja nicht so rosig steht. Dennoch, mit dem CXperience Konzeptfahrzeug wird man einen spannenden Ausblick auf die Zukunft (C5?) geben. Außerdem hat man ja erst unlängst den neuen C3 vorgestellt. Hier alle Infos dazu.

 

Ferrari:

Ehrlicherweise braucht Ferrari keine besonderen Highligts zu präsentieren … Ferraris sind ja quasi allesamt Highlights für sich. Dennoch: Diesmal bringen die Italiener etwas ganz besonders scharfes nach Paris mit: Den LaFerrari Aperta! 963 PS, 2,9 Sekunden auf 100 und vor allem: kein Dach. Viel besser wird’s nicht.

 

Ford:

Ford wird mit dem neuen Ka, der bei uns wohl Ka+ heißen wird, alles anders machen: Fast so groß wie ein Fiesta (der ja auch bald abgelöst werden soll) und nur als Fünftürer erhältlich wird der kleine Ford deutlich erwachsener. Auf den Bildern zu sehen ist dabei übrigens die Version des Ka, die in Brasilien bereits seit 2014 verkauft wird. Sie dürfte quasi die Basis für unseren neuen Ka+ stellen, wird aber qualitativ besser dastehen. Auch sind neue (bessere) Scheinwerfer selbstverständlich.

UPDATE: Ford wird in Paris gar nichts zeigen … man lässt die Show dieses Jahr aus. Die Premiere des neuen Ka muss also noch etwas auf sich warten lassen.

 

Honda:

Sicher ist es nicht, aber wir rechnen damit, dass Honda die Gelegenheit des Pariser Autosalons nutzen wird um den neuen Civic, jetzt als Steilheck, zu präsentieren. Einen Vorgeschmack gab man uns ja schon in Genf, wo ein gleich im Type-R-Trim gehaltener Prototyp mit sehr mutigem und am US-Civic angelehnten Design auf sich aufmerksam machte. Aber „mutiges Design“ sind wir von Honda beim Civic ja schon gewöhnt. Motor-technisch erwarten wir komplett neue 1,0 und 1,5 Liter Turbo-Motoren und – exklusiv für Europa – eine überarbeitete Version des 1,6L Diesels. Früher oder später kommt ganz bestimmt auch ein neuer Type-R (er wurde bereits bei Testfahrten gesichtet), doch das dürfte noch dauern. Immerhin ist der „alte“ ja noch recht jung.

 

Hyundai:

Die Koreaner haben eine für sie ganz besonders wichtige Publikumspremiere vor sich: Den neuen i30 – wir haben gerade erst berichtet. Außerdem wird man das i10 Facelift zeigen, der auch bereits im August vorgestellt wurde.

 

Infiniti:

Neben dem wunderschönen Q60 sowie dem mit neuem Top-Motor aufgewerteten Q50, die Infiniti sicherlich beide nach Paris mitbringen wird, erwarten wir von den Japanern auch noch eine komplette Neuheit: den QX50. Er soll den Einstieg in das heiß umkämpfte, aber sehr absatzstarke Mittelklasse-SUV-Segment einläuten und sich direkt mit Mercedes GLC, Jaguar F-Pace und dem vermutlich auf der selben Messe neu vorgestellten Audi Q5 anlegen. Zum Design ist dabei das hier unten (Mitte) zu sehende Konzeptauto QX Sport Inspiration unser bester Anhaltspunkt.

 

Kia:

Fest steht, dass Kia den neuen Rio, wir haben berichtet, nach Paris mitbringen wird. Mehr ist von den Koreanern bis jetzt noch nicht durchgesickert.

 

Lamborghini:

Weil immer noch ein bisserl mehr – oder in diesem Fall weniger – geht, erwarten wir für Paris die Premiere des neuen Lamborghini Huracan Superleggera. Testfahrten werden schon fleißig absolviert, sonst weiß man aber noch nicht allzu viel. Mindestens 640 PS aus dem weiter aufgebohrten V10 gelten als sicher, darüber hinaus natürlich eine leichte Diät und gleichzeitige Hardcore-Kur – also schärfere Abstimmung eines ohnehin schon scharfen Autos.

UPDATE: Lamborghini wird die Messe aus Kostengründen doch nicht besuchen … schade.

 

Land Rover:

Nun, da der Defender ganz offiziell ausgelaufen ist, hoffen wir natürlich alle auf die Präsentation eines Nachfolgers, haben dafür aber keine allzu großen Hoffnungen. Vor allem auch, weil Land Rover ein für sie fast ebenso wichtiges und gänzlich neues Auto fix nach Paris mitbringen wird, den neuen Discovery. Deutlich „runder“ als zuvor soll der neue Discovery „das perfekte SUV für Familien“ sein … laut Land Rover. Die Basics dafür scheinen zu stimmen: Sieben Sitze, Motoren von 180 bis 260 PS und vermutlich schon recht bald eine spezielle „SVO“-Version dürften den neuen Disco nicht nur für britische Landlords interessant machen.

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Lexus:

Die Japaner gewähren uns mit dem radikalen UX-Concept einen Ausblick auf ihre mögliche SUV-Zukunft. Lexus‘ O-Ton: „Es zeichnet sich durch eine stark differenzierte Identität aus und richtet sich damit an ein progressives, urbanes Publikum, das permanent online Kontakt zu seiner Umwelt hält. Dank intelligenter Technologien beschert das Lexus UX Konzept-Fahrzeug dem Fahrer ein atemberaubendes Fahrerlebnis, sein Innenraum beeindruckt durch die ungewöhnliche Verbindung von traditioneller Handwerkskunst mit High-Tech Fertigungstechniken.

Zudem bringt Lexus das IS-Facelift und ihr neues Top-Coupé, den LC 500, mit.

 

Mercedes-Benz:

Mercedes hat für Paris besonders viel vor. Neben der Enthüllung ihrer vermutlich neuen Submarke speziell für E-Autos, mit der sie in großem Stil Tesla und Co angreifen wollen, zeigen die Stuttgarter das T-Modell der neuen E-Klasse (Fahrbericht im nächsten Heft) und den AMG GT  und GT C Roadster – also eine „oben-ohne“-Variante des genialen GT. Hier alle Infos.

Zudem wird noch ein weiteres E-Modell in Paris stehen: die eine All Terrain-Variante – also ein Auto im Stile von Audis Allroad-Derivaten.

 

Opel:

Drei Premieren wird Opel mindestens auf ihrem Stand in Paris feiern dürfen. Da wäre zum einen der brandneue (mit Chevrolet gemeinsam entwickelte) Ampera-E; ein E-Mobil mit 204 PS, 360Nm Drehmoment und Geschwindigkeiten bis 150 km/h. Dabei werden die Rüsselsheimer nicht müde zu betonen, dass der emissionsfreie Stromer Leistungsdaten zustande bringt, die auf Augenhöhe mit den aktuellen OPC-Modellen von Opel sind. In Sachen Reichweite, Preise oder sonstige Detail-Daten hielt man sich aber noch bedeckt. Ebenfalls in Paris fix am Start: der neue Zafira sowie der erst unlängst enthüllte Opel Karl Rocks.

 

Peugeot:

Peugeot hat seine vermeintlich größten Bomben bereits im Vorfeld er Messe platzen lassen: Sowohl der 3008, als auch der 5008 sind nun keine Vans oder Cross-Over mehr, sondern SUV. Die Erwartungen und Hoffnungen der Franzosen in diese beiden Autos sind immens, dementsprechend bezweifeln wir fast, dass Peugeot noch eine weitere Premiere aus dem Ärmel schütteln wird. Alle Detail-Infos zu den beiden Autos findet ihr hier: 3008 und 5008

 

Porsche:

Die eine, große Neuheit bei Porsche ist aktuell selbstverständlich der Panamera – besonders in der erst unlängst vorgestellten Hybrid-Variante mit 462 PS (hier alle Details). Darüber hinaus wird auch der Porsche Macan Turbo mit Performance Paket erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.

 

Renault:

Renault, natürlich auch ein Platzhirsch in Paris, hat abgesehen vom Megane, der ja aber noch nicht allzu alt ist, viele neue Modelle dabei. Da wäre zum einen das Facelift des Clio (inklusive Clio RS), der brandneue Koleos und natürlich der gerade erst enthüllte Grand Scenic sowie dessen kleiner Bruder, der Scenic. Auch beim Twingo gibt es Neuigkeiten. In Paris wird der Twingo GT zu bestaunen sein … mit 110 PS. Klingt nicht nach viel, sollte dem kleinen Heckmotor-Zwerg aber dennoch eine Menge Bonus-Spaß einhauchen. Übermotorisiert war er nämlich bis dato nie. Aber apropos „übermotorisiert“: Auch enthüllt werden könnte die Verkaufsversion des Renault Clio R.S. 16 – dem Kleinwagen mit dem Motor des ausgelaufenen Megane R.S. Trophy 275. Eigentlich war dieser Giftzwerg ja nur als Einzelstück vorgestellt worden. Uns würde es aber sehr wundern, wenn Renault nicht zumindest eine Kleinserie bauen und dies jetzt in Paris bekannt geben würde. Wenn dem so ist, schreiben wir uns für unseren Teil höchstwahrscheinlich gleich vor Ort auf die Interessentenliste.

Zudem hat Renault ein „Concept Car, das einen Ausblick auf das zukünftige Design der Marke und innovative Technologien für die kommenden Serienfahrzeuge ermöglicht“ versprochen. Wir sind gespannt.

 

Skoda:

Bei Skoda dürfte es einen klaren, unangefochtenen Helden des Standes geben: den Kodiaq. Der zweite SUV der Tschechen hat schon vorab für viel Aufregung gesorgt und wir freuen uns darauf, den Wagen in Natura genau unter die Lupe nehmen zu können.

 

Suzuki:

Suzuki hat aus seinen Paris-Premieren kein Geheimnis gemacht: der neue SX4 S-Cross, als auch der neue Ignis (Detailinfos zu beiden Autos hinter den Links) werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Toyota:

Nachdem es schon vor einer ganzen Weile vorgestellt wurde, hoffen wir darauf dass Toyota das GT86 Facelift nun auch nach Europa mitbringt – auch wenn dieses ja an der Technik selbst nichts ändert. Es bleibt also bei 200 Sauger-PS aus dem 2L-Boxermotor. Nur Exterieur und Interieur wurden etwas an die neue Formensprache von Toyota angepasst bzw. aufgewertet. Quasi der Inbegriff der aktuellen Designsprache bei Toyota sollte hingegen der CH-R werden. Als Konzept stand er bereits in Genf, nun wird in Paris die finale Version der Öffentlichkeit präsentiert. Der Kompakt-SUV hat sein Visier vor allem auf den Nissan Juke gerichtet, den er zumindest antriebstechnisch locker ausstechen sollte. Immerhin basiert der CH-R auf der TNGA-Plattform – der selben, auf der auch der aktuelle Prius steht. Dementsprechend wird es ihn als Hybrid (1,8 Liter Motor + E-Antrieb, wie im Prius) ebenso geben wie mit 115 PS Turbo-Benziner – auf Wunsch natürlich mit Allrad. Diesel? Leider nein.

 

Volvo:

Die Schweden haben schon vorab verraten, dass sie in Paris quasi die Lücke zwischen V90 und XC90 schließen wollen – und zwar mit dem V90 XC, also „Cross Country“. Gleichzeitig wissen wir aber, dass noch 2017 die 40er und 60er-Serie Zuwachs bekommen soll, vermutlich auch zuerst mit einem SUV – die passenden Konzepte wurde ja schon vorgestellt und sind unten zu sehen. Paris würde sich hier definitiv anbieten um den nächsten Schritt in die Richtung zu zeigen. „Zeigen“ wird man dabei sicher auch die R-Design-Editionen von S90 und V90.

UPDATE: Kommando zurück! Volvo hat wohl den neuen V90 Cross Country vorgestellt, wird aber NICHT in Paris vertreten sein.

 

VW:

Theoretisch ist der Golf VIII bald fällig, doch so eine große Bombe wird VW kaum ohne lange Teaser-Kampagne platzen lassen. Dementsprechend wird die Bühne beim VW anderen Stars gehören … und zwar elektrischen. Wie VW-Chef Diess ankündigte, wird man auf dem Autosalon ein E-Mobil präsentieren, das so manchen überraschen soll. Was genau das sein wird? Leider noch offen. Bis jetzt gab es ja schon einige, interessante Konzepte in die Richtung zu sehen (siehe das Budd-e Konzept unten). Langsam würde es Zeit für etwas ein wenig seriennäheres …

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